Episode: #6.14 Kopfkino

Alicia bereitet sich auf ein wichtiges Interview vor, das einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung im Rennen um das Amt des Obersten Staatsanwalts haben könnte. Louis Canning legt sich derweil erneut mit Florrick/Agos/Lockhart an, indem er eine Einigung wegen der Zwangsräumung der Büroräume erzielen will.

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Julianna Margulies, Good Wife
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Für Alicia steht ein sehr wichtiges Interview mit dem Editorial Board an, das Frank Prady bereits absolviert hat. Da Alicia wenigen Stunden vor dem Interview heiser ist, verlangt Johnny von ihr, dass sie ihre Stimme schont, denn die Mitglieder des Boards bestehen auf das Interview, so dass sie es nicht absagen können. Johnny stellt daher ihr Handy lautlos und gibt ihr auf ihre Frage nach dem Verlauf von Pradys Interview keine Antwort, um sie nicht zu beunruhigen, woraufhin Alicia annimmt, dass es ein sehr gutes Interview geworden ist.

Als sie alleine in der Wohnung ist, schaut sie sich die ersten Minuten von Pradys Interview an, der eine ihrer Strategien kritisiert. Daraufhin überlegt sich Alicia, wie sie bei der Frage im Interview auf den Kritikpunkt reagieren wird. In ihren Gedanken kommentieren Eli und Johnny diese potentielle Antwort. Sie denkt über weitere mögliche Fragen und Antworten nach, bis sie zu der Frage nach der Abtreibung von Zachs Freundin kommt. Der Gedanke daran wühlte sie auf und sie stellt sich ihren Sohn obdachlos vor, der ihr aber versichert, dass es ihm gut gehe. Um sich dessen zu versichern, spielt sie mit dem Gedanken ihn anzurufen, aber in dem Moment bekommt sie einen Anruf von Louis Canning, der einen hohe Schadensersatzsumme wegen der ungerechten Zwangsräumung fordert, andernfalls müsse sie eine eidesstaatliche Erklärung tätigen, die ihrem Wahlkampf schaden würde. Für Alicia ist diese Forderung in Anbetracht von Cannings Krankheit unverständlich, denn ihrer Meinung nach sollte er die ihm noch verbleibende Zeit mit seiner Familie nutzen. In Gedanken spielt sie mit einem Lächeln auf den Lippen die möglichen Verhandlungen für den Vergleich durch.

Diane erklärt, dass die Zwangsräumung notwendig war und dem Gesetz entsprechend durchgeführt wurde, weil einer ihrer Mitarbeiter, Howard Lyman, in den Räumen gearbeitet hat und sie diese selber für ihre eigene Kanzlei brauchte. Canning argumentiert allerdings, dass Howard aber erst zwei Wochen nach der Räumung einen Arbeitsvertrag unterzeichnet hat. Sie verweisen ihn daher auf eine mündliche Absprache, doch Howard kann die Bedingungen des mündlichen Vertrags nicht mehr nennen, weswegen diese hinfällig wäre. Alicia argumentiert aber, dass Canning und David Lee Howard zum Bleiben überreden wollte, weswegen sie die Bedingungen des mündlichen Vertrags von Lyman verstanden und akzeptiert hatten.

Mit dem letzten Argument würde sie ihrer Meinung nach die Verhandlungen gewinnen, so dass sie Canning anruft um ihm ihren Entschluss mitzuteilen. In dem Moment wird sie jedoch stutzig und bittet Canning um mehr Zeit, ehe sie mit Kalinda telefoniert, damit sie den Kontakt von David Lee zu Canning in der letzten Zeit überprüft.

