DVD-Rezension: The Flash, Staffel 1

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Mit dem Spin-Off der sich nun in der vierten Staffel laufenden Superhelden-Serie "Arrow" hat der kleine Sender The CW einen richtigen Hit gelandet. Nicht nur ist "The Flash" momentan die bestlaufende Serie des Senders und bricht dort alle Rekorde, auch wurde durch den Erfolg der beiden Serien sogar schon ein weiteres Spin-Off mit dem Titel "Legends of Tomorrow" aus dem Boden gestampft. Seit dem 29. Oktober 2015 erhält man die erste Staffel dieser Erfolgsserie um den schnellsten Menschen auch im deutschen Handel und der Kauf dieser DVD kann ich allen Fans von Superheld- und Actionserien nur wärmstens ans Herz legen.

Inhalt

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Grant Gustin, The Flash
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Mit elf Jahren musste Barry Allen zusehen, wie seine Mutter von einer übernatürlichen Erscheinung umgebracht wurde. Als er ihr helfen wollte, wurde er von etwas oder jemandem aus dem Haus geschafft und sein Vater wurde später für den Mord an seiner Ehefrau verhaftet und ins Gefängnis von Central City, Iron Hights, verfrachtet. Der elfjährige Barry wurde daraufhin von einem Freund seines Vaters, dem Polizisten Joe West, bei sich aufgenommen und lebte von da an bei ihm und dessen Tochter Iris West.

14 Jahre später arbeitet Barry bei der CSI Abteilung der Polizei von Central City. Sein leiblicher Vater sitzt immer noch in Iron Hights ein und Barry pflegt eine innerliche Beziehung zu seinem Ziehvater Joe. Auch zu Iris hat Barry ein freundschaftliches Verhältnis, obwohl von seiner Seite aus mehr als nur freundschaftliche Gefühle bestehen, Iris davon aber nichts weiß und auch nicht so empfindet. Durch die Explosion des Teilchenbeschleunigers von STAR L.A.B. wird Barry von einem Blitz getroffen und fällt monatelang in ein Koma. Während diesem wird er in der Einrichtung STAR L.A.B. von Harrison Wells, Cisco Ramon und Caitlin Snow gepflegt. Als Barry schließlich erwacht, stellt er fest, dass er übersinnliche Fähigkeiten hat und sich unglaublich schnell bewegen kann.

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Grant Gustin, The Flash
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Von da an kämpft er an der Seite von Wells, Cisco und Caitlin gegen andere Menschen, die durch die Explosion zu Metahumans geworden sind und im Gegensatz zu Barry nicht nur gutes im Sinn haben. Als Joe von Barrys Kräften und seinem Kampf gegen die anderen Metahumans erfährt, ist er zuerst nicht begeistert, wird dann aber schnell zu einem wichtigen Mitglied des Teams und zu der Verbindung dessen zur Polizei. Iris wird zu ihrem eigenen Schutz über die Identität des Flash im Dunklen gelassen, hegt aber eine Faszination für den roten Streifen, wie sie ihn vorerst nennt und veröffentlicht auf ihrem Blog immer wieder Artikel über ihn.

Während dem Kampf gegen die anderen Metahuman kommen immer mehr Verdächtigungen gegen Harrison Wells auf, dass er nicht derjenige ist, als den er sich ausgibt und seine Motivation Barry zu helfen, vielleicht einen ganz anderen Ursprung hat. Schließlich kommt das ganze Team der wahren Identität von Wells auf die Schliche und Barry muss neben dieser schockierenden Entdeckung eine schwierige Entscheidung treffen, die nicht nur seine Zukunft maßgeblich verändern könnte.

