Bewertung

Review: #3.04 Junge, Mädchen, Junge, Mädchen

In dieser Episode haben wir es mit vertauschten Rollen zu tun. Vertauschte Rollen? Nun gut, zumindest teilweise.

Carries neuste Eroberung fällt nicht nur durch sein junges Alter von 26 auf. Das besondere an ihm ist, dass er bisexuell ist. Eine Tatsache, die Carrie nur schwer verdauen kann. Auf einer Party, auf der eigentlich jeder schon mal was mit jedem hatte, geschlechtsübergreifend und –intern versteht sich, bekommt Carrie ihren ersten Kuss von einer Frau. Diese wird von keiner geringeren gespielt als Alanis Morissette. Dieser Ausflug von Carrie in eine Welt, weit entfernt von ihrer eigenen, war zwar ganz nett und abwechslungsreich, aber nicht wirklich spannend. Ich hatte schon zu Beginn des Dates von ihr und Shawn den Eindruck, dass diese "Beziehung" nicht für die Ewigkeit bestimmt ist. Ihre Zweifel, dass Shawn vielleicht doch einfach nur schwul ist, es aber noch nicht weiß, sind berechtigt und wie wir bereits aus der Episode mit dem Pinkel-Politiker wissen, ist fetisch nicht unbedingt Carries Ding. Deshalb verwundert es wohl nicht, dass sie die Party fast fluchtartig verlässt, nachdem sie feststellte, dass der Kuss mit der Frau wie Hühnchen schmeckt. Dies war, zumindest in Bezug auf Carrie, der einzige Lacher.

Samantha stellt einen neuen Assistenten ein, der sich sofort wie der Rudelführer aufführt und damit Sam beruflich betrachtet auf die Nerven geht. Sexuell gesehen spricht sein Machtgehabe sie natürlich sofort an. Es ist also keine Überraschung, dass sie ihn feuert, danach aber vernascht.

Steve ist immer öfter bei Miranda zu Hause und möchte schließlich einziehen. Da sie nicht sehr begeistert von seiner Idee zu sein scheint, dachte ich erst, dass sie es vielleicht gar nicht will und befürchtete schon, sie würde ihn wieder verlassen. Doch weit gefehlt. Diesmal wird sie nämlich davon beherrscht, nicht weiblich genug zu sein. Sie geht mit Carrie in einen Kurs, in dem sie ihre innere Göttin finden soll. Und was ich schon immer befürchtet habe, bestätigt sich: Miranda hat keinerlei Taktgefühl und auch keinen Hüftschwung. Und gerade deshalb finde ich es total lieb, dass sie für Steve weiblicher werden will. Dass dieser sie aber schon längst so akzeptiert und vor allem liebt, wie sie ist, eben etwas männlicher, merkt sie erst zum Schluss. Mittlerweile habe ich bei den beiden ein richtig gutes Gefühl und kann mir vorstellen, dass es diesmal für länger hält. Zumindest wünsche ich es den beiden.

Charlotte wird zum Mann. Zwar nur im übertragenen Sinne, dafür aber voll und ganz. Sie posiert für einen Fotografen, der Frauen in Männeroutfits und –posen ablichtet. Dabei stellt sich heraus, dass Charlotte als Mann sehr fordernd ist und sich nimmt, was sie will. Eben anders als sie es als Frau ist. Sie wäre natürlich nicht sie selbst, wenn ihr das Erlebnis hinterher nicht mega peinlich wäre. So schließt sich der Kreis und sie ist letztendlich wieder sie selbst. Ein kurzer amüsanter Ausflug in die "Gedankenwelt" eines Mannes.

Fazit

Leider hatte diese Episode eigentlich keine wirklichen Highlights. Ich hoffe auf mehr, aber trotzdem noch 6 von 9 Punkten.

Melanie M. - myFanbase

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