Bewertung: 7

Review: #1.08 Glaubensfragen

Foto: Sandra Oh, Grey's Anatomy - Copyright: ABC/Ron Tom
Sandra Oh, Grey's Anatomy
© ABC/Ron Tom

Es geht auf das Staffelfinale zu und der Anfang ist gleich viel versprechend. Meredith ist mit ihrer Beziehung etwas unzufrieden. Genauer gesagt, sie will gerne mehr wissen über ihren Freund, seine Vorlieben, seine Familie und und und… Das ist absolut nachvollziehbar und zeigt, dass Meredith mit Derek eine ernsthafte Beziehung in Erwägung zieht. Dass er sich da bedeckt hält, ist hingegen wohl schon wieder fast typisch männlich. Er sieht das alles eher wie ein Spiel und merkt, dass er dadurch die Zügel in der Hand hat. Dass er sich dann zum Schluss doch noch offenbart und Meredith damit sehr glücklich macht, kam dann aber doch überraschend früh für mich. Ich dachte, dass dieser Konflikt in die letzte Folge der ersten Staffel mitgenommen und nicht so schnell wieder bereinigt wird. Da stellt sich mir nun doch die Frage, was man mit den beiden in der letzten Folge vor hat und ich ahne da Schlimmes. Das Happy End hat es in dieser Episode bereits gegeben. Als Cliffhanger haben sich die Autoren wohl dann doch das Übliche vorgenommen. Man wird es sehen.

Es ist aber auch noch etwas anderes in der Episode passiert, denn es gab wieder unterhaltsame Einzelfälle, die diesmal zeigen sollten, wie schwer es sein kann, Beruf und Privates als Arzt/Ärztin zu trennen. Besonders Cristina hat es da besonders hart getroffen. Sie hat also den Entschluss gefasst, abzutreiben. Das dachte ich mir und es ist auch nachvollziehbar. Das sie dann aber erst von dem Hellseher und dann von dem Ehepaar derart brutal mit dem Thema konfrontiert wird, ist schon nicht einfach für sie gewesen. Dem Hellseher konnte sie noch wegrennen, doch dem Ehepaar dann nicht mehr. Es war sehr bewegend, wie die Mutter sich quasi für das Kind und gegen ihr eigenes Leben entschieden hat. Da ist auch Cristina einiges klar geworden, was man ihr im Gesicht ansehen konnte. Starke schauspielerische Leistung. Bei diesem Handlungsstrang freue ich mich sehr auf die weitere Entwicklung.

Der schon angesprochene Hellseher hat dann auch Izzie ganz schön zu schaffen gemacht. Das war aber auch vor allem dazu gedacht, um seine "Fähigkeiten" zu beweisen. Mir hat gefallen, dass man dann auch auf ihn persönlich eingegangen ist und was ihm das alles bedeutet, statt ihn einfach nur für die Geschichte der Hauptcharaktere zu nutzen.

Alex durfte diesmal auch brillieren. Der koscher lebenden Patientin statt einer Schweineklappe eine Rinderklappe nahe zu legen, hat nicht nur der Patientin selbst geholfen, sondern auch Dr. Burke, der damit auch mal über seinen Schatten springen musste. George musste sich auch mal wieder selbst beweisen und jetzt, wo er sogar intubieren kann, scheint sich auch noch was mit einer Frau zu entwickeln. Schön, dass George mal was zu lachen hat. Die Geschichte mit Meredith hatte ihn schon mitgenommen.

Stellt sich jetzt eigentlich nur noch die Frage, warum Dr. Bailey diesmal nicht so oft zu sehen war. Ich habe sie richtig vermisst. Insofern kann sie das Episodenhighlight auch diesmal nicht für sich in Anspruch nehmen. Das gehört diesmal Derek, der sich mit seiner Offenbarungsrede vor Meredith sicher nicht nur in das Herz von Meredith geredet hat, sondern sicherlich auch sehr viele Seufzer vor den Bildschirmen provozierte.

Fazit

Eine tolle Episode, die nur deswegen Abzüge bekommt, weil etwas das Tempo fehlte, Dr. Bailey zu wenig zu sehen war und sich der Konflikt zwischen Meredith und Derek etwas zu schnell auflöste. Das Staffelfinale darf kommen.

Emil Groth – myFanbase

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