Bewertung: 8

Review: #3.11 Unmoralische Absichten

In dieser Episode hatten einige Charaktere unmoralische Absichten. Beispielsweise handelt Kayla unmoralisch, da sie immer noch um ihre Mutter trauert. Währenddessen ist das Handeln von Alma basierend auf die Rückgewinnung von Orson. Und Susans Unnormal entsteht durch die Hoffnung, Mikes Unschuld zu beweisen.

Das Aufeinandertreffen der Ehefrauen

Diese Begegnung mit Alma hat Bree wortwörtlich den Boden unter den Füßen weggezogen. Es ist vollkommen klar, dass sie im ersten Moment geschockt war, als Alma vor der Tür stand. Monatelang glaubte Bree, ihre Vorgängerin sei tot und war sogar gewillt, zu glauben, dass Orson sie umgebracht haben soll. Dann steht sie auf einmal quicklebendig vor ihr. Zum Schmunzeln war definitiv Almas Begrüßung, als sie meinte, sie und Bree haben etwas gemeinsam. Von dieser Seite kann man das natürlich auch betrachten.

Anders als Bree, die jeden mit Freundlichkeit bedacht, ist Orson ziemlich resolut gegenüber seiner ersten Frau, nachdem die beiden ebenfalls aufeinander treffen. Alles andere wäre auch recht seltsam gewesen, wenn man bedenkt, was Alma ihrem Mann angelastet hat. Bei dieser ganzen Geschichte stellte ich mir immer wieder ein und dieselbe Frage: Hatte Alma Hilfe bei der Durchführung ihres perfideren Plans?

Irgendwie kann ich mir nämlich nicht vorstellen, dass sie das alles allein gewesen sein soll. Wenn man die Rückblende am Anfang dieser Episode betrachtet, so wird einem nicht nur deutlich vor Augen geführt, dass Orson eigentlich nur aus einer Art Pflichtbewusstsein bei Alma gebliebe nist, sondern auch, wie verletzlich diese eigentlich ist und fast an dem Geständnis von Orson zerbrochen ist. Demnach kommt es mir auch seltsam vor, dass sie Orson in dem Glauben gelassen haben soll, sie wäre tot. Vielmehr würde diese Handlungsweise zu Gloria passen. Warum sollte sie sonst in Kontakt mit ihrer damaligen Schwiegertochter stehen? Allzu sehr wird sie sie nicht geliebt haben. Wie gesagt, ich glaube und bleibe eher bei der Theorie, dass Gloria die Fäden bei diesem Plan in den Händen hat, um ihrem Sohn eins auszuwischen und Alma erscheint nicht gerade wie jemand, der ein großes Selbstbewusstsein hat.

Vielleicht war Alma auch die ganze Zeit über in der Nähe von Gloria, und nicht, wie sie behauptet, in Kanada. Aber selbst wenn meine ganze Theorie nicht stimmen sollte, bin ich mir ziemlich sicher, dass die beiden Frauen gemeinsame Sache machen und Alma sich nicht umsonst ein Haus genau in derselben Straße gekauft hat, in der auch Bree und Orson leben. In einer der nächsten Episoden wird hoffentlich auch aufgeklärt, welches Mittel sich Alma kurz vor dem Dinner gespritzt hat.

Agentin Susan 007

Es kann mir niemand erzählen, Susan würde Ian mehr als Mike lieben! Selbst wenn Susan Ersterem gestanden hat, sie liebt ihn, glaube ich ihr nicht recht. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Jedoch allein die Tatsache, dass sie Ian den weiteren Besuch bei Mike im Gefängnis verschwiegen hat, zeigt nur, wie wenig sie ihm vertraut.

Dabei kann ich Ians Eifersucht recht gut nachvollziehen. Susan hat ihn ja wirklich schon einmal wegen Mike sitzen lassen. Wenn man einmal so etwas durchgemacht hat, hat man dieses sicherlich immer im Hinterkopf und hat eine gewisse Skepsis. Dabei würde ich den beiden doch irgendwie wünschen, dass sie zusammen bleiben.

Mich hat es zwar gefreut, als Ian Susan verziehen hat, dass sie ihm den Besuch bei Mike verschwiegen hat, jedoch fand ich den Zeitpunkt etwas unglücklich gewählt. Hätte Susan es Ian gesagt, dass sie bei Mike war, wäre dieser sicherlich nicht so gekränkt gewesen. Brees Vorwürfe gegenüber Susan empfand ich als sehr hart, doch in gewisser Weise hat sie nun mal Recht. Nachdem nämlich Susan zunächst Ian den Gefängnisbesuch verschwiegen hat, schwärzt sie Orson bei der Polizei an. Sicher kommt es dann den anderen wie Verrat vor. Trotz der Unstimmigkeiten hoffe ich, dass Bree und Susan wieder als Freunde zueinander finden.

Eins möchte ich allerdings noch anmerken: Wie konnte Susan nicht klar sein, die Polizei würde erst einen Tag später, nachdem sie die Information bezüglich Monique preisgegeben hat, Orson für die Befragung aufsuchen? Zumal mal schon seit einigen Monaten versucht wird, diesen Mordfall aufzuklären. Da wartet man doch nicht noch einen Tag länger und schon gar nicht, wenn man so eine heiße Information geliefert bekommt.

Susan wird in diesem Leben sicher keine Agentin mehr, aber vielleicht versucht sie noch einmal ihr "Glück" bei Paul Young. Ich weiß nicht, ob ich ihm über den Weg trauen soll, dass er wirklich nur gute Absichten hat, Mike im Gefängnis zu helfen.

