Episode: #5.10 Lebende Tote

Die Gruppe fühlt sich niedergeschlagen, aber sie muss sich weiterhin den Veränderungen stellen, die das Leben auf der Straße mit sich bringt. Dabei ist es vor allem die gerade herrschende Hitzewelle, die ihnen die letzte Kraft raubt.

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Die Gruppe ist wieder zusammen und auf dem Weg nach Washington. Zunächst noch mit einem Wagen, doch als dieser kein Benzin mehr hat, setzen sie die Reise zu Fuß fort. Dabei wird schnell deutlich, dass die momentan herrschende Hitzewelle ihren Tribut an der Gruppe fordert. Daryl zieht immer wieder los, um nach Wasser im Umland der Straße zu suchen. Nirgendwo ist Wasser zu finden, sodass Daryl sich gezwungen sieht, Würmer aus dem Boden auszugraben und diese vor Hunger und Durst zu essen. Nach einer Weile hat sich auch eine Schar Beißer an die Fersen der Laufenden gehängt, doch sie beschließen mit wenigen Worten, diese erst später loszuwerden und nun ihre Kräfte zu sparen.

Von allen leidet Maggie am stärksten, da sie um ihre Schwester trauert. Als Carl bei einem seiner kleinen Streifzüge eine Spieluhr findet, schenkt er sie ihr weiter, auch wenn sie kaputt scheint. Trotzdem behält Maggie sie. Auch Gabriel bietet ihr sein Ohr an, falls sie jemals den Drang verspürt, reden zu wollen. Doch sie lehnt rüde ab, indem sie ihn daran erinnert, dass er seine Gemeinde im Stich gelassen hat.

Sasha beobachtet die ihnen folgenden Beißer argwöhnisch und sagt zu Michonne, dass sie diese gerne töten wollen würde. Doch Michonne erklärt ihr noch einmal, dass sie auf einen besseren Zeitpunkt warten, um sie los zu werden. Sie rät ihr, nicht voreilig zu handeln, nun da sie ebenso um einen geliebten Menschen trauert. Sie möchte nicht, dass Sasha über den Verlust ihres Bruders ausrastet und sich selbst in Gefahr bringt.

Auf einem neuerlichen Streifzug wird Daryl, der lieber alleine gehen würde, von Carol begleitet. Die beiden unterhalten sich und Carol versucht ihren Freund zu unterstützen. Sie schenkt ihm Beths Messer und sagt, dass er unbedingt all die Trauer zulassen muss, damit es ihm besser geht. Carol hat nämlich beobachtet, dass Daryl noch keinen Moment um Beth, zu der er auf ihrer gemeinsamen Flucht vor dem Gouverneur und dem Gefängnis offenbar eine enge Beziehung aufgebaut hat, getrauert hat.

Als die Gruppe an eine Brücke kommt, die ein ausgetrocknetes Flussbett überspannt, wollen sie die Beißer endlich loswerden. Sie beginnen sie den Abhang hinunter zu schubsen. Doch Sasha verliert die Kontrolle und beginnt die Beißer anzugreifen, anstatt sie nur die Böschung hinunter zu schubsen. Schlussendlich können sie alle Beißer loswerden und die Gruppe macht eine Pause im Schatten.

Sie sitzen beisammen, aber jeder für sich und schweigen. Plötzlich kommt ein Rudel Hunde aus dem Wald. Die Gruppe zögert nicht und erschießt die Hunde, um sie umgehend zu grillen und den nagenden Hunger zu stillen. Gabriel hat zunächst noch Skrupel das Hundefleisch zu essen, doch als er seinen Priesterkragen abnimmt und in die Flammen wirft, isst auch er. Sascha und Noah unterhalten sich und er gesteht ihr, dass er Angst hat, an seiner Trauer zu sterben. Sie sagt, dass sie es zusammen durchstehen werden.

