The Hot Zone - Review des Piloten

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Serien, die auf wahren Begebenheiten basieren, werden immer beliebter. Diesmal wagt sich National Geographic an "The Hot Zone". "The Hot Zone" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Richard Preston und stellt die Ereignisse von 1989 nach, als das erste Mal das Ebola-Virus in die USA kam. Julianna Margulies ("Emergency Room - Die Notaufnahme", "Good Wife") schlüpfte für die Serienumsetzung in die Rolle der Dr. Nancy Jaax, Tierärztin und Colonel der US-Armee, die das Virus in Proben eines Laboraffen entdeckt hat. Ich bin ehrlich gesagt erst durch das Casting von Margulies auf die Serie aufmerksam geworden. Nachdem ich sie jahrelang als Krankenschwester Carol Hathaway in "Emergency Room" und ganze sieben Staffeln als Anwältin Alicia Florrick in "Good Wife" erleben konnte, war ich gespannt, ob sie mich auch in diesem Genre überzeugen konnte.

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Das Monster ist zurück

Foto: Julianna Margulies, The Hot Zone - Copyright: National Geographic
Julianna Margulies, The Hot Zone
© National Geographic

Man sagt immer, dass man besonders Angst vor dem hat, was man nicht kennt. So ähnlich könnte man auch die ersten Szenen von "The Hot Zone" beschreiben. Zu Beginn dieser Episode nimmt man uns ins Jahr 1980 nach Kenia mit. Hier lernen wir einen erkrankten Mann kennen, dem es im Verlauf einer Flugreise immer schlechter geht, so dass er schließlich im Krankenhaus landet. Schon bei diesen kurzen Szenen wird klar, dass hier die Gefahr lauert, die noch ein böses Ende nehmen könnte. Nachdem wir eigentlich im Schnelldurchlauf erleben, dass der Erkrankte auch seinen behandelten Arzt Dr. Musoke (Bohang Moeko) angesteckt hat, springen wir in die USA ins Jahr 1989.

Dort lernen wir auch unsere Protagonistin Dr. Nancy Jaax (Margulies) und ihre gesamte Familie kennen, die gerade Thanksgiving feiern. Dadurch signalisiert man uns Zuschauern, dass keine Gefahr droht, zumindest noch nicht. Denn Nancy ist eine Tierärztin in einer Forschungseinrichtung der US-Armee, die schon vor einigen Jahren gegen tödliche Krankheiten gekämpft hat. Kein Wunder also, dass sich vor allem ihr Sohn Jason (Aiden Glenn) um seine Mutter sorgt, nachdem in den Nachrichten von dem immer weiter um sich greifenden AIDS-Virus gesprochen wird. Sie versucht ihn jedoch zu beruhigen, dass ihr Arbeitsort der sicherste der Welt sei.

Foto: Topher Grace, The Hot Zone - Copyright: National Geographic
Topher Grace, The Hot Zone
© National Geographic

Die Vorahnung, dass Nancy doch in tödlicher Gefahr schweben könnte, bekommen wir, nachdem sie kurz danach zur Arbeit kommt. Bei einer anscheinend gewöhnlichen Untersuchung einer Probe, die aus einem Primatenlabor zum Analysieren kommt, muss Nancy feststellen, dass es sich dabei um etwas sehr viel Gefährlicheres handeln muss als eine Fiebererkrankung. Um dies aber genauer untersuchen und ihren Verdacht, dass es sich dabei möglicher Weise um das gefährliche Ebola-Virus handelt, bestätigen zu können, muss sie die Probe in die sogenannte Hot Zone bringen. Das Labor für biologische Gefahrenstoffe der Stufe 4 zeichnet sich dadurch aus, dass bei den Untersuchungen Schutzanzüge und Atemgeräte erforderlich sind, um nicht Gefahr zu laufen, sich mit den tödlichen Viren, die dort als Vergleichsproben eingelagert sind, anzustecken. Dumm dabei ist jedoch, dass sich Nancy an Thanksgiving mit einem Messer eine kleine Schnittwunde an der Hand zugefügt hat und offenbar gar nicht mehr daran denkt, als sie die Untersuchung der Probe vornimmt.

