Bewertung: 7

Review: #5.21 Gelobtes Land

Foto: Paul Wesley, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Paul Wesley, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

#5.21 Promised Land startete, wie seit einiger Zeit üblich, nicht wirklich spektakulär und zunächst krochen die Minuten nur so dahin, ohne dass man überrascht oder gar geschockt wurde. Die letzten Minuten dieser Episode drehten den Spieß jedoch noch einmal um und man kann fast sagen, dass man vor den Kopf gestoßen wurde und es sich hierbei tatsächlich um einen Cliffhanger (!) handelt.

"If Caroline was here, we'd have a full catered buffet by the side of the road... and a rainbow."

Nach ihrem kleinen Ausflug zu einer einsamen, verlassenen Waldhütte, wurden Elena und Stefan am Ende der letzten Folge von den Travelern gekidnappt, damit sie weiterhin als Blutquelle dienen, um so den Plan von Markos und Co. endlich verwirklichen zu können. Nach einer Rettungsaktion von Traveler Maria suchen die beiden Doppelgänger ihren Weg nach Hause und haben erneut eines dieser Gespräche, welche wieder einmal zeigen, dass Elena und Stefan tatsächlich als Freunde gut funktionieren. Nach dem gesamten Debakel um das ewige Liebesdreieck freue ich mich sehr, dass man diesen Weg eingeschlagen hat und Elena und Stefan einfach Freunde sein lässt. Besonders toll an diesem Gespräch fand ich persönlich ihre Lobeshymne auf Caroline. Sie ist wirklich der kleine, blonde Sonnenschein und versucht stets positiv zu denken, auch wenn sie oft ein kleiner Kontrollfreak ist. Mit Freude festzustellen, war hierbei auch, dass man keine Anspielungen auf eine aufkeimende Liebschaft zwischen Stefan und Caroline fallen gelassen hat, was im Kontext des Gesprächs zwischen Elena und Stefan durchaus passend gewesen wäre, da Stefan erneut Liebesratgeber bei Elena gespielt hat und sie ihn somit auch hätte ausfragen können. Nach der kleinen Ansprache und schon fast Ermutigung von Seiten Stefans, dass Elena einfach mit Damon zusammen sein soll, wenn dies ihr Wunsch ist (und wir alle wissen, dass dem so ist), bleibt nun zu hoffen, dass Elena den Rat ihres (Ex-)Freundes befolgt und sie dem ewigen Hin und Her zwischen Beziehungsaus und Versöhnung ein Ende setzt.

"It started."

Das irre Treiben in Mystic Falls scheint hingegen kein rasches Ende in Sicht zu haben, denn Dank dem Blut der Doppelgänger ist es den Travelern endlich möglich alle Magie aus der Welt zu schaffen und sich selbst an einem Ort niederzulassen. So starten sie in dieser Episode erneut eine Art Massenmord und rattern wie üblich ihre Sprüche herunter, bevor sie schließlich tot umfallen. Nach wie vor empfinde ich die gesamte Mythologie der Traveler etwas bizarr und oftmals rutscht mir ein tiefer Seufzer heraus, wenn ich ihre 'Zaubersprüche' murmeln höre. Auch Markos kann nicht wirklich von sich überzeugen, da er lediglich ein dahergelaufener Typ ist, welcher seiner Anhängerschaft ein angenehmes Leben ermöglichen möchte, ohne seine Schar und das Doppelgänger-Blut jedoch ziemlich hilflos zu sein scheint. Auch Damons Rettungsaktion von Mystic Falls konnte mich nicht vom Hocker hauen und die Idee die Körper der Traveler ins Haus zu schaffen, war auch kein besonders kluger Einfall. Die Konfrontation zwischen Damon und Markos wusste schließlich zumindest ein wenig zu unterhalten, dies lag aber auch nur an dem Wortgefecht, welches sich die beiden lieferten. Ein Pluspunkt hierbei war zudem, dass sich Julian, welcher sich nach wie vor in Tylers Körper befindet, auf die Seite von Damon stellte und versuchte gegen Markos zu kämpfen.

Ein interessanter Aspekt an der ganzen Vernichtungsaktion der Magie war, dass alle übernatürlichen Wesen ihren persönlichen Moment des Todes durchlebten, wie beispielsweise Elena, welche damals ertrank oder die Salvatore-Brüder, welche beide erschossen wurden. Diese Flashbacks waren eine kurze Reise in die Vergangenheit, welche sich nicht wie eine langweilige Wiederholung anfühlte und kleine, nette Erinnerungen daran, dass die Charaktere ohne Magie gar nicht mehr hier wären.

