DVD-Rezension: The Good Place, Staffel 1

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"The Good Place" wurde zwischen 2016 und 2020 für den US-Sender NBC produziert und kam auf 53 Episoden in vier Staffeln. Hierzulande wird die Serie vom Bezahlsender ProSieben FUN und vom Free-TV-Sender sixx ausgestrahlt. Die erste Staffel mit 13 Episoden wurde nun am 4. Februar 2022 auf DVD und Blu-ray veröffentlicht.

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Inhalt

Foto: Kristen Bell, The Good Place - Copyright: justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Justin Lubin/NBC
Kristen Bell, The Good Place
© justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Justin Lubin/NBC

Eleanor Shellstrop (Kristen Bell) wacht eines Tages auf und erfährt, dass sie einen tödlichen Unfall mit einer Reihe von Einkaufswagen hatte und nun im Jenseits bzw. im Good Place aufgewacht ist. Von Michael (Ted Danson), der das Good Place erschaffen hat, erfährt sie, dass es als der grüne Bereich bezeichnet wird, wo gute Menschen hinkommen und dort ihre*n Seelenverwandte*n finden. Allerdings war Eleanor in ihrem Leben auf Erden nicht gerade ein netter Mensch, weshalb sie in die 'Lehre' von Chidi (William Jackson Harper) gehen soll, einem verstorbenen Ethik-Professor, der zudem ihr Seelenverwandter sein soll. Zudem lernt sie noch Jason (Manny Jacinto), Tahani (Jameela Jamil) und die programmierte Datenbank Janet (D'Arcy Carden) kennen und muss damit klar kommen, dass sie nur im grünen Bereich bleiben darf, wenn sie ein guter Mensch wird...

Rezension

Foto: Kristen Bell, The Good Place - Copyright: justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Ron Batzdorff/NBC
Kristen Bell, The Good Place
© justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Ron Batzdorff/NBC

Ehrlich gesagt verwundert es mich ein bisschen, dass ich erst so spät – nach Serienende – auf "The Good Place" aufmerksam geworden bin; laut Beschreibung entspricht das Format nämlich durchaus meinen Geschmack. So richtig kann ich also nicht sagen, woran es letztlich gelegen hat. Ich muss nämlich sagen, dass mir die erste Staffel gut gefallen hat.

Vor allem die Art des Erzählens hat mir gefallen, da Kristen Bells Charakter Eleanor für mich ziemlich facettenreich dargestellt wurde. Aber bevor ich darauf näher zu sprechen komme, hat sich mir natürlich beim Schauen die Frage gestellt, wie man denn ein guter Mensch wird oder was einen guten Menschen ausmacht. Gute Taten? Freundlichkeit? Hilfsbereitschaft? Uneigennütziges Handeln? Wahrscheinlich ist es ein Mix aus all diesen Sachen. Bei Eleanor greifen all diese Sachen nicht unbedingt, was man sehr gut in Flashbacks erkennen kann und hier muss ich sogar sagen, dass es mir gefallen hat, dass Bell auch ihre jüngeren Ichs dargestellt hat. Eleanor ist ziemlich ironisch, sarkastisch, egoistisch und flucht sehr gerne und viel. Bis auf das egoistische Verhalten, bin ich ihr doch ziemlich ähnlich. Das 'Problem', was sich im Good Place für sie ergibt, ist zum einen, dass sie nicht fluchen kann, da die Fluchworte immer verharmlost werden und dass sie gute Taten vollbringen muss und nicht lästern darf, sonst werden diese sozusagen von 'Oben' sofort bestraft, was beim Anschauen echt amüsant ist.

Foto: William Jackson Harper & Kristen Bell, The Good Place - Copyright: justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Justin Lubin/NBC
William Jackson Harper & Kristen Bell, The Good Place
© justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Justin Lubin/NBC

Mit Chidi hat Eleanor einen Seelenverwandten an ihre Seite gestellt bekommen, der das komplette Gegenteil ist, weshalb er sie quasi in die 'Lehre' nimmt, ein besserer Mensch zu werden, doch so einfach ist das nicht und Chidi hat alle Hände voll zu tun, Eleanors Missetaten wieder zu bereinigen. Hier kann man sehr gut das Sprichwort anbringen 'Gegensätze ziehen sich an', da sie sich wirklich gut ergänzen und Eleanor dadurch immer öfter an ihre Taten auf Erden nachdenkt und nach und nach tatsächlich ein besserer Mensch wird, der nicht nur mit Chidi Freundschaft schließt, sondern auch mit Tahani, Jason, wobei dieser anfangs ein stiller Mönch namens Jianyu Li war, was eine Verwechslung gewesen ist und er eigentlich Amateur-DJ war, und Janet.

Ich fand interessant, wie sich die Charaktere und die Konstellationen im Verlauf der ersten Staffel entwickelt haben. Gerade mit Jason und Tahani hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten, um mit ihnen warm zu werden, doch gerade Letztere habe ich in den letzten Episoden ins Herz geschlossen. Die letzten Episoden haben es meiner Meinung nach sowieso in sich gehabt, da sich das Blatt so genial gewandelt hat, dass ich mit den Entwicklungen und dem Ausgang der ersten Staffel nicht gerechnet habe und dass es eigentlich auch zeigt, wie (leicht) manipulierbar man doch ist oder sein kann.

Foto: Ted Danson & D'Arcy Carden, The Good Place - Copyright: justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Justin Lubin/NBC
Ted Danson & D'Arcy Carden, The Good Place
© justbridge entertainment GmbH; 2016 NBCUniversal Media, LLC; Justin Lubin/NBC

Nachdem ich bereits das Schauspiel von Kristen Bell gelobt habe, weil ich es wirklich genossen habe, wie unterschiedlich sie die beiden 'Versionen' ihrer Figur gespielt hat, muss ich auch D'Arcy Carden als Janet loben. Ihre Rolle der programmierten Datenbank, die Freundlichkeit und die Menschlichkeit als ihre oberste Priorität ansieht, war in dem Sinne genial, weil sie immer gelächelt hat und die ganzen Bewegungen wie die eines Roboters sind. Zuletzt muss ich auch auf das Schauspiel von Ted Danson zu sprechen kommen. So richtig konnte ich mir den Schauspieler in einer Comedyserie nicht vorstellen, was vielleicht auch daran liegt, dass ich ihn vor allem mit seiner Rolle aus "CSI: Vegas" in Verbindung bringe, aber ich muss sagen, dass ich sein Schauspiel in vollen Zügen genossen und mich gut unterhalten gefühlt habe.

Specials & Technische Details

Foto: The Good Place - Copyright: justbridge entertainment GmbH
The Good Place
© justbridge entertainment GmbH

Leider sucht man hier vergebens die Specials, da keine vorhanden sind. Schade, da man gerade hier sicher einige Outtakes hätte, die man als Bonusmaterial hätte anbieten können.

Erscheinungstermin: 4. Februar 2022
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 5 Stunden (13 Episoden)
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch (DD 5.1 Surround), Englisch (DD 5.1 Surround)

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Fazit

Die erste Staffel von "The Good Place" hat mir viel Spaß bereitet, da man auch hier wunderbar ohne Lachkonserve ausgekommen ist und man trotzdem einiges zum Schmunzeln, Grinsen oder gar Lachen hatte. Mit dem Cast hat man auch alles richtig gemacht, genauso wie mit dem Cliffhanger am Ende der Staffel. Dieser lädt automatisch zum Weitergucken ein.

"The Good Place" ansehen:

Daniela S. - myFanbase

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