Bewertung: 4
Chris Weitz

Goldene Kompass, Der

Es gibt eine Welt, in der Hexen den Himmel des Nordens beherrschen, in der Eisbären die tapfersten Krieger sind und in der jeder Mensch von einem Tiergeist begleitet wird, der ihm so nahe ist, wie sein eigenes Herz. Aber diese Welt wird vom Magesterium beherrscht, dass die Macht über die gesamte Menschheit erlangen will, und dessen größte Bedrohung ein goldener Kompass ist und das Kind, das auserwählt ist, ihn zu besitzen.

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Inhalt

Die zwölfjährige Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards), ein Waisenkind, lebt am Jordan Collage in Oxford. Lyra wurde als Kind von ihrem Onkel Lord Asriel (Daniel Craig) aufgenommen, der sie schlussendlich am Jordan Collage unterbrachte, nun aber immer wieder auf Reisen ist. Nicht nur die Gobbler, die Mitglieder der General-Oblations-Behörde, die Kinder entführt, sorgen am Jordan Collage für Aufsehen, sondern auch das Auftauchen von Mrs. Coulter (Nicole Kidman), die Lyra bei sich aufnimmt und mit ihr eine große Reise unternehmen möchte...

Zu allem Überfluss bekommt Lyra von ihrem Direktor (Jack Sheperd) einen goldenen Kompass überreicht, der Lyra helfen solle, sich zurechtzufinden. Im Laufe der Zeit kommt Lyra hinter viele schlimme, dunkle und unglaubliche Geheimnisse.

Kritik

Der Film "Der Goldene Kompass" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Pullman und dieser ist der erste von drei Bänden. So wird es auch mit den Filmen sein, denn am Ende dieses Filmes geht der Zuschauer mit einem verwirrten Gesicht aus dem Kino, da es eine Weile dauert, bis man realisiert hat, dass es eine Fortsetzung geben wird, da es keinen richtigen Schluss gibt. Das hat meinen Eindruck dem Film gegenüber noch mehr verschlechtert, da man mit demselben ungewissen Gefühl aus dem Kino kommt, wie es auch schon "Herr der Ringe" oder "Fluch der Karibik" vorgemacht hatten. Ich hoffe nicht, dass dies zur Gewohnheit wird, da man erstens viel zu lange auf die Fortsetzung warten und man daher auch zwei Mal mehr in die Geldtasche greifen muss.

Natürlich ist Geld nicht das Einzige, worüber ich mich aufregen muss: die Schauspieler sind das nächste Problem. Dakota Blue Richards konnte meiner Meinung nach so gut wie gar nicht überzeugen, aber es lag mit Sicherheit nicht an ihrer Synchronstimme, sondern einfach nur an ihren schauspielerischen (?) Fähigkeiten. Irgendetwas muss Dakota ja gehabt haben, was den Leuten vom Casting gefallen hat. Daniel Craig war vielleicht ein guter Schauspieler, aber so wirklich konnte ich mir kein Urteil bilden, da er sage und schreibe seine Auftritte zusammen gezählt dreißig Minuten zu sehen war und selbst Christopher Lee, der einen Ratbeisitzenden des Magesteriums verkörperte, musste es bei einem kurzen Auftritt ohne Sprechrolle belassen. Ist das wirklich gut? Nein, auf keinen Fall. Die einzigen schauspielerischen Lichtblicke und die auch wirklich überzeugen konnten waren Nicole Kidman als hinterhältige Mrs. Coulter und der bis dato unbekannte Ben Walker, der als Lyras Freund Roger zu sehen war.

Sehr enttäuscht war ich von den Special-Effects, von denen ich mir mehr erwartet hätte. Denn mit dem Filmbudget von mehr als 180 Millionen Dollar ist es nur normal, dass man größere Erwartungen hat und die Enttäuschung ist dann natürlich umso größer. Insbesondere die Eisbären waren einfach grauenhaft computeranimiert, was mich verwunderte.

Fazit

Was gibt es Positives über den Film zu sagen? Schwierig, aber zumindest die Idee war recht gelungen, doch die Umsetzung ist wohl etwas missglückt.

Niko Nikolussi - myFanbase
11.02.2008

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