Bewertung: 8

Review: #3.12 Heimliche Liebschaften

Für die Episode mit dem Titel "Heimliche Liebschaften" hielten die Autoren dieses Mal die eine oder andere Überraschung bereit. Besonders betroffen davon sind Edie, Susan, Julie und Gaby.

Rückkehr

Zach ist also der geheimnisvolle Verehrer von Gaby. Ein wenig überrascht hat mich diese Tatsache nun doch. In den vergangenen zwei Staffeln hatte ich nie irgendwie den Eindruck, dieser Junge hätte irgendwelche Gefühle für Gaby. Vielmehr hegte ich den Verdacht, dass Julie seine Auserwählte sein könnte.

Gaby und ihre Angst kann man durchaus verstehen. Es war nicht das erste Mal, dass sie in ihrem Haus durch einen ungebetenen Gast überrascht wurde. Damals hatte sie durch den Schreck auch noch ihr ungeborenes Kind verloren. Diesmal kann sie von Glück sagen, dass es nur eine Schaufensterpuppe war, aber natürlich schließt das nicht aus, dass der "Täter" noch einmal wiederkommen könnte. Carlos ist der Retter in der Not. Warum denn auch nicht? Immerhin war Carlos jahrelang an ihrer Seite.

Dabei war natürlich klar, dass er eine Gegenleistung von ihr einfordern würde. Gaby widersteht ihm zwar, wobei ich für einen kurzen Moment dachte, nachdem sie nachts das Zuschlagen einer Autotür hörte, er würde tatsächlich neben ihr im Bett liegen.

Amüsant war es für mich, als Carlos den vermeintlichen Täter auf dem Rasen zu Fall bringen konnte und Gaby noch zweimal nach ihm trat. Davor hatte sie mächtige Angst und hätte sich keinen Meter aus dem Haus getraut. Dabei war der Typ überhaupt nicht der Täter, sondern hatte nur von seinem Boss den Auftrag, das Kleid – welches Gaby natürlich trotz allem behält – ins Haus zu bringen, damit es keinen Schaden nimmt.

Ein bisschen wunderte es mich schon, dass Gaby nicht sofort die Stimme von Zach erkannte, zumal sein Weggang noch nicht so lange her ist. Entweder hat Zach seine Stimme gut verstellt oder Gaby war so entzückt von seinen Komplimenten, dass sie gar nicht so sehr drauf achtete.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass wir noch weitere solche Szene wie im Restaurant erleben werden. Auch wenn Zach zwei Monate älter als John Rowland ist, so muss man doch sagen, dass John sehr viel mehr an Reife hat. Zwar ist Zach nun reich, aber er hat meiner Meinung nach nicht die nötige Klasse, die Gaby von einem Mann erwartet. Hoffen wir einfach mal, Zach seine Emotionen und Aggressionen unter Kontrolle bekommt. Sonst müssten wir wahrscheinlich noch einmal so etwas wie mit Noah Taylor erleben – denn nur durch das Abstellen der Beatmungsmaschinen kam Zach ja an das viele Geld.

Falsche Spur gelegt

Ich habe es bereits in der Vorfolge geahnt und dank Orson scheint meine Theorie zu bewahrheiten. Wenn Alma keinen Kontakt zu Gloria gehabt hätte, weil sie angeblich in Kanada war, woher sonst sollte sie all die Informationen über ihn bzw. Monique gehabt haben. Als Alma verschwand, war Monique noch am Leben und hatte eine Affäre sowohl mit Orson als auch Harvey Bigsby.

Wie ich auch schon in meiner letzten Review schrieb, halte ich Alma für wenig selbstbewusst. Das hat sich auch mit dieser Episode nicht geändert. Selbst wenn sie gegenüber Orson behauptet, sie wäre eine stärkere Frau geworden, habe ich Zweifel daran. Vielmehr spricht nämlich alles für die Tatsache, dass Gloria hinter ihr steht und sie leitet.

Dies würde auch logischer sein, da Bree die Zähne von Monique gefunden hat. Woher sollte Alma sie sonst haben, wenn nicht von Gloria. Von Orson sicherlich nicht. Es spricht zwar so einiges dafür, dass Orson diese Zähne gezogen hat, da er Zahnarzt ist, aber ich denke, da kommt wieder mal seine Mutter ins Spiel, die im Stillen alle Fäden zieht.

Fraglich ist jetzt nur noch, wie es mit Bree und Orson weitergeht. Es wäre ziemlich schade und teilweise sogar dumm, sollte Bree mehr Almas Beweisstücken als Orson glauben.

Die Pille schützt das Herz nicht

Man kann durchaus verstehen, weswegen sich Julie an Edie gewandt hat, denn so, wie sich Susan aufgeführt hat, als es nur um das Thema Sex ging, war schon schlimm genug. Da möchte ich eigentlich gar nicht wissen, was sie alles gesagt hätte, wenn sich Julie ihr wegen der Pille anvertraut hätte.