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Somit ist es eigentlich gut, dass sie den Neuling Captain Kyle Orman (Lenny Platt) mit in die Hot Zone genommen hat, um nicht alleine zu sein und ihr Wissen über die Gefahren weiterzugeben. Letztlich ist es nämlich Kyle der bemerkt, dass sich ein kleines Loch und Blut an Nancys Schutzanzug befinden. Erst danach wird sie wieder an die Wunde an ihrer Hand erinnert und leichte Panik bricht bei ihr aus. Ehrlich gesagt habe ich hier zum ersten Mal die Augen verdreht, da mir nicht klar war, wie man eigentlich so unvorsichtig sein kann. Kein Wunder also, dass Nancy erst einmal isoliert und später von ihrem Vorgesetzten Vernon Tucker (Robert Wisdom) suspendiert wird.

Foto: Liam Cunningham, The Hot Zone - Copyright: National Geographic
Liam Cunningham, The Hot Zone
© National Geographic

Allerdings ist Nancy eben der Typ Frau, die sich nicht davon abbringen lässt, weiter an etwas festzuhalten, wovon sie überzeugt ist. Genau deswegen begibt sie sich selbst auf die Mission herauszufinden, ob sich ihr Verdacht bestätigt, dass es sich tatsächlich um das gefährliche Ebola-Virus handelt. Ihre Forschheit diesbezüglich gefällt mir erstaunlich gut, dennoch stößt es mir noch immer bitter auf, wie unvorsichtig Nancy teilweise vorgeht. Natürlich denkt sie dabei in erster Linie daran, ihre Familie vor dem tödlichen Virus zu schützen, weswegen ihr Mann Jerry (Noah Emmerich), ebenfalls bei der Army tätig, sie auch nicht von ihrem Vorhaben abbringen kann und sie letztlich nur darum bittet, vorsichtig zu sein. Und genau in diesem Punkt scheint ihr einzig und alleine wichtig zu sein, der Welt zu beweisen, dass sie mit ihrem Verdacht recht hat und dafür die ein oder andere Gefahr auf sich nimmt und damit ihr eigenes Leben aufs Spiel setzt. Ihr Kontaktmann Frank (Nick Searcy) tut sein Übriges, nachdem Nancy bei ihm im kontaminierten Labor auftaucht und nach weiteren Proben bittet. Schließlich ist es nämlich Frank, der ohne weitere Schutzmaßnahmen Nancy zwei tote, aber doppelt verpackte Affen zum vereinbarten Treffpunkt bringt. Zwar ist Nancy extrem entsetzt über dessen Unvorsichtigkeit, hat sich aber nun mal zum Ziel gesetzt, ihren Verdacht zu beweisen. Daher lädt sie ihre 'Bestellung' ins Familienauto, zwar mit dem Wissen, dass die Gefahr der Ansteckung groß ist, aber in der (naiven) Hoffnung, dass schon nichts passieren wird. Interessant könnte daher auch ihr ehemaliger Mentor Wade Carter (Liam Cunningham) sein, mit dem Nancy damals schon gefährliche und tödliche Krankheiten bekämpft hat. Allerdings scheint Wade ziemlich zurückgezogen zu leben und nichts mit Nancys Verdacht zu tun haben zu wollen. Somit könnte es sein, dass hinter seinem Verhalten deutlich mehr steckt, als man zunächst annehmen würde.

Fazit

"The Hot Zone" startet mit einer soliden Episode. Diese ist zwar von Dramatik gespickt, sorgt aber auch für das ein oder andere Unverständnis, was das Handeln von Nancy angeht. Obwohl dies für mich eher ein Minuspunkt und somit eigentlich auch ein Grund wäre, diese Serie nicht weiterzuverfolgen, reizt es mich zu erfahren, welche (entscheidende) Rolle Nancys ehemaliger Mentor Wade in dem Ganzen spielen wird.

Daniela S. - myFanbase

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