Bewertung: 6

Review: #6.04 Psych-Man Forever

Nach "Hangover" in #6.02 Last Night Gus und dem Vampirhype in der letzten Episode ist in #6.04 The Amazing Psych-Man and Tap-Man nun das Superhelden-Genre dran. "Psych" bleibt seiner bisherigen Linie treu und veräppelt wieder einmal ein gesellschaftliches Phänomen.

I mean, if you were a regular guy solving these crimes, that'd really be impressive.

Ein maskierter Rächer macht der Polizei in Santa Barbara das Leben schwer. Naja, eigentlich macht er der Polizei das Leben relativ leicht, denn er ist ihnen immer einen Schritt voraus und nimmt im Alleingang fast ein komplettes Drogensyndikat hops. Dieses Mal sieht nicht nur die Polizei alt aus, auch Shawn kämpft damit, dass der maskierte Rächer ihn alt aussehen lässt. Und als er auch noch sieht, dass Juliet den maskierten Mann sogar schon ein wenig bewundert, wird er eifersüchtig.

Einmal mehr sieht man, wie abhängig Shawn doch von seinem Publikum ist. Ihm ist es nicht genug, Verbrecher dingfest zu machen, er will, dass die Leute ihm danken und ihn für seine Arbeit bewundern. Allen voran Juliet. Natürlich spielt sie mit Shawn durchweg in der Episode, da sie merkt, dass es ihm überhaupt nicht recht ist, dass es da draußen jemanden gibt, der ihn bei seiner Paradedisziplin, dem Verbrechen auflösen, ausstechen kann.

Die Beziehung der beiden kommt immer noch zu kurz. Obwohl Steve Franks bereits andeutete, dass er die beiden keineswegs in den Mittelpunkt bringen will, so würde es doch niemandem schaden, wenn es in der Show ein klein wenig mehr Romantik zwischen den beiden Hauptcharakteren gäbe. Das gemeinsame Abendessen und der kleine Kuss zwischen Shawn und Juliet war schon ein ganz guter Anfang, immerhin weiß man nun, dass Shawn und Juliet noch ein Paar sind und anscheinend auch ganz gut harmonieren.

Nobody steals on the Catch, Gus, nobody.

Der eigentliche Fall ist dieses Mal eigentlich nicht der rede wert (wieder einmal). Es ist erneut das drumherum, das den Zuschauer bei Laune halten will. Und da auch Superhelden wieder total in Mode sind, egal ob Superman, Batman oder Spiderman, so erfindet man bei "Psych" mal eben einen Superhelden namens "The Mantis".

Wie es sich für einen guten Superhelden gehört, ist er der Polizei immer einen Schritt voraus, verfügt anscheinend über übermenschliche Kräfte und verschwindet so schnell, wie er gekommen ist. Und dann stellt er sich als der Allerweltskerl heraus, der sich sonst als zweitklassiger Journalist seine Brötchen verdient. Also leider nichts neues an dieser Front. Höchstens, dass sich der Held am Ende als von der Macht korrumpiert darstellt und eigentlich "der Böse" ist. Ein Superheldenepisode also ohne richtigen Bösewicht und am Ende auch ohne Superhelden, auch wenn Shawn mit "The Catch" aufrichtig versucht, selbst ein Superheld zu sein, daran aber grandios scheitert.

Gus seltsame Versuche, als "Tap-Man" irgendwie dazuzugehören, zünden nicht recht. Denn bereits in der Rückblende in Shawns und Gus' Kindheit wirkt es ungeheuer lächerlich, als er erklärt, dass er mögliche Verbrecher durch sein Stepptanz-Talent blenden will. Sicherlich, Gus hat so seine Eigenheiten, doch manchmal übertreiben sich die Autoren schon ein wenig, Gus als Loser zu porträtieren.

Die kleine Hommage an die alte Batman-Serie mit all ihren "Poww", "Whiff" und "Zap" ist wirklich süß und auch die Comic-Einspieler haben etwas an sich, doch letztendlich bietet die Episode nicht wirklich viel mehr als ein zu oft gelesenes Comic und plätschert gemächlich dahin.

Fazit

Anscheinend hat "Psych" einen kleinen Hänger. Bereits #6.03 This Episode sucks konnte nicht recht überzeugen und #6.04 The Amazing Psych-Man and Tap-Man macht ihre Sache da nur geringfügig besser. Es fehlt momentan an Witz und Charme, selbst wenn sich die Autoren redliche Mühe geben.

Melanie Wolff - myFanbase

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