Gleichzeitig bekommt sie einen Anruf von Johnny, der sie dafür rügt, dass sie ihre Stimme nicht schont. Er teilt ihr mit, dass sie ein Problem haben, weil ein Blog behauptet, dass eine Aufzeichnung von Lemond Bishop existiert, indem er sagt, dass sich jemand keine Sorgen wegen einer Verhaftung machen sollte, weil er den nächsten Staatsanwalt gekauft habe. Da die Aussage sehr vage ist, wüsste Alicia im Falle einer Frage danach vorläufig keine Antwort, so dass sich Johnny eine überlegen möchte. Sie stellt sich vor, wie Lemond Bishop diese Aussage am Telefon macht und dann zögert, weil es sechs Monate dauern würde, ehe sie ihr Amt antreten würde. Diese Tatsache zieht Alicia als Antwortmöglichkeit in dem Interview in Betracht, doch in ihrer Vorstellung wird sie dafür von Eli getadelt.

Kalinda meldet sich bei Alicia, weil David Lee und Canning tatsächlich in der letzten Zeit öfter miteinander telefoniert haben, so dass Alicia davon ausgeht, dass Canning der Ansicht sei, dass David Lee für ihn Partei ergreifen würde. In ihren Gedanken beschäftigt sie immer noch die richtige Antwort für das Editorial Board, genauso wie der von Canning verlangte Schadensersatz. So stellt sie sich vor, dass Kalinda von Lemond fordert, sich als finanzieller Unterstützer zurückzuziehen, wobei das natürlich dann verdächtig und wie eine Bestätigung wirken würde.

Cannning behauptet, dass er auf Grund der Zwangsräumung einen wichtigen Klienten an eine andere Kanzlei verloren habe. Nach einigen Gedankenspielen kommt Alicia darauf, dass die andere Kanzlei im fraglichen Zeitraum ebenfalls keine Büroräume hatte, so dass Canning nicht deswegen den Klienten verloren habe. Vielmehr war es so, dass Howard sich bei einem Zusammentreffen mit dem Klienten peinlich verhalten hat.

Nach dieser Lösung für die Schadensersatzforderung wendet Alicia sich wieder ihrer Antwort für das Editorial Board zu und überlegt sich zuzugeben, dass Bishop sie unterstützt, was Eli aber sicherlich kritisieren würde. Alicia ruft den Blog auf und eine Kreditkartenwerbung bringt sie plötzlich dazu, sich an Will und ihre Affäre zu erinnern. Aufgewühlt durch diese Gedanken verlässt sie die Wohnung, weil sie dringend frische Luft braucht. Draußen bekommt sie einen Anruf von Johnny, dem sie sagt, dass sie die Frage, ob ihres Wissens nach Bishop Geld gespendet habe, nicht verneinen kann, woraufhin Johnny ihr deutlich macht, dass sie es sehr wohl tun kann, weil sie nicht mit ihren finanziellen Unterstützern Kontakt haben darf. Bei dieser Unterhaltung stellt sie sich vor, wie sie sowohl mit Johnny als auch mit Finn schläft. Ihr kommt der Gedanke, warum sie Affären und Vorstellungen von diesen haben darf, aber ihrem Ehemann seine übelnimmt.

Auf einem Balkon trifft sie nachts Will an, dem sie sagt, dass sie ihn vermisst. Außerdem äußert sie ihre Bedenken darüber, dass alles zu zerfallen droht und dass sie nicht weiß, was sie tun soll. Will nimmt ihr ihre Zweifel, denn er hält sie für eine starke Person.

In dem Augenblick bekommt Alicia eine SMS von jemandem namens Evan, der schreibt, dass sie nicht aufhören darf, an Gott zu glauben. Bevor Alicia darauf reagieren kann, liest sie eine Antwort von Grace, die mit ihrem Glauben abgeschlossen zu haben scheint. Umgehend ruft sie ihre Tochter an und erfährt, dass nach einem von Zach durchgeführten Update ihre Accounts verbunden wurden. Als sie die SMS erwähnt, sagt Grace, dass diese nicht von Bedeutung war.

Um doch noch einen Schadensersatz zu erhalten, möchte Canning seine Krankheit nutzen. Alicia fragt diesmal genau nach, wie schlimm es aussieht. Tatsächlich leidet Canning unter Nierenversagen und seine Ärzte geben ihm nur noch zwei Monate, wenn er keine neue Niere bekommt.

