Bewertung: 6
Gerry Marshall

Liebe auf Umwegen

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Helen Harris (Kate Hudson) ist beruflich sehr erfolgreich. Sie ist die Assistentin von Dominique (Helen Mirren), die eine erfolgreiche Manhattener Modelagentur leitet. Helen genießt das Singleleben in vollen Touren, genießt aber auch die Zeit, die sie mit ihren beiden Schwestern Lindsey (Felicity Huffman) und Jenny (Joan Cusack) und deren Kinder verbringt. Vor allen die Kinder von Lindsey haben es ihr angetan. Die 15-jährige Audrey (Hayden Panettiere) behandelt sie wie eine kleine Schwester, aber auch den zehnjährigen Henry (Spencer Breslin) und die fünfjährige Sarah (Abigail Breslin) liebt sie ebenso.

Als Lindsey und ihr Mann plötzlich sterben, scheint von Anfang an klar zu sein, dass die drei Kinder zu Jenny kommen, da diese schon Mutter ist und wohlgeratene Kinder großgezogen hat. Aber zur Überraschung aller hat Lindsey Helen die Vormundschaft für die drei Kinder übertragen. Sowohl Helen als auch die drei Kinder müssen sich zunächst mit der neuen Situation anfreunden. Helen muss mit ihnen von Manhatten nach Queens ziehen und den Kindern eine neue Schule suchen. Als sie bei der Suche den Schulleiter und -pastor Dan (John Corbett) kennenlernt, scheinen sich die beiden von Anfang an sympathisch zu sein. Doch die Trauer um die Eltern holt die drei Kinder immer wieder ein und Helen versucht ihr Möglichstes, die drei wieder glücklicher zu stimmen. Und schon bald scheint auch sie wieder glücklich werden zu können.

Kritik

Garry Marshall hat wieder zugeschlagen. Gut, "Liebe auf Umwegen" ist nicht "Pretty Woman", aber dennoch ist er ganz in diesem Stil. Er ist witzig, romantisch und durchaus ansehbar.

Wie schon bei "Pretty Woman" mit Julia Roberts, so hat sich Marshall nun die junge Kate Hudson ausgesucht, die er in dem knapp zweistündigen Drama auf Umwegen zur Liebe schickt. Zugegebenermaßen, das Drebuch ist nicht unbedingt einfallsreich und wartet auch nicht mit vielen Überraschungen oder gar Spannungen auf. Vielmehr ist schon schnell klar, wie der Film enden wird. Auch was die Charaktere anbelangt, so ist dieses Drehbuch nicht unbedingt tiefsinnig. Helen ist eher oberflächlich und auch die Rolle des Dan ist nicht vielschichtig beschrieben.

Aber trotz der Tatsache, dass man aus der Rolle der Helen sicherlich mehr hätte machen können, macht Kate Hudson ihren Job perfekt. Schon von der ersten Minute scheint sie die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Sie bringt die Trauer, die Verzweiflung und die Freuden der Helen perfekt rüber und blüht in dieser Rolle auf. Die drei Kinder sind ebenfalls perfekt gecastet. Die Geschwister Spencer und Abigail Breslin spielen ihre Rollen durchweg gut. Ein bisschen besser noch ist jedoch Hayden Pannettiere, die die doch schwierige Rolle der pubertierenden Audrey durchweg gut spielt. Den männlichen Part nimmt John Corbett perfekt für sich ein. Obwohl seine Rolle nicht unbedingt mit viel Tiefe ausgestattet wurde, verleiht er der Figur dennoch viel Sympathie.

Fazit

Für Romantikfans auf alle Fälle zu empfehlen. Allen anderen würde ich diesen Film nicht unbedingt nahe legen.

Eva Klose - myFanbase
09.08.2007

Diskussion zu diesem Film