Bewertung: 6
Barry Levinson

Inside Hollywood

"Das Filmgeschäft ist eine hirnlose und grausame Geldmaschine. Da laufen Zuhälter und Diebe frei herum und gute Menschen gehen vor die Hunde. Es hat aber auch noch negative Seiten."

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Inhalt

Der Filmproduzent Ben (Robert De Niro) ist zurzeit sehr erfolgreich in seinem Beruf, doch dafür musste sein Privatleben weichen. Dies schadet nicht nur ihm, sondern vor allem auch seinen Kindern und Ex-Frauen. Die nächsten zwei Wochen erweisen sich für Ben als die reinste Achterbahnfahrt der Gefühle, die zusätzlich von plötzlichen Ereignissen voran getrieben wird. Es scheint so, als ob Ben nicht nur sein Privatleben komplett verliert, sondern er ebenfalls sein Berufsleben durch die Hände sickern lässt.

Verzweifelt versucht er einen exzentrischen Regisseur namens Jeremy Brunell (Michael Wincott), der eher als Rockstar rüber kommt, zu überzeugen, dass sein Film besser geschnitten werden muss, um so ein voller Erfolg bei den Filmfestspielen in Cannes zu werden. Aber dies ist nicht alles, denn zusätzlich muss Ben einen Top-Schauspieler wie Bruce Willis (Bruce Willis) milde stimmen, damit dieser sich von seinem Vollbart trennt, so dass schließlich Willis seine Hauptrolle antreten kann. Schafft Ben dies nicht, so verliert er einen Haufen Geld, das er investiert hat, und zudem erhält er jede Menge Ärger von seiner strengen und einflussreichen Chefin Lou Tarnow (Catherine Keener). Der Gipfel des ganzen Dilemmas ist seine Ex-Frau Kelly (Robin Wright Penn). Ben möchte sie unbedingt wieder zurück haben, doch leider brauchen Menschen Aufmerksamkeit und die hat Ben aus Zeitgründen nicht zur Verfügung. Nun ist es an der Zeit für Ben, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen...

Kritik

Der Film "Inside Hollywood" basiert auf der Autobiographie "What Just Happened? - Bitter Hollywood Tales from the Front Line", welche von Art Linson verfasst wurde. Der Produzent Linson, der unter anderem bekannt für den Film "Fight Club" ist, adaptierte 2002 seine eigene Autobiographie und schrieb schließlich das Drehbuch zu "Inside Hollywood", womit er den ersten Stein für die Produktion des Kinohits setzte.

Leider muss man sagen, dass der Film nicht so gut ist, wie das Buch selbst. Dies liegt vor allem daran, weil man sich nicht direkt an die Autobiographie hält, denn diese lässt einen unzensierten und besseren Einblick in die wahre Glamourwelt von Hollywood zu. Dagegen zeigt der Film nur die Oberfläche dessen, was im Buch offenbart wird. Aber es ist sicherlich auch keine leichte Sache, Filme über Filme zu drehen, denn man weiß nie, wie viel man wirklich verraten darf.

Die schauspielerische Leistung ist einfach wunderbar, aber bei solchen Top-Schauspielern wundert sich bestimmt keiner über diese Erkenntnis. Besonders hervorragend finde ich die Figur Ben, welche von Robert De Niro dargestellt wird. Er schafft es auf sehr authentische Weise, die Verzweiflung des Workaholics Ben zu präsentieren. Des Weiteren erscheint der Wutausbruch von Bruce Willis sehr überzeugend und amüsant, da solch ein Verhalten nicht unbedingt von diesem Superstar erwartet wird. Die Emotionen der Figuren werden dem Zuschauer sehr gut transportiert. Besonders beeindruckend finde ich die Momente, in der der Kameramann direkt auf den Schauspieler schwenkt, währenddessen ist überall Stille, und dann ganz plötzlich erscheint die Reaktion des Protagonisten, wie aus dem Nichts. Diese kleinen Parts verleihen dem Film etwas Spannendes und Fesselndes.

Auch die Ironie, die sich durchgehend im Film wieder findet, ist meines Erachtens sehr passend gewählt. Dies wird vor allem bei Bens Lebensführung deutlich, denn bei so viel Stress und Verzweiflung braucht man eine gehörige Portion Humor, um es erträglicher zu gestalten. Zusätzlich finde ich es fabelhaft und witzig, dass die Divenmomente und die extremen Aussagen der sogenannten Superstars ins Lächerliche gezogen werden.

Fazit

"Inside Hollywood" animiert die Lachmuskeln des Publikums. Jedoch zeigt der Film leider nur die Oberfläche dessen, was sich tatsächlich hinter den Kulissen Hollywoods abspielt.

Juliane Walter - myFanbase
01.04.2009

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