Betrug an der Freundin

Anscheinend liegt es tatsächlich in den Britt-Genen, sich das zu nehmen, was man will. So kommt es mir zumindest vor, wenn ich mir den Handlungsstrang um Julie und Austin durch den Kopf gehen lasse. Was ist denn schon dabei, wenn Kerle mal ein bisschen länger warten müssen? Wenn sie einen wirklich lieben, sollte das kein Problem für sie darstellen. Doch Austin scheint das nicht zu wollen.

Als wenn der Betrug an Julie nicht schon schlimm genug wäre, wird noch eins damit draufgesetzt, dass der Seitensprung ausgerechnet mit Danielle ist. Nach dieser Szene stellt sich mir die Frage, ob diese Affäre schon war, als Julie ihrer Freundin Danielle berichtet hat, sie würde noch nicht soweit sein, mit Austin zu schlafen. Wenn dem so sein sollte, ist Danielle gar nicht mal so eine schlechte Schauspielerin, dafür aber eine äußerst schlechte Freundin.

Ich bin mal darauf gespannt, sollte diese Affäre ans Tageslicht kommen, wie Julie darauf reagiert und ob sie dann einen guten Freund in Andrew finden wird. Immerhin hätte dieser dann mit seiner Vorhersage Recht behalten und könnte ihr dennoch zur Seite stehen.

geheimnisvoller Verehrer

Man sollte es gar nicht glauben, aber Gaby verblüfft mich doch immer wieder. Sie macht nämlich absolut nicht den Anschein, als ob sie der Naturtyp ist. Doch anscheinend war es ihr so wichtig, Bill bei der Stange zu halten, dass sie sich darauf einließ.

Wenn man den weiteren Verlauf betrachtet, so hätte sie sich dieses auch sparen können. Es fing schon damit an, als sie Carlos aufsuchte, weil sich dieser telefonisch über ihr Date mit Bill lustig machte. Ich hätte die Sache einfach so stehen lassen, doch Gaby muss ihm die Meinung sagen.

Mich wundert es gar nicht, dass Bill die Beziehung mit ihr beendet hat. Auch ihm dürfte nach dem Vorfall in dem Blumenladen klar geworden sein, wie sehr Gaby Carlos noch immer liebt. Doch warum sollte ihr Carlos einen Strauß Blumen ohne Absender schicken? Wenn er sie hätte ärgert wollen, dann hätte Carlos erst recht als Absender seinen Namen geschrieben.

Sehr gut gefiel mir daher auch seine Aufführung, welche Blumen er ihr zu welchen Anlässen schenken würde. Das bewies nicht nur, wie gut er seine Exfrau kennt, sondern warf bei mir die erneute Frage auf, warum sich die beiden eigentlich haben scheiden lassen? Wenn weder Bill noch Carlos die geheimen Blumenverehrer von Gaby sind, geht das Ratespiel dahingehend also in die nächste Runde und ich bin sehr auf die Auflösung gespannt.

Trauer oder steckt mehr dahinter?

In #3.07 Peng gab Lynette der sterbenden Nora das Versprechen, sich um Kayla zu kümmern. Dieses wird in dieser Episode eingelöst und ich bin mir nicht ganz sicher, ob Kayla wirklich nur trauert.

Dabei muss man natürlich sagen, Lynette hat sich nicht unbedingt euphorisch bei der Begrüßung Kaylas benommen. Es klang sehr aufgesetzt, was vielleicht auch an den Jungs liegen konnte. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was das Mädchen gedacht hat, als ihr von den Dreien der Kopf getätschelt wurde. Sie wirkte sehr desinteressiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch noch den Eindruck, sie würde um ihre Mutter trauern.

Dieser Eindruck änderte sich aber beim Abendessen. Es war nicht der Satz, ob sie Fern sehen dürfte, sondern dass sie die "Mami hat es mir immer erlaubt"-Karte ausgespielt hat. Es wirkte so, als wenn dahinter eine Berechnung stecken würde, welche aber bei anderen Kindern in ihrer Situation als pure Traurigkeit ausgelegt werden könnte. Doch bei Kayla steckte noch etwas anderes, böseres dahinter.

Ein ähnlicher Vorfall hat sich in der Eisdiele ereignet. Man kann verstehen, dass auch sie ihr Eis aufessen will. Doch nachdem Lynette ihr es zugesteht, isst Kayla ihr Eis mit solch einer Langsamkeit und einem Ausdruck in den Augen, was so ziemlich jedem auf die Palme gebracht hätte. Doch hat Lynette keine Chance dem Kind klar zu machen, dass sie ihr nichts Böses will, da Kayla wie am Spieß geschrien hat, als Lynette sie am Arm berührte.

Weiterhin spricht die Tatsache dafür, dass Kayla Lynette für den Tod von Nora verantwortlich macht, als sie die geschenkte Puppe übel zurichtet und schließlich Vater Tom gestand, Lynette sei dran schuld, dass Nora sterben musste und sie würde sie niemals lieben können.

Fazit

Die Faktoren Spannung, Romantik und Witziges wurden in dieser Episode wunderbar zusammengeführt und machen auf den weiteren Verlauf neugierig. Bei diesem erhoffe ich mir mehr über Almas Vorhaben und den Handlungsstrang um die Scavos zu erfahren.

Daniela S. - myFanbase

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