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Rezension

Foto: Carlos Valdes, Danielle Panabaker & Emily Bett Rickards, The Flash - Copyright: 2015 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved
Carlos Valdes, Danielle Panabaker & Emily Bett Rickards, The Flash
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Nach dem Erfolg von "Arrow" hat sich The CW entschieden, ein Spin-Off ins Rennen zu schicken. Dass diese Entscheidung richtig war, beweisen die seit der Premiere im Herbst 2014 andauernden Rekordquoten, welche "The Flash" dem kleinen Sender beschert. Ein Faktor des Erfolges ist sicherlich, dass man nicht versucht hat, die Mutterserie mit einem anderen Helden zu kopieren, sondern dass man sich dazu entschieden hat, dass die neue Serie zwar im selben Universum spielt, sich aber sowohl durch die Charaktere, wie auch durch den Umstand der Kräfte des Helden deutlich von der Mutterserie unterscheidet. So hat Barry Allen nämlich im Gegensatz zu Oliver Queen wirklich Superkräfte, die ihm durch die Explosion des Teilchenbeschleunigers verliehen wurden und auch die Gegner des Flash sind mehrheitlich solche mit ähnlichen Eigenschaften, was heißt, dass sich "The Flash" im Gegensatz zu "Arrow" vermehrt im Bereich des Übersinnlichen bewegt. Auch die Leichtigkeit und die Helligkeit mit der "The Flash" daherkommt unterscheidet sich stark von "Arrow", welches mehrheitlich düster und dunkel rüberkommt. So spielt sich "The Flash" nicht nur vermehrt tagsüber ab, sondern auch der Held Barry Allen hadert viel weniger mit seiner Aufgabe als Oliver Queen und findet vor allem in der ersten Hälfte der Staffel richtiggehend Gefallen daran ein Held zu sein. Vielleicht auch deswegen weil er vorher eher unsichtbar gewesen ist.

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Jesse L. Martin & Candice Patton, The Flash
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Doch natürlich ist bei "The Flash" auch nicht alles sonnig und schön, im Gegensatz. Barry musste als kleiner Junge mitansehen, wie jemand oder etwas seine Mutter getötet hat und sein Vater später dafür ins Gefängnis gesteckt wurde. Seit diesem Zeitpunkt hat es sich Barry zur Aufgabe gemacht die Unschuld seines Vaters zu beweisen und den Tod seiner Mutter zu erklären. Dieser Handlungsstrang verschafft der Serie natürlich einerseits einiges an Spannung, da sich diese Story über die gesamte Staffel hinwegzieht, anderseits aber auch großartige Charaktermomente zwischen Barry und Joe West, welcher sich seit dem Mord von Nora Allen und der Verhaftung von Henry Allen um Barry gekümmert hat und für diesen eine Art Ersatzvater geworden ist. Die Szenen zwischen diesen beiden Charakteren können sowohl sehr emotional wie auch witzig sein und gehören mit Sicherheit zu den besten der ganzen Staffel, was sicherlich auch an der grandiosen Chemie zwischen Grant Gustin und Jesse L. Martin liegt.

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Tom Cavanagh & Danielle Panabaker, The Flash
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Und auch wenn mehrheitlich Barry Allen im Mittelpunkt der Serie steht, werden die anderen Charaktere, die rund um ihn aufgebaut werden, keineswegs vernachlässigt, im Gegenteil. Jeder von ihnen erhält Tiefe und seine Geschichte sowie seine Wichtigkeit für die Serie beziehungsweise das Team wird betont. Die Beziehungen der Charaktere untereinander werden grandios umgesetzt, sei es nun diejenige zwischen Barry und Joe, die ich bereits erwähnt habe, oder beispielsweise diejenige zwischen Caitlin und Cisco, zwei Freunde, die schon länger Zusammenarbeiten und während der Explosion des Teilchenbeschleunigers in Form von Ronnie den Verlobten beziehungsweise guten Freund verloren haben. Und nicht zu vergessen ist Harrison Wells, der Mann, der dem Zuschauer eigentlich von Anfang an öfters etwas suspekt vorkommt, man jedoch nicht darum rumkommt, dass man ihn mag und öfters auch mit ihm sympathisiert. Sein liebenswerter Umgang mit Barry, Cisco und Caitlin gepaart mit der Geheimniskrämerei geben dem Charakter eine wahnsinnige Faszination, die von den Serienmachern im weiteren Verlauf der Staffel auf die Spitze getrieben wird und eigentlich zusammen mit seiner Beziehung zu Barry den großen Handlungsbogen der Staffel darstellt, welcher schlussendlich auch in einem schockierenden, actiongeladenen und teilweise auch traurigen Cliffhanger endet. Ein Cliffhanger der beim Zuschauer vor allem eines hervorruft: Lust auf mehr, mehr Flash, mehr Barry Allen, mehr Metahumans, kurz gesagt mehr Episoden dieser grandiosen Serie.

