Bewertung: 6

Review: #5.14 Spielregeln des Gemeinwohls

Foto: Hugh Laurie, Dr. House - Copyright: 2008 Fox Broadcasting Co.; Timothy White/FOX
Hugh Laurie, Dr. House
© 2008 Fox Broadcasting Co.; Timothy White/FOX

Wenn House mit dem Fahrstuhl fahren will, ist dieser außer Betrieb, sein Gehstock verschwindet, sobald er ihn weglegt, und wenn er sein Büro betritt, stolpert er über einen Draht. Da House die meisten seiner Patienten rettet, scheidet ein rachsüchtiger Geist als Hauptverdächtiger aus und mit Krankenschwestern hat er zu wenig zu tun, als dass diese Grund für eine "Nurses against House"-Aktion hätten. Nein, der Racheengel ist niemand anderes als Cuddy, die House dafür bestraft, dass sie seinetwegen wieder arbeiten und nicht die ganze Zeit bei ihrem Baby sein kann. Wilson macht ihr aber ziemlich bald klar, was der Zuschauer längst weiß, nämlich, dass Cuddy ihren Job liebt und braucht. Sie will ihn gar nicht aufgeben, um Vollzeit-Mutter zu sein.

Ach ja, der gute Wilson. Zuletzt haben wir nicht viel von ihm gesehen und seine Schwierigkeiten, Ambers Tod zu verarbeiten, waren schon länger kein Thema mehr. Ich war schon etwas überrascht, zu erfahren, dass Wilson immer noch in Ambers Wohnung lebt, dessen war ich mir gar nicht bewusst. Da Wilson nun aber endlich die Tasse mit Ambers Lippenabdruck abgewaschen hat, ist der nächste Schritt geschafft. Vielleicht lässt er sich nun auch bald mal wieder auf eine Romanze ein und bekommt eine kleine Nebenstory auf den Leib geschrieben. Das wäre durchaus zu begrüßen.

Die Auswirkungen von Foremans Manipulation der Huntington-Studie fallen etwas anders aus, als erwartet, denn es ist weniger so, dass Foremans Zulassung in Gefahr gerät, vielmehr wird Dreizehns Gesundheit zum Problem. Bei ihr zeigen sich starke Nebenwirkungen, die sogar zur Entstehung eines Gehirntumors und vorübergehender Blindheit führen. Das war zumindest eine kleine Überraschung. Ich bin froh, dass Foremans Job nicht noch künstlich verlängert als in Gefahr dargestellt wird und die Sache erledigt ist. Das Thema Entlassungen wurde in der Serie schon ausreichend behandelt und gerade Foreman hatte seinen Abschied mit anschließendem Comeback bereits.

Erstaunlich finde ich, wie oft in Bezug auf Foreman und Dreizehn schon von Liebe die Rede ist. Das erscheint mir eigentlich noch zu früh. "Dr. House" ist eine Serie, die sich mit privaten Momenten zurückhält und in jeder Episode einen Fall in den Mittelpunkt stellt, um Emotionen eher als geschickt platzierte Beilage zu präsentieren. Dies wird vor allem deutlich, wenn man "Dr. House" mit einer Krankenhausserie wie "Grey's Anatomy" vergleicht. Daher finde ich es etwas gewöhnungsbedürftig, dass in dieser Episode so viele Sätze mit "Wenn Sie ihn/sie wirklich lieben ..." anfangen und die Gefühle zwischen Foreman und Dreizehn so hervorgehoben werden. Beide haben sich erst drei Episoden zuvor das erste Mal geküsst.

Maret Hosemann - myFanbase

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