Bewertung: 5

Review: #3.03 Der Fall der gerittenen Leiche

"A horse is a horse. Of course, of course." Die absonderlichen Pony-Rollenspiele, mit denen Bones und Booth bei ihren Ermittlungen konfrontiert waren, sorgten wenigstens für einige Lacher in einer ansonsten eher mäßigen Episode.

Die alte Eifersucht-Geschichte

Lässt man einmal die Rollenspiele beiseite, konnte der Fall der Woche nicht gerade mit unerwarteten Wendungen und großen Überraschungen aufwarten. Letzen Endes lief alles auf die alte Eifersucht-Geschichte hinaus. Ed Millner aka "Mr. Ed" möchte zu seiner Ehefrau zurückkehren, was der Geliebten natürlich überhaupt nicht passt, und so wird schließlich das Pony von seiner Reiterin ermordet. Da die Art der Bestattung des Mordopfers den Verdächtigenkreis ohnehin von vorneherein auf die Teilnehmer des Rollenspiels beschränkte, war die Entwicklung des Falls also ziemlich vorhersehbar. Nur so nebenbei bemerkt erinnerte mich der Anblick der Leiche mit den von Maden zerfressenen Augenhöhlen übrigens an Yasmine aus der vierten Staffel von "Angel", aber von "Bones" sind wir ja schon weitaus Ekligeres gewohnt.

"A horse is a horse"

Einmal mehr eine Anspielung aus dem großen Bereich des Fernsehens, die Bones, die ja keinen Fernseher besitzt, nicht versteht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch erst seit einer kurzen Google-Suche weiß, dass es sich bei Mr. Ed um ein intelligentes sprechendes Pferd aus einer Fernsehserie handelt. So allein steht Bones diese Mal also nicht da. Interessant und lustig zu sehen war, wie unterschiedlich unsere beiden Ermittler auf die teilweise wirklich urkomisch wirkenden Rollenspiele reagierten. Während Brennan sogar gesteht, sich hin und wieder selbst auf Rollenspiele einzulassen, und in wissenschaftlichen Vorträgen den anthropologischen Hintergrund des Ganzen erläutert, ist Booth doch eher konservativ eingestellt. Als er sich über die Ponys und ihre Reiter lustig machte, konnte ich nicht umhin zu lachen, auch wenn es teilweise schon etwas fies wurde und ich mich fragte, ob sich ein FBI-Beamter so respektlos verhalten darf.

"Beziehungskrise" bei Zach und Hodgins

Gut gefallen hat mir die Szene zwischen Zach und Hodgins, als beide gleichzeitig herausfinden, dass es sich bei der Tatwaffe um ein Hufmesser handelt, und Hodgins sich darüber beschwert, dass Zach ihm jeglichen Spaß an seinem Erfolg verdorben habe. Zach war immer so etwas wie der kleine Bruder von Hodgins, doch nun hat sich im Verhältnis der beiden etwas geändert. Zach ist durch seinen Aufenthalt im Irak wohl doch deutlich erwachsener und selbstständiger geworden.

Angela unter Hypnose

Angela hat in ihrem Leben nun wirklich schon die verrücktesten Dinge mitgemacht. Umso mehr hat es mich verwundert, dass das Thema Hypnose sie so aus der Fassung brachte. Ich konnte ihre Panik nun wirklich nicht verstehen, denn schließlich haben doch Hodgins und sie beide Interesse daran, Angelas Ehemann zu finden. Das Ganze wirkte eher wie eine schlechte Theatereinlage. Aber wenigstens hat es seinen Zweck erfüllt, und die beiden kennen nun den wahren Namen des großen Unbekannten, so dass es in diesem Handlungsstrang langsam aber sicher ein Vorankommen gibt.

Bones wird Vegetarierin

Brennan, der sonst nicht einmal beim Anblick von verwesten Leichen der Appetit vergeht, empfindet in einer Metzgerei Ekel und beschließt Vegetarierin zu werden. Interessant ist diese Geschichte insofern, dass Emily Deschanel, die Schauspielerin von Bones, im tatsächlichen Leben Veganerin ist und so nun eine Gemeinsamkeit mehr mit ihrer Rolle hat.

Wahre Liebe

Gefallen hat mir der Schluss, als Booth Bones über seine Vorstellung von wahrer Liebe erzählt, die Sex fast zu etwas Magischem werden lässt. Booth "outet" sich als richtiger Romantiker und kann damit sogar Bones überzeugen, was mich wirklich überrascht hat. Der Blick, den sie Booth zum Schluss geschenkt hat, zeigte, dass die beiden inzwischen eindeutig mehr für einander empfinden als nur Freundschaft, was sich auch in den letzten Folgen schon abzeichnete.

Fazit

Trotz einiger lustiger und unterhaltsamer Szenen und dem schönen Schluss mit Bones und Booth war die Episode alles in allem doch eher langweilig. Die Lösung des Falls war einfach zu vorhersehbar und alt dahergebracht. Aber ich bin sicher, dass in der dritten Staffel noch viele interessante und spannende Verbrechen auf uns warten.

Nadine Schuon - myFanbase

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