Episode: #1.06 Schweinchen, Schweinchen

Ben ist zwar ausgezogen, empfängt in seinem Haus jedoch weiterhin Patienten. So kümmert er sich dort um seinen neusten Patienten, der panische Angst vor urbanen Legenden zu haben scheint. Indessen sucht Vivien die Krankenschwester auf, die während ihres Ultraschalls in Ohnmacht fiel und Violet erfährt die schockierende Wahrheit über Tate.

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Dylan McDermott, American Horror Story
© Robert Zuckerman/FX

1994

Ein paar Schüler sitzen in der Bibliothek der Westfield Highschool. Plötzlich nehmen die Schüler Schüsse wahr und ein Mitschüler stürzt panisch in die Bibliothek. Er klärt die anderen darüber auf, dass irgendjemand in der Schule herumläuft und Menschen erschießt. Schnell verschließen die Schüler die Tür der Bibliothek, vergessen dabei jedoch die Tür eines Seiteneingangs. Somit gelingt es dem Amokläufer problemlos, die Bibliothek zu betreten. Bei dem Amokläufer handelt es sich um Tate, der alle in der Bibliothek befindlichen Personen kaltblütig erschießt.

Es klingelt an der Tür des späteren Harmon-Hauses, in dem zu jener Zeit Constance mit ihren Familien lebte. Sie öffnet die Tür und steht vor einigen bewaffneten Männern einer SWAT-Einheit. Einer von ihnen fragt, ob sich Tate in dem Haus befinde. Nachdem Constance dies bejaht, stürmen die Männer das Haus und finden Tate letztlich seelenruhig in seinem Zimmer vor. Constance fleht die Männer verzweifelt an, mit ihrem Sohn reden zu dürfen, doch diese bedrohen ihn bereits mit ihren Waffen. Tate provoziert die Männer, indem er so tut, als würde er sich eine Waffe an die Stirn halten und abdrücken.


In der Gegenwart

Violet erkundigt sich im Internet nach der Westfield High und stößt dabei auch auf einen Artikel, der den Amoklauf von 1994 schildert. Unter den Bildern der Toten erkennt sie auch diejenigen Jugendlichen, die sie und Tate an Halloween belästigt haben. Als sie weiter recherchiert erfährt sie schlussendlich auch, dass Tate den Amoklauf begangen hat. Schockiert rennt sie nach unten und sucht ihre Mutter, trifft jedoch nur auf Tates Mutter Constance, die weiß, dass Violet die Wahrheit über Tate herausgefunden hat. Constance macht Violet klar, dass Tate erst dann solch eine grausame Entwicklung durchmachte, als sie in dieses Haus zogen. Sie glaubt, dass das Haus daran Schuld sei. Violet hält Constance für verrückt, während sich Constance nicht erklären kann, weshalb Violet denkt, es gebe nur eine Realität, die sie wahrnehmen könne. Constance möchte daraufhin, dass Violet sie begleitet, da sie ihr jemanden vorstellen möchte.

Constance bringt Violet in ihr Haus, wo sie ihr Billie Dean vorstellt, die behauptet, ein Medium zu sein. Obwohl Violet ihr keinen Glauben schenken möchte, erzählt Billie ihr ihre Lebensgeschichte und wie sie das erste Mal auf einen Geist traf. Sie verdeutlicht Violet, dass manche Menschen ausgewählt wurden, Geister wahrzunehmen und Violet dazu gehöre. Sie erzählt außerdem weiter, dass es Geister gebe, die nicht akzeptieren möchten, dass sie Geister sind und daher noch weiter auf der Erde festsitzen, da sie es nicht schaffen, ins Jenseits zu wechseln. Violet erfährt, dass Tate ein solcher Geist ist. Constance fügt hinzu, dass sie Tate nur deshalb von Ben therapiert haben wollte, da sie hoffte, dass er dabei endlich von alleine einsieht, dass er ein Geist ist. Sie bittet Violet darum, ihm zu helfen, endlich ins Jenseits zu wechseln. Violet glaubt beiden kein Wort, woraufhin Billie sie auf die Worte einer alten Frau namens Mary anspricht, die im Sterben lag und Violet einst die Worte "Sie verstehen dich nicht" zuflüsterte. Als Billie die erstaunte Violet fragt, ob diese Worte ihr irgendwie bekannt vorkämen, verlässt sie fluchtartig das Haus. Constance fragt Billie, ob sie Violet vertrauen könnten. Billie antwortet, dass sie sich unsicher sei.

