Bewertung

Review: #2.22 Ein Problem ist nur das Leben

Foto: Dr. House - Copyright: 2005 Fox Broadcasting Co.; Michael Lavine/FOX
Dr. House
© 2005 Fox Broadcasting Co.; Michael Lavine/FOX

In dieser Episode steht das Drama besonders im Vordergrund, denn für mich gibt es kaum etwas emotionaleres, als der Tod eines kleinen Kindes. Wir sehen in dieser Folge sehr gut, dass es nicht immer ausreicht, eine Krankheit zu diagnostizieren, um den Patienten zu retten. Die Mutter des Kindes hat seelisch aufgegeben und dagegen können House und sein Team nichts tun, auch wenn sie die körperliche Krankheit der Frau kennen.

Foreman als Happy Guy hat mir eigentlich ganz gut gefallen, doch an seinem Arbeitsplatz hat er mit dieser "Juhu, ich lebe" - Einstellung einfach keine Chance. House mag seine Leute am liebsten sorgenvoll, zynisch und wütend. Außerdem sehen die Ärzte einfach zuviel Leid, um pausenlos glücklich zu sein. Die Szene, in der Foreman die verdutzte Cameron innig umarmt, ist aber dennoch ein Highlight, das wir so wohl nicht mehr sehr oft sehen werden.

Cuddy will ein Kind und sucht nach einem passenden Samenspender. Das ist Emanzipation! Ich habe Cuddy nie als Familienmensch gesehen, aber wir wissen im Grunde recht wenig über ihr Privatleben und als eine Frau, die sich bislang vorrangig um ihre Karriere gekümmert hat, hört sie vermutlich nun das laute und fiese Ticken ihrer biologischen Uhr. Als möglichen Gefrier-Papi, ich meine natürlich Samenspender, zieht sie auch Wilson in Betracht. Das kann man schon verstehen, schließlich sieht Wilson gut aus, ist intelligent und kann gut mit Menschen umgehen. Persönlich halte ich es aber für keine gute Idee, einen Bekannten, mit dem man nicht zusammenlebt und den man nicht liebt, als Samenspender zu nehmen, denn dies dürfte für das Kind recht verwirrend sein und zwischen den Eltern kann es schnell zu Konflikten kommen. Wenn Cuddy und Wilson, die eigentlich nur Kollegen sind, plötzlich ein gemeinsames Kind hätten, würde das Vieles verkomplizieren. Dann ist da ja noch House, der auch Ansprüche stellt und seine Kandidatur zum potentiellen Samenspender fordert. Ach du liebes Lieschen!

Von Chase gibt es in dieser Episode endlich auch mal wieder mehr zu sehen, was wirklich Zeit wurde. Wie immer weiß man am Ende nicht, ob Chase nun der Schnösel ist, der sich nur doppeltes Gehalt sichern wollte, oder ob da noch mehr hinter steckt. Die Szene, in der er ein Gebet für das tote Baby spricht, hat mich jedenfalls sehr bewegt und wirft wieder einmal die Frage auf, was für ein Mensch Chase wirklich ist.

Maret Hosemann - myFanbase

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