Bewertung

Review: #11.21 Das Juwel in der Krone

Foto: Emily Deschanel, Bones - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Jeff Lipsky/FOX
Emily Deschanel, Bones
© 2014 Fox Broadcasting Co.; Jeff Lipsky/FOX

Kurz vor dem Finale von Staffel 11 bietet "Bones" mit #11.21 The Jewel in the Crown noch eine wirklich unterhaltsame Episode. Dabei gerät der eigentliche Mordfall fast ein bisschen in den Hintergrund, als sich das Team des Jeffersonian Institutes auf die Jagd nach einem Juwelendieb macht.

"I'm gonna catch a thief!"

Scheinbar hat den Serienmachern die ganze Juwelendieb-Idee aus der Jubiläumsfolge so gut gefallen, dass sie diese jetzt auch in die reale "Bones"-Welt mitgenommen haben. Addiert man dazu noch ein paar ausländische Aristokraten und man hat einen spannenden Doppel-Fall. Denn ähnlich wie Aubrey kam man nicht umhin, den wahren Dieb finden zu wollen. Überhaupt schien es für das ganze Team eine willkommene Abwechslung gewesen zu sein: Es wurden fleißig Theorien aufgestellt und Filme verglichen. Naja, bis auf Brennan, die mit Kultfilmen wie Pink Panther mal wieder herzlich wenig anfangen kann. Sie ist eben ein verlorener Fall, wie Angela so schön meint. Dafür schafft sie es erneut, einen Mörder durch einen beherzten Stoß auf ein verletztes Körperteil zu überführen.

Dadurch, dass der ganze Fall mit Franzosen zu tun hatte, bekam die Folge noch einen zusätzlichen Reiz. Denn gerade diese Kulturclashs sind bei "Bones" immer sehr unterhaltsam anzuschauen (wie zum Beispiel auch bei Brennan und Booths Ausflug nach London im Auftakt von Staffel 4). Ganz nebenbei war es eine wirklich gute Entscheidung vom Castingteam, die Rolle des Inspector Rousseau mit Sebastian Roché zu besetzen. Schließlich ist dieser Franzose und konnte damit einen überzeugenden französischen Akzent hinbekommen. Der Nachteil daran war nur, dass ich inzwischen so daran gewöhnt bin, Roché als Bösewicht oder Antagonist zu sehen (zum Beispiel als Mikael Mikaelson in "The Originals"), dass ich die ganze Folge über eigentlich nur darauf gewartet habe, dass Rousseau sich als der Dieb herausstellt. Aber von wegen. Sebastian Roché darf ausnahmsweise mal seinen Gastauftritt als einer von den Guten abschließen.

"Daisy, I am not being haunted by a ghost."

Okay, es war ziemlich offensichtlich, wo diese Handlung hinführen wird. Trotzdem war es echt lustig, Hodgins dabei zuzusehen, wie er langsam aber sicher kurz davor war, "Geister" mit auf die Liste der verrückten Dinge, an die er so glaubt, zu setzen. Zu seiner Verteidigung war ich mir auch nicht ganz sicher, ob da nicht etwas Übernatürliches vorgeht, nachdem Daisy von einer Nachricht gesprochen hat, die jemand für ihn hätte. Immerhin hat "Bones" solche Dinge wie Geister oder Kontakte aus dem Jenseits schon häufiger eingesetzt, wenn auch meistens in Verbindung mit Medium Avalon. Aber die war ja nicht da, also zurück zur Wirklichkeit.

Hodgins bekommt langsam wieder Funktion in seinen Muskeln. Glücklicherweise hat Daisy da extra noch nachgeforscht, denn sonst wäre es ihm vermutlich noch länger nicht aufgefallen. Allein die Hoffnung in den Gesichtern von Hodgins und Angela haben daraus eine meiner Lieblingsszenen der Folge gemacht. Es wird sicher noch ein langer Weg für Hodgins, aber trotzdem freut es mich sehr, dass diese Storyline einen vorsichtigen Schritt in Richtung Happy End gegangen ist. Bis jetzt wurde die Geschichte sehr gut gehandhabt und gerade auch von TJ Thyne sehr überzeugend gespielt. Hoffentlich geht das auch so weiter, schließlich bleibt ihnen nur noch eine halbe Staffel, um zu einem geeigneten Abschluss zu kommen.

"Oh, those are ... temporary."

Es ist mal wieder an der Zeit für eine kleine Storyline, die erklärt, warum Booth nicht ganz so oft in der Folge zu sehen ist. Denn David Boreanaz darf erneut hinter die Kamera und dreht das Finale. Viel mehr dürfte die Nebengeschichte mit Booths Sehproblemen aber kaum bedeutet haben. Ich bezweifle, dass wir davon nochmal hören werden. Trotzdem hat es uns einige lustige Szenen eingebracht. Booth, der die Probleme möglich herunterspielen will, Aubrey, der sofort von Brennan durchschaut wird und Brennan selbst, die nicht so ganz weiß, ob sie das Ganze ihrem Mann unter die Nase reiben, oder doch eher von seinem neuen Look begeistert sein soll. Und so bleibt Booth in "Blinzler"-Optik wohl ein einmaliges Vergnügen.

Fazit

Diese Folge hat wirklich Spaß gemacht. Ein interessanter und etwas außergewöhnlicher Fall, viel Witz und dabei war auch noch Platz für ein paar nette Momente zwischen den Charakteren. Dabei könnte es einem fast entgehen, dass es gar keine Vorbereitung auf das Finale gab. Abgesehen von der Hodgins-Storyline und der kommenden Hochzeit von Cam und Arastoo (wobei ich mir nicht sicher bin, ob wir die tatsächlich noch diese Staffel zu sehen bekommen werden) gab es kaum Hinweise, worum es im Staffelfinale gehen könnte. Natürlich gibt es da ja noch den mysteriösen "Puppenspieler"-Mörder aus #11.13 The Monster in the Closet. Und nachdem 11.21 The Nightmare within the Nightmare das letzte normale Staffelfinale vor dem großen Serienfinale in Staffel 12 ist, kann man da wohl einiges erwarten. Tolle Finale hat "Bones" ja schon immer gehabt und alleine der Episodentitel klingt sehr vielversprechend.

Denise D. - myFanbase

Die Serie "Bones - Die Knochenjägerin" ansehen:


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