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Wentworth Miller, The Flash
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Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Gastdarsteller sowie auf die Crossover mit der Serie "Arrow" eingehen. Die Crossovers waren etwas, auf das ich mich zu Beginn der neuen Serie besonders gefreut habe und ich wurde nicht enttäuscht. Weder von den "kleinen" Gastauftritten von Oliver Queen, Felicity Smoak und Co. noch von dem großen Crossoverevent, das sich über zwei Folgen (eine in "The Flash" und eine in "Arrow") zieht. Beide Serien wurden schön aufeinander abgestimmt und die Chemie der verschiedenen Darstellern stimmt hervorragend, auch hier bekommt man richtiggehend Lust auf mehr. Bei den Gastdarstellern der ersten Staffel möchte ich hier vor allem Wentworth Miller und Dominic Purcell erwähnen, die als Captain Cold und Heat Wave als unglaublich geniales Gespann und Gegner von Flash auftreten. Nicht nur, dass die beiden "Prison Break" Darstellern in ihren neuen Rollen vollends überzeugen können, auch die kleinen Anspielungen auf ihre Erfolgsserie rund um den Gefängnisausbruch, machen diese Episoden unvergessen.

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Grant Gustin, Danielle Panabaker & Carlos Valdes, The Flash
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Die DVD-Box beinhaltet alle 23 Episoden der ersten Staffel verteilt auf fünf Discs, welche etwas unspektakulär bedruckt sind. Die einzelnen DVD's befinden sich in einem Slimcase auf welchem auf der Vorderseite ein Bild des Flash zu sehen ist. Auf der Rückseite befinden sich eine Kurzzusammenfassung der ersten Staffel sowie eine Auflistung der Specials, welche die Box beinhaltet. Innerhalb der Hülle findet sich eine beidseitig bedruckte kleine Broschüre, in welcher die einzelnen Folgen mit einem Kurzteaser aufgeführt sind. Im Weiteren ist dort auch der Hauptcast mit Bildern sowie den Darsteller- und Charakternamen zu finden. Das DVD-Menu wird von der Titelmusik der Serie begleitet und zeigt als Hintergrund den rennenden Flash. Auf fast allen DVD's sind nicht verwendete Szenen zu finden und die vierte und fünfte DVD beinhalten außerdem noch diverse andere Extras. Da spricht beispielsweise Mark Hamil über die Rückkehr des Tricksters und seine Faszination für diese Figur. Außerdem zieht er zusammen mit John Wesley Shipp Vergleiche zu seinem Auftritt als Trickster in der ersten "The Flash" Serie aus dem Jahre 1990. Weiter gibt es ein Special zu dem schnellsten Menschen der Welt und zu den Special Effects von "The Flash". In ersterem erläutern Kreisberg und Berlanti ihre langjährige Faszination für den Comichelden Flash und zusammen mit dem restlichen Team sprechen sie über ihre Gedanken und Pläne zur Serie. Im zweiten Special kann man sich als Zuschauer ein Bild machen, wie und mit welchen Special Effects gearbeitet wird, was wirklich sehr interessant anzusehen ist. Ganz witzig ist auch das Special, welches einen kurzen Ausschnitt aus Grant Gustins Probeaufnahmen für seine Rolle als Flash zeigt, bei denen auch Emily Bett Rickards anwesend war. Und zum Schluss zeigt ein Special auch noch Ausschnitte aus der DC-Comic-Nacht auf der Comic-Con 2014. Die Specials dauern je nachdem zwischen 5 Minuten bis zu einer halben Stunde und sind wirklich zu empfehlen. Sie sind alle in englischer Sprache, Untertitel in Deutsch stehen aber zur Verfügung.

Technische Details

Erscheinungstermin: 29. Oktober 2015
Originaltitel: The Flash
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: 940 Minuten (23 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen/Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Niederländisch, Portugiesisch
Extras: Verpatzte Szenen, nicht verwendete Szenen, Making-Of: Die Rückkehr des Tricksters, Der schnellste Mensch der Welt, Die Special Effects von "The Flash", Die Chemie zwischen Emily und Grant Probeaufnahmen, Die DE-Comic-Nacht auf der Comic-Con 2014: Vorstellung von "Gotham", "The Flash", "Constantine" und "Arrow".

Fazit

Foto: Grant Gustin, The Flash - Copyright: 2015 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved
Grant Gustin, The Flash
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"The Flash" konnte von der ersten bis zur letzten Folge in der ersten Staffel überzeugen und zwar sowohl storytechnisch wie auch in Sachen Charakterarbeit. Für Fans von Superheldenserien ist der Kauf der erste Staffel von "The Flash" ein Muss. Doch auch bei Liebhabern der Serie "Arrow" oder solchen, die sich gerne Actionserien ansehen, ist diese Staffel etwas, das im DVD-Regal nicht fehlen darf.

Maria Schoch - myFanbase

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