Bewertung: 7

Review: #1.02 Quarterback Nr. 1

Seit der letzten Folge hat sich einiges geändert. Matt muss mit seiner neuen Stellung erst einmal zurecht kommen. Jason erfährt im Krankenhaus, dass er nie wieder laufen wird. Das einzige, was so ziemlich gleich bleibt, ist die naive Lyla und das Beten der Einwohner.

I mean, you're QB1 now!

Das Leben von Matt hat sich drastisch verändert. Nicht nur, dass er viel härter trainieren muss als zuvor, auch die Ralley Girls reißen sich jetzt um ihm. Es ist richtig süß, wie unbeholfen er auf seinen neuen Ruhm reagiert. Es scheint, als hätte er vorher noch keine Erfahrungen mit Beliebtheit gemacht. Als der Coach am Ende zu Matt nach Hause gekommen ist, hat man auch noch einmal eine ganz andere Seite von ihm gesehen: Er wohnt bei seiner Großmutter und kümmert sich offensichtlich auch um sie.
Als Matt und Eric in der Nacht über das Spielfeld gehen, kommt es mir so vor, als würde sich zwischen den Beiden eine Bindung entwickeln. Matt scheint keine richtige Vaterfigur zu haben, da sein Dad im Irak ist. Über seine Mutter wird kein Wort verloren. Und Eric scheint mir wie eine Person, die gern auf andere aufpasst und Menschen unterstützt, die einen schlechteren Rückhalt haben. Das kann interessant werden, wenn zusätzlich noch die Geschichte mit Julie ins Spiel kommt, wie schon in der ersten Folge angekündigt.

You are Jason Street and I am Lyla Garrity and everything will work out just the way we planned it.

Jason liegt im Krankenhaus und kann keinen Finger bewegen. Er wird von seinen Freunden unterstützt und Lyla kümmert sich wirklich rührend um ihn. Ich frage mich nur, ist sie so naiv, wie sie rüberkommt oder will sie für Jason alles Negative ignorieren? Selbst als der Doktor offen gesagt hat, dass Jason niemals wieder laufen kann, möchte sie einen Doktor finden, der alles wieder möglich macht.

Ich habe auch das Gefühl, dass Lyla nicht auf Jason wirklich eingeht. Sie sagt immer, alle sorgen sich um dich und ich liebe dich und so. Aber sie lässt sich nicht einmal auf ein Gespräch ein, indem Jason seine Gefühle ausdrücken könnte. Selbst als er ihr sagt, dass sie über die ganze Situation reden müssen, blockt sie ab. Es kann natürlich eine Abwehrhaltung dagegen sein, ihre Fassade vor Jason nicht zu verlieren. Man sollte als Freundin dennoch mehr auf den Freund eingehen.

We know of a doctor who is greater than any doctor!

Diese Kirchennummer regt mich ein wenig auf. In der ersten Folge schon das Beten vor dem Spiel und jetzt der Pfarrer, der davon überzeugt ist, dass durch die Gebete Jason Street wieder laufend zu ihnen stoßen wird. Ich verstehe ja, dass die Hoffnung in allen ruht und sie nicht an einen möglichen schlimmen Ausgang denken wollen, aber zuviel ist zuviel. Da kann ich Tims Reaktion schon eher nachvollziehen. Er versucht, sich abzulenken und mit seinem Kummer klar zu kommen. Er macht sich nichts vor, daran sollten sich die anderen ein Beispiel nehmen.

Ich glaube, Tim leidet am meisten unter Jasons Unfall. Er schaut sich immer und immer wieder die Szene an, die den Unfall zeigt. Lyla versucht auch alles, um Tim endlich ins Krankenhaus zu bekommen. Er weiß, was ihn im Krankenhaus erwarten wird und traut sich nicht zu, damit umgehen zu können. Man sieht ihm richtig an, wie sehr er unter der ganzen Situation leidet. Ich kann jedoch nicht richtig einschätzen, ob er um Jasons Mobilität trauert oder ob er Angst hat, selbst betroffen zu sein.

We are just here to have fun.

Sehr lustig fand ich den Buch-Club. Tami hatte sowieso keine Lust, sich mit den ganzen Frauen zu treffen und hat sich daran geklammert, dass es ja wenigstens um das Buch geht. Als sie dann ankommt, ist das Lesen Nebensache und eigentlich wird nur Wein getrunken und getratscht. Connie Britton spielt diese Unbehaglichkeit wirklich gut. Erst durch ihr Gesicht wirkt die ganze Szene.

Tami hat ja jetzt auch einen Job an der Schule bekommen und Eric scheint nicht so begeistert zu sein. Mal sehen, wie sich das in den nächsten Folgen entwickelt.

Fazit

Die Folge war ganz gut. Die Darstellung der Charaktere und das Gesamtbild, alles hat gepasst. Ich hätte mir nur gewünscht, dass man sich mehr auf die Gedanken und Gefühle von Jason konzentriert hätte und nicht nur auf die der Menschen, die für ihn da sind.

Sophie Blumengarten - myFanbase

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