Bewertung: 9
Gil Junger

10 Dinge, die ich an dir hasse

"But mostly I hate the way I don't hate you, not even close, not even a little bit, not even at all."

Foto: Copyright: Touchstone Pictures
© Touchstone Pictures

Inhalt

Die junge Bianca (Larisa Oleynik) möchte nichts lieber tun als mit dem beliebtesten Jungen der gesamten Schule, Joey Donner (Andrew Keegan), auszugehen. Doch ihr Vater ist in dieser Hinsicht sehr sturköpfig und erlaubt seiner Tochter erst auf ein Date zu gehen, wenn deren ältere, widerspenstige Schwester Kat (Julia Stiles) auch ein Date hat. Diese jedoch lebt in ihrer eigenen Traumwelt und scheint keinerlei Interesse am anderen Geschlecht zu haben, außer wenn es ums Verprügeln geht.

Dann kommt Cameron (Joseph Gordon-Levitt) neu an die Schule und verliebt sich auf den ersten Blick in Bianca. Zusammen mit seinem Kumpel Michael (David Krumholtz) kommt er auf die Idee, einen Jungen zu organisieren, der eventuell mit Kat ausgehen würde. Die Wahl fällt auf den "harten Rocker" Patrick Verona (Heath Ledger), der sich gegen Bezahlung von Joey, der auch ein Date mit Bianca möchte, schließlich darauf einlässt.

Währenddessen spielt Cameron den Französischnachhilfelehrer für Bianca und auch sie verliebt sich in ihn. Kat erlebt derweil eine wilde Zeit mit ihrem Patrick...

Kritik

Die Story zum Film "10 Dinge, die ich an dir hasse" ist angelegt an die Komödie "Der Widerspenstigen Zähmung" von William Shakespeare und enthält viele Zitate und auch Anspielungen. So zum Beispiel ist Kats beste Freundin verrückt nach Shakespeare, den sie auch im Unterricht in der Schule durchnehmen.

Natürlich ist "10 Dinge, die ich an dir hasse" ein Teeniefilm und es gibt eine Highschool-Romanze, aber trotzdem ist der Film anders als andere. Das zeigt sich schon allein bei der Wahl der Hauptdarsteller: Julia Stiles und Heath Ledger haben beide großes schauspielerisches Talent. Auch die Nebenrollen sind super besetzt und verkörpern ihre Charaktere perfekt. Man denke nur an Joey: man sieht ihn an und weiß, wie er drauf ist.

Zum anderen zeichnet sich der Film durch die Charaktere aus, die nicht aalglatt und klischeehaft sind, sondern verschiedene Seiten haben, die dann auch zum Vorschein kommen. Die Dialoge sind gut geschrieben und die Witze bewegen sich meist auf höherem Niveau; es gibt keine Teen-Movie typischen platten Witze, wie bei "American Pie" oder "Eine wie keine". Es gibt einfach unendlich viele urkomische Szenen in diesem Film, wie zum Beispiel die Direktorin, die sich in ihrer Freizeit gerne an ihren PC setzt und Erotikromane verfasst oder der Englischlehrer, der immerzu am rappen ist, sich benimmt wie einer seiner Schüler, einfach nur Slang spricht und alles und jeden mit seinen Flüchen beleidigt.

Bei diesem Film sind mir sogar einmal die Tränen gekommen und das am Schluss, wo Kat als Hausaufgabe ein Gedicht geschrieben hat, was an Pat gerichtet ist, der sich nicht mehr bei ihr meldet. Dieses trägt den gleichen Titel wie der Film, "10 Dinge, die ich an dir hasse", und ist einfach nur wunderschön. Durch dieses Gedicht sieht man auch die deutliche Veränderung, die Kat in der gesamten Länge des Films durchlebt hat. Am Anfang war sie noch die Widerspenstige, die sich von niemanden hat was vorschreiben lassen und deren Lieblingsbeschäftigung es war, Leute zu verprügeln. Doch am Schluss ist sie ein sentimentales Highschool-Mädchen geworden, dass zum ersten Mal in ihrem Leben ein wirkliches Interesse an Jungen hat und lernt, was es heißt, von einem wirklich geliebten Menschen verletzt zu werden. Das fand ich persönlich auch sehr gut gelungen an diesem Film, denn es gab eine deutlich zu erkennende Entwicklung aller Hauptcharaktere.

Fazit

Wiedermal eine gut gelungene Verfilmung eines Shakespeare-Dramas mit hervorragender Besetzung. Und besonderer Höhepunkt: Ein singender Heath Ledger!

Sanny Binder - myFanbase
15.04.2008

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