Doogie Kamealoha, M.D. - Review des Piloten

Foto:

Reboots sind schon längst keine Überraschung mehr in der Serienlandschaft. Kein Wunder also, dass immer mehr Sender und vor allem Streamingdienste auf diesen Zug aufspringen. Mit "Scott & Huutsch" hat sich der noch recht junge Streamingdienst Disney+ einen ersten Klassiker gekrallt. Doch damit hatte man offenbar noch nicht genug und hat sich mit "Doogie Kamealoha, M.D." an einem Reboot der 90er Serie "Doogie Howser, M.D.", was den späteren "How I Met Your Mother"-Star Neil Patrick Harris bekannt gemacht hat, versucht. Ob dieser Versuch mit dem Pilot der erste Schritt zum Erfolg war oder ob es zum Scheitern verurteilt ist, erfahrt ihr jetzt.

"Doogie Kamealoha, M.D." ansehen:

Foto: Peyton Elizabeth Lee, Doogie Kamealoha, M.D. - Copyright: Disney+
Peyton Elizabeth Lee, Doogie Kamealoha, M.D.
© Disney+

Ich kenne die Originalserie nicht, sondern nur Ausschnitte. Ich persönlich finde das nicht schlimm, da man eben ohne große Erwartungshaltungen ist und man wahrscheinlich weniger enttäuscht werden kann. Obwohl ich "Doogie Howser M.D." nicht kenne, ist mir natürlich der Inhalt bekannt: Ein Wunderkind, das mit gerade mal 16 Jahren Arzt ist und somit ein ganz besonderer Teenager ist. Wir schreiben das Jahr 2021 und es ist vollkommen natürlich geworden, dass man nun vermehrt Frauen ins Zentrum des Geschehens stellt. Das mag vielleicht ein bisschen negativ klingen, so ist es aber nicht gemeint. Denn für mich zählt vor allem, ob mir das Gesamtpaket gefällt und hier kann ich definitiv sagen: Oh ja und wie!

Mit Lahela Kamealoha (Payton Elizabeth Lee) stellt man eine 16-jährige Teenagerin ins Zentrum, die bereits Ärztin ist und als Wunderkind gilt. Doch ganz so leicht hat sie es nicht. Ihre Chefin Dr. Clara Hannon (Kathleen Rose Perkins) im Krankenhaus ist auch gleichzeitig ihre Mutter zu Hause und ganz locker ist Clara weder beruflich noch privat. Vor allem vermischt sie gerne mal das Muttersein und die Ärztin, was zwar im Piloten für den ein oder anderen Schmunzler sorgt, aber für Lahela doch etwas peinlich ist.

Externer Inhalt

An dieser Stelle ist Inhalt von einer anderen Website (z. B. YouTube, Twitter...) eingebunden. Beim Anzeigen werden deine Daten zu der entsprechenden Website übertragen.

Externe Inhalte immer anzeigen | Weitere Informationen

Wie gesagt ist Clara nicht die Mutter, die auch mal lockerer ist, wenn es um die Wünsche ihrer Tochter geht. Denn Lahela würde nicht nur gerne auf den Schulball gehen, sondern auch etwas länger als 23 Uhr bleiben, doch genau das wird ihr verweigert. Irgendwie kann ich Clara sogar verstehen, denn Lahela hat als so junge Ärztin durchaus viel Verantwortung, dennoch hätte sie ihr ruhig eine halbe Stunde geben können. Schließlich war sie auch einmal jung und verliebt und ihrer Tochter geht es nicht viel anders mit Walter (Alex Aiono). Wer weiß? Ich könnte mir vorstellen, dass die beiden doch noch zusammen kommen. Gerade jetzt, wo Lahela eine schwierige Zeit durchmacht.

Ich finde es wirklich großartig, wie die Serie den Spagat zwischen Lahela der Ärztin und Lahela der Teenagerin schafft und wie gut Lee es schafft, die beiden Seiten ihrer Figur darzustellen. Ist sie als Ärztin im Krankenhaus, hat sie Durchsetzungsvermögen und kann sich souverän behaupten. Ist sie aber nur der Teenagerin, merkt man ihr an, dass sie noch in sich reifen muss, aber das ist gar nicht schlimm, denn genau das macht Lahela in meinen Augen so überzeugend und authentisch.

Partnerlinks zu Amazon

Wobei natürlich gerade nach Wills (Barry Bostwick) plötzlichem Tod die Grenzen dann doch etwas verschwommen sind, was ich absolut nachvollziehen konnte. Mich hat es auch gefreut, dass sie ihr Versprechen ihm gegenüber eingehalten hat. Allerdings wird dieser Verlust sie nicht nur prägen, sondern auch lange begleiten, wo sie sowohl Walter als auch ihre Mutter an ihrer Seite braucht. Die Szene im Krankenhaus zwischen Mutter und Tochter fand ich großartig, denn da war Clara genau die Mutter, die Lahela sich gewünscht hat und Kathleen Rose Perkins spielt ihre Rolle besonders in den winzigen Momenten, wo sie vor allem mit der Mimik arbeitet, hervorragend.

Lahelas restliche Familie, bestehend aus ihrem Vater Benny (Jason Scott Lee), ihrem älteren Bruder Kai (Matthew Sato) als auch jüngeren Bruder Brian (Wes Tian), spielen in dieser ersten Episode erst einmal eine scheinbar untergeordnete Rolle. Allerdings fällt bei Benny durchaus auf, dass er der lockerere Elternteil ist und ebenso fällt auf, dass Lahelas Freundin Steph (Emma Meisel) etwas für deren Bruder Kai empfindet, was noch interessant werden könnte.

"Doogie Kamealoha, M.D." ansehen:

Fazit

"Doogie Kamealoha, M.D." kann nicht nur durch die Gegend und die sonnige Atmosphäre überzeugen, sondern vor allem durch den Inhalt und den Cast. Besonders die beiden Hauptdarstellerinnen Payton Elizabeth Lee und Kathleen Rose Perkins können mit ihrer Darstellung punkten. Ich persönlich freue mich wahnsinnig auf die restlichen Episoden.

Daniela S. - myFanbase

Zur "Doogie Kamealoha, M.D."-Übersicht

Kommentare