Bewertung: 6
Julie Anne Robinson

Mit dir an meiner Seite

Sometimes you have to be apart from the people you love, but that doesn't make you love them any less. Sometimes it makes you love them more.

Foto: Copyright: Touchstone Pictures. All Rights Reserved.
© Touchstone Pictures. All Rights Reserved.

Inhalt

Den ganzen Sommer soll die junge New Yorkerin Ronnie (Miley Cyrus) bei ihrem Vater (Greg Kinnear) verbringen, der seit der Scheidung im entfernten North Carolina am Strand lebt. Die Beziehung der beiden Entfremdeten ist schon allein deswegen problematisch, da Ronnie ihrem Vater die Schuld an der Scheidung gibt und sie aus Wut auf ihn aufgehört hat, Klavier zu spielen. Ronnie war ein riesiges Talent, bevor sie aufhörte, um gegen ihn zu rebellieren. Nun hat sie eine Vorstrafe wegen Ladendiebstahl am Hals und einen Sommer bei ihrem Vater vor sich, der von der ganzen Stadt beschuldigt wird, die schöne Gemeindekirche angezündet zu haben. Nicht unbedingt das, was sie sich erhofft hatte. Lange währt die schlechte Laune jedoch nicht, denn schon bald lernt sie Will (Liam Hemsworth) kennen, der mit ihr ein Nest Schildkröteneier vor den Waschbären rettet. Die beiden verlieben sich trotz einiger Widerstände ineinander. Alles scheint perfekt, doch dann wird das Geheimnis von Ronnies Vater plötzlich für alle zur traurigen Gewissheit.

Kritik

Wer einen romantischen, schlichtweg überromantischen Film sehen will, der einen zum Lachen und schließlich zum Weinen bringt, der ist wohl in jeder Nicholas Sparks-Verfilmung gut aufgehoben. Das hat sich auch die Familie Cyrus gedacht, als der US-Teeniestar Miley Cyrus nach einer etwas erwachseneren Rolle suchte. Denn "Hannah Montana" hatte keine Lust mehr auf Teeniefilme und wollte aus den Image raus - hin zu einem anspruchsvollen Film. Mit den erfolgreichen Buchverfilmungen von "Nur mit dir" oder "Wie ein einziger Tag" war es schon einmal keine schlechte Idee, beim erfolgreichen Autor Nicholas Sparks anzuklopfen. Mit der großen Firma Disney im Rücken schrieb dieser schließlich den Roman "Mit dir an meiner Seite" und das passende Drehbuch gleich hinterher. Die Dreharbeiten begannen noch, bevor der Roman im September 2009 erschien.

Man sollte also meinen, dass ein Roman, der für das Multitalent Cyrus persönlich geschrieben wurde, ein Charakter, der nur für sie erfunden wurde und ein Film, der nur wegen ihr entstand, sie von ihrer besten Seite zeigen würde. Und teilweise ist "Mit dir an meiner Seite" genau das. Da wäre Ronnie, ein verzogenes Großstadtgör, das erst bei ihrem Vater wieder lernt, wie das Leben wirklich ist. Dazu kommt dann noch die Liebesgeschichte zu Will und um Ronnie noch sympathischer zu machen deren Liebe für die Natur und die kleinen süßen Meeresschildkröten. Eine Coming-Of-Age-Story also, wie wir sie im Kino schon zu oft gesehen haben. Leider ist an "Mit dir an meiner Seite" dann auch nur wenig Besonderes dabei, um den Film von anderen seines Genres abzuheben.

Die einzig wirklich gute Storyline des Films ist die entfremdete Beziehung zwischen Ronnie und ihrem Vater und die langsame Versöhnung der beiden. Denn während man das meiste von Ronnies Fehlverhalten auf Rebbellion und jugendlichen Leichtsinn schieben kann, so ist die Beziehung zu ihrem Vater wohl das einzige, das wirklich nachvollziehbar ist. Und allein die Szenen zwischen Greg Kinnear und Miley Cyrus sind allesamt schön anzusehen und zeigen ein schauspielerisches Talent des jungen Superstars. Neben Kinnear, der eine wirklich überzeugende Leistung abliefert, ohne aber den eindeutigen Star des Films in den Boden zu spielen (wozu er eindeutig fähig wäre), überzeugt auch Kelly Preston in ihren wenigen Auftritten als Mileys Mutter. Und auch Bobby Coleman als kleiner Bruder von Ronnie weiß zu überzeugen.

Der Rest des Films ist einzig eine Miley-Show und obwohl man sich abmüht, Miley in gutem Licht zu zeigen und sie auch einmal mit Schlamm in den Haaren und weniger gut geschminkt auf der Leinwand zu sehen ist, so fehlt es leider an genug Talent von Seiten Cyrus', um ihrem Charakter Ronnie noch den nötigen Tiefgang zu geben. Dennoch ist sie für eine 17-jährige Schauspielerin nicht schlecht, aber ihr 19-jähriger Filmpartner Liam Hemsworth zeigt eine fast noch schlechtere Vorstellung. Der Schaupieler, der die große Rolle des "Thor" an seinen älteren Bruder verlor, ist hier zum ersten Mal in einer großen Rolle zu sehen. Obwohl die Chemie zwischen Miley und Liam beim Zuschauer nie komplett ankommt, so scheint es privat doch zwischen beiden gefunkt zu haben. Seit den Dreharbeiten sind sie ein Paar und so wird Liam wohl wenig Probleme haben, weiterhin Rollen zu bekommen. Als Freund von Miss Cyrus darf man wohl auf die ein oder andere Filmrolle hoffen.

Um das Miley-Packet dann noch perfekt zu machen, zeichnet sich der Teeniestar auch für den Soundtrack verantwortlich und liefert mit "When I Look at You" den Titelsong zum Film ab. Der Score hingegen wird weniger von Cyrus bestimmt und passt sich dem Film schön an.

Fazit

Ein Film, der einzig und allein auf Miley Cyrus ausgerichtet ist, in dem aber vor allem die Nebendarsteller überzeugen können. Um sich von "Hannah Montana" zu verabschieden, braucht Miley eindeutig noch einen anderen Film, denn obwohl "Mit dir an meiner Seite" wirklich süß ist und teilweise auch Miley überzeugend spielt, so ist dies definitv keine Glanzleistung des jungen Superstars.

Eva Klose - myFanbase
02.05.2010

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