DVD-Rezension: Nashville, Staffel 5

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In den USA wurde die fünfte Staffel von "Nashville" vom 15. Dezember 2016 bis zum 10. August 2017 beim US-Sender CMT ausgestrahlt. In Deutschland strahlte der Bezahlsender FOX die Staffel vom 6. Juni 2017 bis zum 26. September 2017 in Doppelfolgen aus. Seit dem 31. Januar 2020 sind die 22 Episoden nun auch im deutschen Markt auf DVD erhältlich.

Inhalt

Foto: Hayden Panettiere, Nashville - Copyright: Spirit Media; Mark Levine
Hayden Panettiere, Nashville
© Spirit Media; Mark Levine

Nach dem gefährlichen Flugzeugabsturz hat Juliette (Hayden Panettiere) eine göttliche Offenbarung und trifft dabei auf Hallie (Rhiannon Giddens), mit der sich ihr Leben und ihre Musik komplett zu ändern scheinen, bis Juliette wieder in ihre alten Verhaltensmuster fällt, womit sie Freundschaft zu Maddie (Lennon Stella) und Deacon (Charles Esten) aufs Spiel setzt. Maddie setzt ihren Ruf ebenfalls aufs Spiel, nachdem sie ihren neuen Freund Clayton (Joseph David-Jones) vor der Polizei verteidigen will. Das Leben von Scarlett (Clare Bowen) ändert sich, als sie Gefühle für den englischen Produzenten Damien (Christian Coulson) entwickelt und von ihm schwanger wird. Aber auch Deacon, Maddie und Daphne (Maisy Stella) werden von einer familiären Tragödie überrollt, von der sie sich nur schwer und jeder auf seine eigene Weise erholen. Währenddessen möchte Zach (Cameron Scoggins) Highway 65 verändern, was vollkommen aus dem Ruder läuft.

Rezension

Nachdem ABC beschlossen hat, "Nashville" nach vier Staffeln abzusetzen, wurde lange darum gekämpft, dass die Serie fortgesetzt wird. Schließlich hat sich mit CMT tatsächlich ein Sender gefunden, der sich dazu bereit erklärt hat, eine fünfte Staffel zu produzieren. Letztlich brachte die fünfte Staffel große Veränderungen mit sich, die sich auf viele Charaktere, deren Verhalten und die Storylines ausgewirkt hat.

Betreffend Juliette fand ich das Ganze wirklich interessant. Nicht nur, dass sie dabei den Weg zur Kirche und damit auch zu Gott gefunden hat, sondern dass man ihren Genesungsprozess über einen langen Zeitraum begleiten konnte und man ihn nicht schnell durchgezogen hat. Dadurch konnte man die eine oder andere neue Seite an Juliette kennen lernen. Allerdings bedauere ich es sehr, dass sie wieder in alte Muster verfallen ist, wodurch man vieles wieder kaputt gemacht hat. Hier hätte ich mir gerne eine andere Entwicklung gewünscht. Wobei man durch das Staffelfinale Potenzial für die finale Staffel hat. Was man daraus macht, ist die zweite Frage.

Foto: Joseph David-Jones & Lennon Stella, Nashville - Copyright: Spirit Media; Mark Levine
Joseph David-Jones & Lennon Stella, Nashville
© Spirit Media; Mark Levine

Interessant fand ich auch Maddies Verbindung zu Clayton und deren Entwicklung dabei. Das Thema Anderssein wird gerade dabei in einem völlig anderem Licht dargestellt und zeitweise fand ich es wirklich 'anstrengend' für mich, dabei zuzusehen. Es lag ganz einfach daran, weil man mit jeder weiteren Episode in dieser Thematik, das Gefühl hatte, dass es kein gutes Ende nehmen würde.

Wirklich einschneidend und verändernd war die familiäre Tragödie von Deacon, Maddie und Daphne. Dies schockierte nicht nur die Drei, sondern auch die Fans und ich persönlich frage mich seither, ob diese gravierende Veränderung innerhalb der Serie vielleicht doch der Anfang vom Ende für "Nashville" gewesen ist. Natürlich hat die Serie seitdem noch immer emotionale Momente, besonders in den Episoden #5.10 Sie war mein Lied und #5.11 Du fehlst uns jeden Tag, und interessante Storylines, dennoch steht diese Frage für mich seitdem im Raum.

Foto: Connie Britton & Charles Esten, Nashville - Copyright: Spirit Media; Mark Levine
Connie Britton & Charles Esten, Nashville
© Spirit Media; Mark Levine

Neben Juliette gibt es nämlich noch Scarlett und Gunnar (Sam Palladio) bei denen ich mir nicht sicher bin, was ich von ihrer ständigen on/off-Beziehung halten soll. Die beiden funktionieren durchaus gut zusammen als Freunde. Ob sie aber langfristig als (dauerhaftes) Paar unterhalten können, bezweifle ich eher. Mit Damien hat man einen interessanten Charakter für die beiden in die Serie geschrieben, durch den man besonders Scarlett nochmals von einer anderen Seite gesehen hat und die mir wirklich gut gefallen hat. Allerdings war ich auch hier über die Entwicklung ziemlich bestürzt. In den vergangenen Staffeln konnte man mitverfolgen, wie stark Scarlett ist und wie großartig sie Verluste, Katastrophen oder andere Dinge meistert. Da hätte ich nicht noch gebraucht, dabei zuzusehen, wie sie einen erneuten, ganz persönlichen Verlust verkraften muss. Scarlett ist in meinen Augen eine der Charaktere der Serie, die auch endlich einmal dauerhaftes Glück verdient hätte.

Nach dem Ausstieg von Oliver Hudson alias Jeff Fordham in der vergangenen Staffel braucht es einen neuen Antagonisten und in Staffel 5 heißt dieser Zach Welles. So richtig kann man ihn aber letztlich nicht mal als Antagonisten bezeichnen, auch wenn er natürlich Dinge für (und gegen) Highway 65 getan hat, bei denen man sich nach dem Warum fragt. Dennoch scheint Zach eben jemand zu sein, der nicht mehr alleine sein möchte. Einen ziemlich guten Kontrast zu ihm bildet Jessie (Kaitlin Doubleday). Diese hat zwar auch ihr Päckchen zu tragen, kommt dabei trotzdem sehr sympathisch rüber, dass ich auf den weiteren Verlauf mit ihr gespannt bin.

Specials & Technische Details

Foto: Copyright: Spirit Media
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Leider müssen die Fans auch dieses Mal auf Bonusmaterial verzichten, was ich nach wie vor sehr schade finde.

Erscheinungstermin: 31. Januar 2020
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 948 Minuten
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch

Fazit

Staffel 5 von "Nashville" wartet mit der ein oder anderen Veränderungen auf, die teils durchaus schockierend ist und bei der ich mir nicht sicher bin, ob sie der Serie gut getan hat. Trotz dessen gibt es einige tolle Episoden, Szenen und Momente, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Daniela S. - myFanbase

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