"There is no spell. I made it up. The other side is collapsing and everyone in it including me is going away for good."

Sollte der Plan der Traveler nun tatsächlich zur Gänze funktionieren, würden nicht nur mindestens die Hälfte der Bewohner von Mystic Falls tot sein, sondern auch die andere Seite inklusive Bonnie würde sich praktisch in Luft auflösen. Nach wie vor bin ich skeptisch gegenüber dem Zusammenfall der anderen Seite, da ich mir nicht sicher bin, ob die Autoren solch einen radikalen Schritt tatsächlich durchführen würden. Bisher hatte man sich dieses Schlupfloch immer offen gehalten, sodass verstorbene Charaktere immer wieder auftauchen konnten. Mit dem Verschwinden der anderen Seite wäre dies jedoch nicht mehr möglich und so würde zudem auch Bonnie endgültig (!) das Zeitliche segnen, was man bis zum jetzigen Zeitpunkt stets verhindert hat. Ich persönlich würde aber dennoch dafür stimmen, dass man einmal eine Veränderung wagt und das Geschehen neu zusammenmischt, denn so wie es derzeit mit "Vampire Diaries" steht, kann man den Tod beim besten Willen nicht ernst nehmen.

"There: dead Doppelgänger stops the spell."

Und so verbleibt man als Zuschauer in einem Schockzustand, denn es lässt sich nicht eindeutig sagen, wie ernst man einen Todesfall noch erst nehmen darf, da man bisher immer eine Möglichkeit fand Charaktere wieder zurückzuholen, mit dem drohenden Verschwinden der anderen Seite sich das Blatt nun aber gewaltig wenden könnte. Doch haben die Autoren auch wirklich den Mut einen der Hauptcharaktere (!) für immer unter den Toten verweilen zu lassen? Wie Caroline und Bonnie, war auch ich sehr geschockt, was sich in den letzten Minuten dieser Folge abspielte. Gespannt und geschockt ließ man uns Zuschauer mit einem leblosen und dem Herz bestohlenen Stefan Salvatore zurück und weiß nicht so recht, was man damit anfangen soll. Ich persönlich freue mich ein wenig, dass man es nach langer Zeit endlich wieder geschafft hat ein klein wenig Überraschung und Unvorhersehbarkeit in eine Folge zu packen. Allerdings beschleicht mich das leise Gefühl, dass man diese Entwicklung im Staffelfinale wieder zunichte machen wird und schlussendlich alle Personen der anderen Seite, welche derzeit gerettet werden wollen, wieder zurückholt. Natürlich würde ich es sehr schade finden, wenn wir Stefan für immer verloren hätten, andererseits wäre dies wieder etwas ganz Neues und würde die Karten neu mischen – und wenn wir ehrlich sind, könnte "Vampire Diaries" dies dringend brauchen.

Fazit

Durch die überraschende Wendung in den letzten Minuten konnte #5.21 Promised Land doch noch von sich überzeugen und lässt uns mit der spannenden Frage zurück, wie es nun weitergeht und ob wir Stefan Salvatore tatsächlich an die andere, untergehende Seite verloren haben. Das Finale wird diese Frage hoffentlich befriedigend beantworten und die Entwicklungen, welche man in den letzten Wochen ansteuerte, weiterführen und nicht wieder über den Haufen werfen. Zudem wünsche ich mir, dass alle Charaktere wieder zusammenarbeiten, um die Bedrohung in Mystic Falls zu bekämpfen. Da sich die Vampire in der Clique allerdings nicht ihrem Heimatstädtchen nähern sollten, liegt die Verantwortung höchstwahrscheinlich auf Jeremys und Matts Schultern, sodass diese beiden ebenfalls ihren Teil zur Rettungsaktion beitragen dürfen. Wenn dies alles reibungslos funktioniert, könnte das Staffelfinale dann auch tatsächlich noch über eine sonst größtenteils enttäuschende Season hinwegtrösten. Bis dahin genießen wir noch ein wenig die Magie, welche bald untergeht, und die Tatsache, dass es nach langer Zeit endlich wieder so etwas wie einen Cliffhanger gab.

Melanie E. - myFanbase

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