Nach ihrem Mahl geht es weiter. Glenn hat noch eine kleine Falsche Wasser und bietet sie Maggie an, doch diese lehnt ab. Glenn macht sich sorgen, dass Beths Tod seine Frau aus der Bahn geworfen hat und sie jede Lebenslust verloren hat. Er versucht ihr eine neue Perspektive aufzuzeigen. Daraufhin will er sein Wasser mit Daryl teilen, doch auch dieser lehnt ab. Er entschuldigt sich und will noch einmal im Wald nach einer Quelle suchen. Doch kaum ist er aus der Sicht der Gruppe an einer Lichtung, an deren Rand eine alte Scheune steht, zündet er sich eine Zigarette an und bricht in Tränen aus.

Immer weiter geht die Gruppe die Straße nach Washington hinunter. In der Ferne scheint das Grollen eines Gewitters aufzuziehen, als plötzlich einige Liter Wasser in Flaschen auf der Straße stehen. Daran ein Zettel geheftet: Von einem Freund. Eugene ist so durstig, dass er das Wasser trinken will, doch die anderen halten ihn davon ab. Sie trauen dem Geschenk nicht und die Spannungen in der Gruppe scheinen zum zerreißen, als es auf einmal anfängt zu regnen. Überglücklich baden alle im Regen und beginnen so viel Wasser aufzusammeln, wie sie nur fangen können. Auch Daryl ist mittlerweile zurück.

Nach einer Weile scheint das Gewitter aber zu einem ausgewachsenen Sturm zu werden und die Gruppe, gerade noch kurz vor dem Verdursten, sieht sich in Gefahr in dem Schauer umzukommen. Daryl erinnert sich an die Scheune und führt sie dorthin, sodass sie Unterschlupf finden können.

In der Scheune zünden sie ein kleines Feuer und sitzen schweigend um dieses herum. Irgendwann erzählt Rick von seinem Großvater und wie dieser im zweiten Weltkrieg überlebt hat. Er vergleicht ihre Situation mit der seines Großvaters und zeigt auf, dass sie wie wandelnde Tote sind, die tun, was sie können, um wieder lebendig zu werden.

Nach einer Weile haben sich die meisten zum Schlafen gelegt. Nur Daryl ist noch auf und entdeckt durch den Spalt in dem Scheunentor gerade noch rechtzeitig, dass eine große Gruppe Beißer direkt darauf zu läuft. Der Lärm der an das Tor laufenden Beißer, erregt auch die Aufmerksamkeit der anderen, sodass bald alle außer Judith versuchen die Tore geschlossen zu halten, während davor noch immer der Sturm tobt.

Am nächsten Morgen wacht Maggie als erstes auf und gesellt sich zu Daryl, der die ganze Nacht über Wache gehalten hat. Sie sagt, es sei nun in Ordnung, zu schlafen. Sie sprechen kurz über Tyreese und, dass seine Schwester ebenso stark sein wird, wie er. Daryl bekräftigt Maggie, dass auch Beth eine Kämpferin war und übergibt ihr die Spielbox, welche er in der Nacht repariert hat.

Nun hat sich das Unwetter gelegt und Maggie tritt mit Sascha aus der Scheune nach Draußen. Überall hat der Sturm gewütet: Bäume sind abgeknickt und entwurzelt, Beißer darin verfangen. Sie alle scheinen riesiges Glück gehabt zu haben. Sie laufen zusammen zu einer Lichtung, wo sie gemeinsam beobachten, wie die Sonne am Horizont aufgeht. Sie reden miteinander und versprechen sich es zusammen zu schaffen, bis Maggie die Spieluhr aufstellt, sie aber nicht spielt.

Plötzlich steht ein junger Mann, gut gekleidet und sauber, neben ihnen und stellt sich als Aaron vorstellt. Er sei ein Freund und würde gerne mit Rick sprechen, erklärt er, während Maggie und Sascha ihre Waffen auf ihn gerichtet halten. Er kennt Ricks Namen und sagt, er habe gute Nachrichten. In diesem Moment spielt die Spieluhr wieder ihr Lied.

Jamie Lisa Hebisch - myFanbase


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