Canning hat gute Chancen mit seinem Argument der Krankheit erfolgreich zu sein, so dass Alicia tatsächlich in Erwägung zieht ihm ein Teil des Geldes zu zahlen, worüber sich Canning freuen würde, weil er dann gewinnen und sie etwas verlieren würde. Als Alicia von Diane und Cary angerufen wird, teilt sie ihnen ihre Überlegungen mit, die der gleichen Ansicht sind, allerdings musste Canning den Termin absagen, weil er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Alicia wirft einen Blick auf die Uhr und denkt darüber nach, ihn zu besuchen. Sie fragt sich, ob Canning ihr einen Besuch abstatten würde, wenn sie im Sterben läge.

Während Alicia im Krankenhaus wartet, befasst sie sich mit Grace Glaubensverlust und fragt sich, welche Auswirkungen das auf Grace haben wird. Sie stellt sich vor, wie Grace schwanger an Kleber schnüffelt, woraufhin sie in Gedanken eine Diskussion mit dem Autor Richard Dawkins anfängt, der gegen den christlichen Glauben ist. In diese nur in ihrer Vorstellung stattfindende Diskussion schaltet sich Pastor Isaiah Easton ein, der betont wie wichtig der Glaube an Gott für ethische Entscheidungen sei.

Alicia sucht mit Pastor Isaiah Easton Grace auf, damit dieser mit ihr über ihre Probleme spricht. Er stellt dabei Alicia als schlechtes Vorbild dar, weil sie bei dem Interview nicht die Wahrheit sagen will. Seiner Meinung nach heißt das Zugeben von Bishops Wahlkampfspenden nicht unbedingt, dass sie die Wahl verlieren wird. Seiner Anweisung folgend, beantwortet sie die Fragen des Editorial Boards wahrheitsgemäß, die ihre mutige Antwort begrüßen. Auch Grace ist stolz auf ihre Mutter. Allerdings machen Eli, Marissa und Johnny durch das Vorlesen von Schlagzeilen aus der Presse deutlich, wie eine solche Beantwortung der Frage in der Öffentlichkeit ankäme.

Im Krankenhaus wird sie von Simone Canning angesprochen, die sie zu ihren im Koma liegenden Ehemann führt. Auf Alicias Frage, ob sie etwas für sie tun kann, möchte Simone, dass sie betet. Da Alicia aber nicht an Gott glaubt, ruft sie ihre Tochter an und bittet sie darum.

Zuhause unterhält sich Alicia mit Grace, während sie sich für das Interview zurecht macht. Sie gesteht ihre Sorgen darüber, wenn ihre Tochter ihren Glauben verliert, auch wenn sie selbst nichts von Religion hält. Kurz darauf holt Johnny sie ab, aber Alicia ruft noch Zach an. Sie stellt sich vor, wie sie sich beim ihm entschuldigt und ihn in den Arm nimmt. Ihr Sohn kommt jedoch zu spät, um das Gespräch entgegenzunehmen.

Während der Autofahrt spricht Alicia mit Johnny über die richtige Antwort auf die Bishop Frage. Seiner Meinung nach geht es bei der Wahrheit darum, ob man damit Gutes tut. Er hält Alicia für eine Person, die in dem Amt als Staatsanwalt Gutes tun kann, denn durch die gemeinsame Arbeit mit ihr glaubt er an sie. Daraufhin stellt sich Alicia vor, wie Pradys Antwort zu Johnnys Ansicht aussähe.

Alicia fragt Prady, ob er als Staatsanwalt lügen würde, was er verneint. Deswegen sollte er ihrer Meinung nach nicht das Amt erhalten.

In Gedanken verabschiedet sie sich anschließend von Will. Als sie die Mitglieder des Editorial Boards begrüßt, klingt ihr Stimme schon nicht mehr so heiser.

Ceren K. - myFanbase


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