Rooster - Reviews
Staffel 1

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In unseren Kritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie "Rooster" zu diskutieren.

#1.01 Aktiviert das braune Fett

Foto: Steve Carell & Charly Clive, Rooster - Copyright: Katrina Marcinowski/HBO
Steve Carell & Charly Clive, Rooster
© Katrina Marcinowski/HBO

Man kann schon sagen, dass ich ein bisschen Bill-Lawrence-addicted bin, denn seine Serien gefallen mir immer wahnsinnig gut, vor allem, weil das Zusammenspiel von Humor und Ernsthaftigkeit in der Regel nahezu perfekt abgestimmt ist. Insofern gibt es überhaupt gar keinen Grund, die neue Serie "Rooster" nicht schauen zu wollen, obwohl mich das College thematisch gar nicht so abholt. Aber es ist ja auch nicht verkehrt, sich auf Neues einzulassen und Cast und Crew sind hier definitiv ein unschlagbares Argument. Nicht nur, dass Bill Lawrence wie auch zu Zeiten von "Scrubs - Die Anfänger" mit Matt Tarses zusammenarbeitet, mit John C. McGinley ("Scrubs") und Phil Dunster ("Ted Lasso") sind auch noch zwei Schauspieler dabei, mit denen Lawrence schon intensiv zusammengearbeitet hat. Und dass Steve Carell komödiantisches Talent hat, muss man auch nicht in Frage stellen. Nach all der Neugier schauen wir doch mal, was diese erste Episode gebracht hat. Inhaltlich ist es erst mal nicht spektakulär, aber es zeichnet Lawrence auch aus, dass es eher alltägliche Situationen sind, die betrachtet werden. Greg Russo (Carell) ist ein bekannter Autor, der am College eine Gastvorlesung hält und dort durchaus auch kritische Fragen zur Häufigkeit der Sexszenen beantworten muss. Es deutet sich also an, dass in der Serie durchaus auch mal ein paar Fettnäpfchen getroffen werden, die der Wandel der Zeit so mit sich bringt. Russo scheint als unsicherer Mann, der die Trennung von seiner Frau noch nicht vollends überwunden hat, jedenfalls gerne in Fettnäpfchen zu treten, wie er beim Studenten mit Kopfhörer, beim Gespräch mit dem Polizisten oder auch mit seiner Tochter im Busch schon umsetzte. Das sind dann auch inhaltlich die Dinge, die mir am meisten zusagten. Carell und Charly Clive als Gregs Tochter Katie hatten eine tolle Chemie und ich finde es toll, dass sie offenbar noch so ein enges Verhältnis haben. Hier freue ich mich auf mehr und durch die Affäre von Katies Freund Archie (Phil Dunster) wird es auch noch viel zu verarbeiten geben. Katie macht jedenfalls Spaß, sie ist eigentlich selbstbewusst, aber eben auch sehr verletzt und emotional. Archie hingegen wirkt etwas überheblich (ähnlich wie Dunsters Rolle in "Ted Lasso"), aber man spürt trotzdem, dass er sich in der Situation auch nicht nur wohlfühlt sondern zwischen zwei Emotionen (Liebe zu Katie, Anstand und Verliebtheit gegenüber Sunny (Lauren Tsai)) hin- und hergerissen ist. Sunny ist zunächst noch etwas blass, hat aber auch Potenzial. Der Polizist könnte eine Art Running Gag werden, der immer auftaucht, wenn es für Greg unangenehm oder peinlich ist, und er versprüht damit ein paar Hausmeister-Vibes ("Scrubs"), was noch sehr lustig werden könnte. Was mir leider noch nicht so zugesagt hat, ist das College-Team. Dylan (Danielle Deadwyler) ist zwar spannend, aber dass sie sich an Greg gleich ranwirft, war eher überraschend und macht den Eindruck, dass sie sehr einsam ist. Walt (McGinley) ist als College-Präsident noch undurchsichtig. Will er Erfolg für sich oder für das College oder geht das Hand in Hand? Die Sauna als Ort der Wahrheit (wie es McGinley in Interviews selbst deklariert hat), könnte aber auch noch sehr viel Potenzial haben, zumal er da als regelmäßiger Saunagänger auch immer im Vorteil ist. Kurzum, es passt noch nicht alles nach diesem Pilot, aber es gibt einige Aspekte, die die Neugier aufrecht erhalten. Außerdem ist da noch genug Vertrauen in Bill Lawrence, sodass ich auf jeden Fall dabei bleiben werde.

