Review: #1.04 Spoiler: Stuart näht ein Portemonnaie
Die letzte Episode hat mich nicht besonders vom Hocker gerissen, auch wenn sie wieder ein paar Gesichter aus "The Big Bang Theory" gezeigt hat. Mit dem Cliffhanger hat man dennoch meine Neugier auf die nächste Episode geweckt, die mich mehr unterhalten hat.
Stuart Bloom in der Nervenklinik ist nun kein Zustand, der mir nicht seltsam erscheinen würde, selbst wenn das hier die Mutterserie wäre. Es ist in meinen Augen ohnehin ein Charakter, der ein geringes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein hat. Trotzdem hatte ich den Eindruck, an Stuart hat sich etwas verändert – dass er eben doch selbstbewusster geworden ist. Allerdings ist er diesmal an einem Ort, an dem man ihn nicht für voll nimmt und stattdessen seinen Verstand mit Medikamenten vernebelt. Und wer ist dafür verantwortlich, dass seine Dosis erhöht wird? Dr. Fowler! Dieser Gastauftritt kam für mich nicht besonders überraschend, nachdem die Episode gleich mit einer Therapiesitzung eingeleitet wurde und man Fowler nur von hinten gesehen hat. Wie auch schon bei den anderen Cameo-Auftritten, hat man auch bei Amy ihre eigentliche Charaktereigenschaft genutzt und hat sie einfach etwas überzogen dargestellt. Allerdings muss ich sagen, dass dieser Cameo nicht gerade einen Mehrwert für die Weiterentwicklung der Serie hatte. Allerdings hat sie Stuarts Stärke und Widerstandsfähigkeit gefestigt. Seinen Ausflug auf dem Krankenhausflur hat mir doch einen kleinen Lacher beschert, als er auf Jon Cryer gestoßen ist, auch wenn ich mir seinen Gastauftritt etwas anders vorgestellt hatte. Ich dachte er an eine Musicalszene, die ebenfalls in der Nervenklinik gespielt und mehr an Alan Harper angelehnt gewesen wäre. Aber das sollte eben nicht sein.
Seit dem Start der Serie ist Stuart auch darauf aus, Denise zurückzugewinnen und wieder mit ihr zusammenzukommen. Aus diesem Grund hat es mir auch gut gefallen, dass sie in dieser Episode sogar zeitweise verheiratet waren und eine Familie mit Kindern hatten. Letztlich war es nämlich Denise, ihre Liebe zu ihm und Stuarts Liebe zu ihr, die dafür gesorgt hat, dass er aus dieser seltsamen Klinik entlassen wurde. Auch wenn es bei "Stuart Fails to Save the Universe" um Komik geht und ich noch nicht so ganz weiß, wohin uns die restlichen Episoden noch führen werden, glaube ich doch, dass gerade in der Szene von Stuart und Denise in der Klinik eine versteckte Botschaft lag: dass man Kraft aus der Liebe und Energie aus denen ziehen kann, die einen unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir durchaus sicher, dass noch etwas folgen wird, was einen großen Knall verursacht.
Dass irgendwas an dieser Episode nicht ganz stimmig ist, zeigte sich eigentlich, als Stuart in seinem trauten Heim angekommen war. Man hätte fast meinen können, es war eine Fortsetzung der zweiten Episode, die eine Idylle zeigte. Allerdings ist auch diese Idylle etwas, bei der man schon denkt: irgendwas ist nicht richtig. Richtig fühlte sich auch nicht die Version von Denise an, wirkte sie doch wie die aus der zweiten Episode. Das Witzige an dieser Idylle und vor allem der Harmonie waren für mich Barry Kripke und sein Ehemann Gary. Ich sollte lieber sagen, dass Gary wie ein Running Gag ist. Er taucht in jeder Episode auf, ist jedes Mal Gary, aber jedes Mal eine andere Version von ihm. Spätestens da dürfte jedem klar gewesen sein, dass an diesem Universum etwas nicht stimmen kann und dennoch gaben uns die Ereignisse einige Antworten auf Fragen und neue Fragen, die noch beantwortet werden müssen. Beginnen wir aber erst einmal mit denen, die beantwortet sind.
Sicherlich wussten wir, dass Stuart ein (Mit-)Verschulden beim Gerät von Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper hat. Durch ein Comic und seine Bilder, die auch noch ausgestellt worden sind, wissen wir nun genau, dass Stuart mit dem Universum verbunden ist und offensichtlich eine Möglichkeit finden muss, alles wieder ins Lot zu bringen. Ich frage mich zwar, ob ihm das wirklich bewusst ist, aber mir hat gefallen, dass man Stuart diesmal wirklich als Retter ins Zentrum gestellt hat. Im Großen und Ganzen musste er sich zwar selbst retten und die Art und Weise war wirklich typisch Stuart, aber für mich hat es unterstrichen, dass er eben doch nicht so unbeholfen ist, wie es oftmals in der Mutterserie (auf mich) gewirkt hat.
Kommen wir jetzt mal zu dem Tag, den ich nicht so gelungen fand, was vielleicht auch mit daran lag, weil ich mit der Filmreihe von "Matrix" nicht allzu sehr bewandert bin. Allerdings gibt es so ikonische Filmszenen oder fiktive Seriencharaktere, bei denen man die entsprechenden Produktionen nicht verfolgt haben muss, um zu wissen, um welche Szene oder Charakter es geht und "Stuart Fails to Save the Universe" hat eben genau eine entsprechende aus "Matrix" genommen – ihre Bewandtnis ist mir dennoch nicht ganz klar geworden. Letztlich hat sie jedoch dazu geführt, dass die Freunde wieder zusammen sind und in einem anderen Universum eintauchen – im Urwald? Ich bin mal gespannt, was uns da wieder erwartet und wer seinen nächsten Cameo-Auftritt absolvieren wird.
Fazit
"Stuart Fails to Save the Universe" hat es geschafft, dass viele Teile dieser Episode Fragen beantwortet haben, was die Prämisse dieser Serie betrifft, und dass Stuart in seiner Art und Weise wirklich mal der Held sein durfte.
Daniela S. myFanbase
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Informationen zur Episode
Englischer Titel: Spoiler: Stuart Makes a WalletErstausstrahlung (US): 13.08.2026
Erstausstrahlung (DE): kein Termin
Erstausstrahlung (Pay-TV): 14.08.2026
Regie: Kyle Newacheck
Drehbuch: Chuck Lorre, Zak Penn & Bill Prady
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