Serienentdeckungen 2012

Auch in diesem Jahr haben unsere Autoren einige Serien für dich entdeckt, die ihnen vorher durch die Lappen gegangen waren. Auf diesen Seiten findet ihr die Shows, die wir aufgeholt haben und die uns begeistern konnten - und vielleicht ist der eine oder andere Text auch eine Anregung für euch, sich eine Serie anzusehen oder ihr noch eine Chance zu geben.


Entdeckungen von Nina V.

Misfits

Foto: Misfits - Copyright: polyband
Misfits
© polyband

Da ich ein großer Fan diverser britischer Serien bin, war es eigentlich sehr verwunderlich, dass ich so lange gebraucht habe, bis mir "Misfits" aufgefallen ist. Denn mittlerweile ist in England ja schon die vierte Staffel in vollem Gange, doch irgendwie hatte ich die Serie erst so richtig auf dem Schirm, als ich die DVD-Rezension zur ersten Staffel schreiben durfte. Und es ist so, wie Lena es in ihrer Review geschrieben hat: Die ersten fünf Minuten entscheiden direkt darüber, ob man diese Serie liebt oder sie einfach nur grottenschlecht findet. Tja, und bei mir war es die pure Faszination auf den ersten Blick. Völlig skurrile und abgedrehte Charaktere, gepaart mit einer komplett bizarren Story; "Misfits" ist in jedem Fall sehr speziell und der Fremdschäm-Faktor ist doch enorm hoch, aber es gibt auch nur wenige Serien, bei denen ich bisher aus vollem Herzen so laut lachen musste. Eine neue Generation der Superhelden erobert England und ist dabei so erfrischend peinlich, skandalös rotzig, unglaublich laut und trotzdem absolut liebenswert. Die einzelnen Charaktere sind so genial ausgearbeitet und vor allem unglaublich überzeugend gespielt, so dass man Kelly, Nathan, Simon, Alisha und Curtis einfach direkt ins Herz schließen muss. Mit einem grandiosen Genre-Mix ist "Misfits" ist eine fabelhafte Abwechslung zu den sonst klassischen US-Serien und mit nichts vergleichbar, was ich bisher gesehen habe. Und obwohl "Misfits" so außergewöhnlich speziell ist, konnte ich bereits einige mit diesem Virus anstecken und werde das auch weiterhin tun, denn diese Serie verdient es einfach beachtet zu werden.

Dexter

Foto: Michael C. Hall, Dexter - Copyright: Paramount Pictures
Michael C. Hall, Dexter
© Paramount Pictures

Die Beziehung zwischen mir und "Dexter" war wahrlich keine Liebe auf den ersten Blick. Nachdem ich die erste Staffel gekauft hatte und mir auch direkt angeschaut habe, fand ich es ganz nett, aber eben mehr auch nicht. Irgendwie bin ich nicht auf Anhieb so wirklich mit der bizarren Story und den einzelnen Charakteren warm geworden. Es war okay, aber eben auch nicht so, dass ich nun unbedingt weiterschauen musste. Nachdem es dann aber ein paar Monate später die zweite bis vierte Staffel zu einem unschlagbaren Preis gab, beschloss ich "Dexter" noch eine zweite Chance zu geben. Und siehe da, es hat gefunkt. Denn irgendwie hat der sympathische Serienkiller es dann doch geschafft mich zu begeistern. "Dexter" ist halt schon irgendwie speziell und somit hat es einfach eine Zeit gedauert, bis ich mit den diversen Charakteren warm geworden bin. Denn nicht nur zu dem Hauptprotagonisten, sondern auch zu den anderen Rollenprofilen wie seiner Schwester Debra, seiner Chefin Maria und seinem Kollegen Angel hatte ich nicht auf Anhieb einen wirklichen Zugang gefunden. Mittlerweile liebe ich es, an Dexters verwirrendem und kompliziertem Leben teilhaben zu dürfen und finde die Serie und vor allem Dexters eigenes Verhalten unheimlich spannend. Gerade durch die diversen Voice-Over Szenen bekommt man einen tollen Eindruck in Dexters kaputte Seele und auch wenn nicht alles nachvollziehbar ist, was er tut und denkt, so ist es in jedem Fall unheimlich unterhaltend.

Vampire Diaries

Foto: Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Sehr lange habe ich mich gegen den immer weiter voranschreitenden Vampir-Hype gewährt und bin "Twilight" und eben auch "Vampire Diaries" aus dem Weg gegangen. Und das liegt nicht etwa daran, dass mir dieses Genre nicht gefällt, sondern mehr daran, dass ich jahrelang exzessiver "Buffy"-Fan war und immer noch bin. Für mich und meine Vorurteile war klar, dass ich in dem Bereich schon alles gesehen habe und die diversen Vampir-Geschichten somit nur ein müder Abklatsch meiner ehemaligen Lieblingsserie sein können. Die erste Staffel von "Vampire Diaries" habe ich mir dann gekauft, als Amazon die Aktion "2 TV-Serien für 20 Euro" laufen hatte und ich, mehr aus der Not heraus, "Vampire Diaries" wohl oder übel mitbestellt habe. Danach fristete die Box erst mal ein langweiliges Leben in meinem DVD-Regal, bis ich irgendwann vor lauter Langeweile, die erste Staffel eingelegt habe. Zu behaupten dass ich dann sofort hin und weg war, wäre hier übrigens auch ziemlich übertrieben, denn ich mochte die ersten Folgen nicht wirklich, was leider daran liegt, dass mir die Rollen von Stefan und Elena, gerade in den Anfängen, leider so gar nicht zusagten. Doch dafür sind mir im Laufe der Staffel andere Charaktere wie Damon, Caroline, Matt und Tyler ans Herz gewachsen. Und auch die diversen Storylines waren wirklich spannend, originell erzählt, teilweise ziemlich herzerwärmend und haben mich dann doch mitgerissen. Letztendlich hat "Vampire Diaries" bestimmt nicht die Seriengeschichte neu erfunden oder ist gar so komplex und vielschichtig wie "Buffy", aber es geht ans Herz und weiß den Zuschauer zu fesseln. Auch wenn ich immer noch nicht viel mit Stefan und Elena anfangen kann, hat mich alles andere absolut überzeugt.

Nina V. - myFanbase

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