#1.02 Trousers

Foto: Steve Carell & John C. McGinley, Rooster - Copyright: Katrina Marcinowski/HBO
Steve Carell & John C. McGinley, Rooster
© Katrina Marcinowski/HBO

Nachdem die erste Episode die meisten Charaktere gut vorgestellt hat, setzt die zweite Episode nun ein bisschen konkreter fest, welche Handlungsstränge es über die Staffel geben wird. Zunächst bekommen wir auf der Polizeistation ein kurzes Gespür dafür, warum Katie und Archie wohl mal gut zusammen gepasst haben. Die Chemie war eigentlich ganz gut, bis es zu den Vorwürfen kam. Archie sollte sich immer ändern und das habe ihn dann zu Sunny getrieben. Für jemanden, der Tolstois Romane gelesen hat, scheint ihm ordentliche Kommunikation aber noch nicht so zu liegen. Dass er das mit einem Veilchen bezahlt, ist irgendwie passend. Und so geht es ja auch noch weiter. Sunny macht ihm später auch irgendwie klar, dass er durchaus ein Arschloch sein kann und als Greg dann die Schwangerschaft herausfindet, bekommt er abermals sein Fett weg. Das ist durchaus heftig, aber irgendwie hat man nur bedingt Mitleid, weil Archie was Arrogantes ausstrahlt, er sich seinem Charme und seiner Attraktivität eigentlich bewusst ist, auch wenn er dann doch nicht immer gleich schnallt, wie gerade die Studentinnen auf ihn abfahren. Er ist damit aber ein sehr interessanter Charakter und das ist natürlich so beabsichtigt. Phil Dunster beschrieb im Interview mit myFanbase zum Start der Serie bei HBO Max diese zwei Perspektiven wie folgt: "He's really good at what he does. He's incredibly talented. […] He has an irresistible charm, which I think that [...] it rubs some people up the wrong way. But my honest answer is that all of those things he knows more than anybody else, which makes him slightly obnoxious. […] he’s very self-aggrandizing, but I also think that's part of his charisma." Wir können da also in der Staffel bestimmt noch einiges erwarten und eventuell bekommt man dann doch noch Mitleid mit ihm. Auch sehr interessant war die Entwicklung der Beziehung zwischen Greg und Katie. Greg ist für sie da, verteidigt sie, geht einen Deal ein, damit sie ihren Job zurück bekommt, und klaut sogar den Hahn vom Dach. Er würde wohl alles für seine Tochter tun, die ihm wiederum gerade in Sachen Beziehungen aber auch noch Tipps geben kann. Das ergibt eine sehr intensive Vater-Tochter-Beziehung, die Lust auf mehr macht, und da Greg nun am College arbeitet, werden sie sich noch sehr oft sehen. Interessant ist hierbei übrigens auch, dass die Storyline laut John C. McGinley auf der Geschichte von Bill Lawrence und seiner Tochter Charlotte basiert, wie er uns im Interview zum Start der Serie erzählt hat: "That reflects a lot of the apprehensions and fears and rewards that Bill's had with his daughter, which most storytellers are reticent to open up and share. And Billy had the courage to do that and it really shines in the frame in 'Rooster'." Da Bill Lawrence für gutes Storytelling bekannt ist, erhoffe ich mir von der Greg-Katie-Erzählung auch noch sehr viel.

Kommen wir noch kurz zu den witzigsten Momenten. Da wäre erstens Walter Mann (John C. McGinley), der offenbar über fabelhafte Menschenkenntnis verfügt und Greg ziemlich witzig entlockt, wie es um ihn und Dylan Shepherd (Danielle Deadwyler) bestellt ist. Seine charmante, aber doch nachdrückliche Art grenzt schon fast an Erpressung. Erfolgreich holt er den Gossip aus Greg heraus und ist sich auch nicht zu schade, dass direkt Dylan unter die Nase zu reiben. Eigentlich überschreitet er damit Grenzen. Mir ist noch nicht klar, ob Walter damit nur seine eigenen Ziele verfolgt oder ob er nicht auch ein Bedürfnis hat, den Menschen zu helfen, indem er sie zum Reden bringt, aber das wird sich im Laufe der Staffel sicherlich noch zeigen. Uneigennützig ist es definitiv nicht gewesen, aber er schafft es bisher gut, das sehr uneigennützig darzustellen. Auch wie er Dylan klar macht, wie doof er es findet, ihr Buch nur online veröffentlichen zu können, obwohl es irgendwie auch seine Entscheidung war. Man kann es ihm kaum übel nehmen. Highlight aus meiner Sicht ist in dieser Episode aber Sunny gewesen, als sie Archie erklärt, das Baby behalten zu wollen: "Feels like 80 [%] but I take it." Sie ist sehr direkt, witzig und schlagfertig und das macht sie sehr sympathisch. Denn bei allem Selbstbewusstsein strahlt sie trotzdem auch eine Unsicherheit aus, weil sie sich nur auf sich selbst verlassen kann. Da freue ich mich auf mehr.

#1.03 ???

Review folgt...

#1.04 ???

Review folgt...

#1.05 ???

Review folgt...

#1.06 ???

Review folgt...

#1.07 ???

Review folgt...

#1.08 ???

Review folgt...

#1.09 ???

Review folgt...

#1.10 ???

Review folgt...

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Emil Groth - myFanbase

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