Jedoch kann ich noch immer nicht ganz verstehen, warum Austin und Julie diese Sache im Haus besprechen, wenn Susan im Nebenraum ist. Es ist ja nun nicht das erste Mal, dass Susan so einen Aufstand wegen einer Sache macht. Deswegen hätte Julie eigentlich damit rechnen müssen, dass ihre Mutter spioniert. Amüsant war auch mal wieder die Tollpatschigkeit von dieser. Damit sie beim Spionieren nicht auffällt, wollte Susan es ganz schlau machen und auf allen Vieren die Treppe runter gehen. Dabei wäre es wohl besser gewesen, wenn sie ihr Augenmerk auf die Stufen gerichtet hätte und nicht auf die Gesprächspartner.

Sehr zum Schmunzeln war Edies halbherziger Versuch, Julie und Austin dazu zu überreden, doch lieber Kondome zu benutzen. Diese Halbherzigkeit resultiert nicht daraus, weil Edie keine Ahnung von Verhütungsmitteln hat. Er ist es der Sache zuzuschreiben, dass sie diese Aufgabe lieber Susan überlassen würde, da diese Julies Mutter ist. Zum anderen aber auch, da sie, wie sie selbst sagt, Leute nicht gern vom Sex abhalten würde.

Es ist dann genau das eingetreten, was ich befürchtet hatte: Susan flippt total aus, nachdem sie nicht nur die Pille bei Julie gefunden hat, sondern auch noch erfährt, dass Edie sie ihr besorgt hat. Hierbei möchte ich noch anmerken, dass ich Gaby großartig in der Szene fand, als sie zusammen mit Susan Julies Zimmer durchsucht hat. Anders als Susan, hat Gaby nämlich erst Fotos gemacht. Amüsant fand ich ebenfalls den Einwand von Edie, die nicht unbedingt eine Familie mit Susan werden möchte, wäre Julie schwanger geworden. Obwohl ich mir dieses Szenario sehr lustig vorstelle.

Vielleicht kommt ja Bree in diesen Genuss. Denn obwohl Austin in der letzten Folge noch meinte, er habe ein schlechtes Gewissen gegenüber Julie, scheint davon jetzt nichts mehr übrig zu sein. Denn Edie und Susan erwischen Austin und Danielle in flagranti.

Sehr gut gefiel mir auch das Gespräch von Susan und Julie auf der Verandatreppe. Hier wurde mal wieder sehr deutlich, was für eine wundervolle Mutter-Tochter-Beziehung die beiden zu einander haben und dass Susan wirklich immer für ihre Tochter da sein wird.

Heuchlerisch

Wie ich es vermutet habe, hat Paul alles andere als gute Absichten Mike betreffend. Mit diesem hat er doch sowieso noch eine Rechnung offen. Da kommt es gut gelegen, dass Mike sich nicht einmal mehr an seinen Mithäftling erinnern kann. Erstaunt war ich, dass ein Beamter Mike zur Vorsicht gerufen hat. Sonst erlebt man meistens in Serien, dass Beamte bestechlich sind. Ich bin gespannt, wie sich Mike weiter verhalten wird.

Heimliche Hilfe

Ich wusste wirklich nicht, dass Lynette derartig schlecht lügen kann, wenn es sogar Tom auffällt. Aber wenn diese Tatsache nicht gewesen wäre, wäre es womöglich nicht zu diesem wundervollen Gespräch der beiden gekommen.

Aus dieser Bruchbude, wie ich sie einst betitelt habe, hat Tom einen wahren Augenschmaus gemacht. Das muss sogar Lynette zugeben, die eigentlich gar keinen Blick erhaschen durfte. Doch es freute mich zunächst sehr, als sie so angetan von dem bald eröffneten Restaurant war. Leider war diese Euphorie schnell wieder verloren, als sie hörte, es würde Probleme mit der Lizenz geben.

Sehr gut war es daher, dass Karen Lynette von ihrem Anruf bei Tom abhielt, sonst hätte es einen ordentlichen Krach gegeben. Helfen, ohne dass es Tom bemerkt, gefiel mir daher sehr viel besser. Allerdings war ich sehr erstaunt, wie weit Lynette gegangen ist, um die letzte Unterschrift zu bekommen. Dies wird sie ihrem Mann wohl für immer verschweigen.

Tja, aber wie schon gesagt, scheint Lynette nun nicht unbedingt die geborene Lügnerin zu sein. Denn Tom wird sehr schnell klar, wer ihm letztlich die Lizenz besorgt hat und regt sich (verständlicherweise) darüber auf. Man kann seine Reaktion gewiss nachvollziehen. Als Mensch braucht man einfach die Bestätigung, dass man selbst was auf die Beine gestellt hat. Wenn man sich die Bilanz bei Tom und Lynette anschaut, gewinnt man tatsächlich den Eindruck, Lynette stemmt viel mehr alleine.

Daher war es für Tom und auch für mich wie Balsam für die Seele, als Lynette ihm klarmachte, sie würden als Team viel mehr erreichen können. Und mal ganz ehrlich: Tom hat doch selbst was auf die Beine gestellt. Er hat die Chance ergriffen und die Räume gemietet, eingerichtet und hat sein Bestes gegeben. Er kann stolz auf sich sein.

Fazit

Diese Episode hielt einige schöne, wie traurige und erstaunliche Momente bereit und handlungstechnisch sehr gut miteinander verbunden worden sind. Ich persönlich freue mich sehr auf eine weitere Episode.

Daniela S. - myFanbase

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