Bewertung: 6

Review: #4.18 Ich liebe New York

Foto: Sex and the City - Copyright: Paramount Pictures
Sex and the City
© Paramount Pictures

Das war also das Finale der vierten Staffel. Für eine Familienserie wäre das ein gutes Finale gewesen, doch für "Sex and the City" war es eher spärlich. Überraschend waren die ganzen Ereignisse in dieser Episode nicht. Lediglich Samanthas Perücke konnte mir das ein oder andere Grinsen entlocken.

"Du versuchst wirklich alles, damit ich keinen Sex mit Big habe!"

Ha, wie überraschend aber auch. Ach nee, das war es ja für mich absolut nicht. Ich dachte seit Ende der zweiten Staffel, Carrie sei mit Big nur befreundet. Wieso also braucht sie dann noch einmal Sex mit ihm? Das verstehe ich absolut nicht. Was ich aber ebenso wenig verstehe, ist die Tatsache, warum Big ihr nichts von dem Umzug sagte. Mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf geschossen ist, war: Er empfindet noch immer etwas für Carrie und wenn man davon ausgeht, dass er schon vor fünf Uhr verschwunden war, scheint meine Vermutung gar nicht so weit entfernt. Gut, vielleicht mag der gute Big ja keine Abschiede. Aber zum einen glaube ich, dass es sowieso keiner auf Dauer sein wird, und zum anderen hätte er so viel Mann sein können oder sogar müssen und zugeben sollen, dass Abschiede nichts für ihn sind. Immerhin sagte er ja auch mal, er würde nicht nochmal heiraten wollen und ich persönlich finde es viel schwieriger, sowas über die Lippen zu bekommen. Naja, es ist eben Big.

Aber ich bin etwas abgeschweift. Also, Carrie überlegt ernsthaft, ob sie noch einmal Sex mit Big haben sollte. Sie scheint irgendwie an Alzheimer oder sonstigen Gedächtnisstörungen zu leiden. Ich kann mich noch ziemlich gut erinnern, wie schwierig das letzte Mal für sie war, als sie sich von ihm trennte. Und jetzt will sie sich nochmal dieser seelischen Gefahr aussetzen. Nein, nein, nein. Für mich hatte diese Kutschfahrt – die sehr romantisch war – schon wenig mit platonischer Freundschaft zu tun und ich habe mich riesig gefreut, als bei Miranda die Wehen einsetzten. Vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt.

Mir kam sogar der Gedanke, Miranda habe Carrie mit voller Absicht als seelischen Beistand auserwählt – vielleicht um sie seelisch vor Big zu schützen. Man sah ja, dass Carrie doch etwas geknickt war, als sie in die leere Wohnung kam. So ganz leer war sie ja doch nicht. Mich würde sehr interessieren, ob Carrie das Ticket je einlösen wird. Den Rest könnte ich mir ja dann eh denken.

Baby Brady

Danny Hobbes oder Brady Hobbes? Mir gefallen beide Konstellationen sehr gut, aber Brady finde ich dann doch einen Ticken besser. Wahrscheinlich liegt es daran, weil Miranda mit dieser Namenswahl bewiesen hat, dass Steve (Brady) doch einen großen Anteil haben soll und das ist doch für einen Mann wohl mit die schönste Geste nach einer Geburt.

Dennoch ist Miranda ein Fall für sich, wenn es um Emotionen geht. Ich nehme an, sie hatte selbst Angst, in das Weinen von Steve mit einzustimmen und untersagte es ihm deshalb. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, auch bei ihr einen kleinen aber feinen Tränenschimmer nach der Geburt gesehen zu haben und wir kennen das ja alle: Sehen wir, dass jemand weint, weint man häufig selbst mit.

Brady ist wirklich süß und wie wir gehört haben, ist auch alles dran an ihm. Etwas unpassend war es schon, auch noch aufzählen zu müssen, er habe auch zwei Hoden. Allerdings ist es auch eine Art von Steve seinen Stolz auszudrücken. Jetzt freue ich mich auf den weiteren Verlauf von Familie Hobbes/Brady.

Neue Beziehung? No way!

Ich bin immer noch etwas verwirrt, was Charlottes Storyline angeht und das liegt nicht an dem – ja – durchgeknalltem Eric. Ich finde es nämlich ganz gut, dass Charlotte über Trey hinweg ist. Oder doch nicht? Genau das verwirrt mich. Wieso lief sie denn wie eine Angestochene davon, als sie Trey und Bunny erblickte? Sie wollte nicht gesehen werden, aber warum? Darauf habe ich wirklich keine Antwort. Gerade auch deswegen hatte sie sich danach doch noch mit Eric verabredet und hatte so noch weniger Grund, wegzulaufen. Nein, das verstehe ich nicht.

Mir haben Charlotte und Eric ganz gut gefallen, auch wenn ich etwas verwundert war, wie locker er damit umging, als sie über ihre gescheiterte Beziehung sprach. Aber scheinbar fühlte er sich verstanden. Naja, bis er ihre Wohnung sah. Oh Gott, wie kann man sich nur so derbe darüber aufregen. Dass man über dieses "Schloss" erstaunt ist, kann ich ja noch verstehen. Jedoch ist Eric regelrecht ausgeflippt und hyperventilierte fast. Anscheinend war sein Ego mehr als geknickt. Kein Wunder, dass er abserviert wurde. Man rennt ja nicht von einem Drama ins nächste. Ich finde, Charlotte sollte sich erst mal von der Ehe erholen und ihr Leben als Single genießen.

"Ich wusste es doch!"

Ich auch. Eine weitere nicht Überraschung war es auch, dass Richard offenbar doch keine echte Liebe für Samantha empfindet. Auch wenn es "nur" Sex war, hätte er die Wahrheit sagen müssen, wenn ihm diese schon auf dem Silbertablett serviert wurde. Aber nein! Er beteuert sogar, dass er ihr treu ist. Nur gut, dass er keinen Eid schwören musste. Miranda hätte ihn wahrscheinlich eh nicht vertreten.

Aber Richard ist nicht nur ein Lügner, sondern auch noch dumm. Er kennt Samantha jetzt schon eine Weile und kennt sie eben doch nicht. Es hätte ihm ja klar sein müssen, dass sie die Antwort nicht beruhigt. Zumal haben ja auch Frauen bei so etwas einen siebten Sinn.

Samanthas Outfit inklusive Perücke gefiel mir sehr. Allerdings warf das auch die Frage auf, wozu sie die Perücke denn braucht(e). Naja, die stammt wahrscheinlich noch aus früheren Zeiten, als sie noch nicht monogam lebte. Auch so eine Sache, die ich nach wie vor erstaunlich finde. Unglaublich, aber sie scheint Richard wirklich zu lieben. Eigentlich hätte sie sich auch nicht verstecken müssen, er erkannte sie ja sowieso nicht. Wer sonst hätte ihn den in sein Schlafzimmer verfolgen sollen? Noch andere Bekanntschaften? So abwegig wäre das sicher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Dame die einzige war.

Samantha scheint wohl nun mit ihm fertig zu sein und ich hoffe, dass es sie nicht all zu sehr fertig macht. Ich hoffe einfach das Beste für sie.

Fazit

Die Mädels laufen derzeit auf Sparflamme und das wirkte sich auch auf das Finale dieser Staffel aus. Wenig bis gar keine Überraschungen und Dinge, die als Lückenfüller dienten. Punkten konnte aber der kleine Brady, auf den ich mich schon sehr auf die kommende Staffel freue.

Daniela S. - myFanbase

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