Vivien erwacht aus einem Alptraum und ruft daraufhin Luke zu sich, der das Haus und die Umgebung absucht, aber nichts findet. Vivien entschuldigt sich dafür, dass sie ihn umsonst gerufen habe, aber sie hatte das Gefühl, dass irgendjemand hier sei. Ben taucht plötzlich auf und nachdem Luke wieder gegangen ist, fragt Vivien, was er hier mache, da er schließlich ausgezogen sei. Er macht ihr klar, dass er hier zwar nicht mehr wohne, aber immer noch hier arbeite. Vivien verdeutlicht daraufhin die Enttäuschung und Abneigung, die sie ihm gegenüber empfindet. Nach dem Verkauf des Hauses wolle sie nichts mehr mit ihm zu tun haben, auch wenn sie ihm die Kinder nicht vorenthalten möchte. Sie gestattet ihm außerdem, hier weiter seine Patienten zu treffen. Jedoch möchte sie, dass er verschwindet, nachdem er seine letzte Sitzung hatte.

Violet ist im Badezimmer und ritzt sich mit einer Rasierklinge die Arme. Dann hat sie eine Halluzination davon, wie sie sich die Kehle aufschlitzt. Als sie aus der Halluzination erwacht, steht Tate hinter ihr, der sie fragt, ob sie jetzt Angst habe. Sie dreht sich um, doch Tate ist bereits wieder verschwunden.

Ben trifft sich mit seinem neuen Patienten Derek. Er leidet unter Angstzuständen, da er prinzipiell an urbane Legenden glaubt, was sein Leben enorm einschränkt. Momentan mache ihm besonders die Sage des "Piggy Man" Angst. Er soll ein Schlachter aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert gewesen sein, der sich eine Maske aus einem toten Schweinskopf anfertigte, ehe er verstarb. Die Legende besagt, dass, wenn man vor einem Spiegel dreimal den "Piggy Man" ruft, dieser plötzlich erscheint und denjenigen mit einem Schlachterbeil ermordet. Ben fragt Derek, ob er es jemals versucht habe, was Derek verneint. Er habe aber Angst, dass ihn irgendetwas dazu treiben wird. Ben verspricht ihm, dem Grund seiner Angst auf die Spur zu gehen und macht einen neuen Termin mit ihm aus. Bis dahin solle er versuchen, sich trotz seiner Angst vor einem Spiegel zu rasieren. Als Derek verschwunden ist, taucht eine verstört wirkende Violet auf, die sich bei ihrem Vater entschuldigt. Ben nimmt sie in die Arme und Violet äußert ihre Angst, dass die Dunkelheit Besitz von ihr ergriffen habe.

Derweil sitzt Vivien in der Küche und telefoniert mit dem Krankenhaus. Sie fragt nach der Krankenschwester, die während des Ultraschalls an Vivien ohnmächtig wurde. Das Krankenhaus erzählt ihr, dass sie danach gekündigt habe und Vivien bittet sie, ihr auszurichten, dass sie sich bitte bei ihr melden solle. Als sie auflegt, kommt Constance die Tür hinein. Vivien möchte ihr Beleid wegen Adelaides Tod aussprechen, doch Constance weist sie diesbezüglich zurück. Sie äußert ihre Sorge um Vivien, da sie von Moira erfahren habe, dass Vivien unter der Schwangerschaft leidet. Sie hat Vivien Schweineinnereien mitgebracht, die gegen Morgenübelkeit helfen sollen und bittet Moira darum, sie so zuzubereiten, wie während Constances Schwangerschaft. Sie macht Vivien klar, dass das Baby gesund auf die Welt kommen müsse, da ein anderes süßes Kind hier sein muss. Nachdem Constance gegangen ist, bereitet Moira Vivien ihr die Innereien zu. Auch wenn es nicht ihre Angelegenheit sei, macht sie Vivien klar, wie schwer Bens Verrat durch den Betrug doch sei und dass sie glaube, dass Ben sie wieder betrügen würde. Dann serviert sie Vivien das Essen und sagt ihr, dass sie die Bauchspeicheldrüse aufgehoben habe, da sie das Wertvollste sei und am Besten roh gegessen werden sollte, was Vivien jedoch dankend ablehnt. Als Vivien später aber den Teller wegräumt und über der rohen Bauchspeicheldrüse steht, erscheint diese für sie erstaunlich verlockend.

Ben trifft sich erneut mit Derek. Er möchte, dass sein Patient seine Angst überwindet und begleitet Derek ins Badezimmer. Dort soll er nach dem Piggy Man rufen, während Ben draußen wartet. Derek blickt in den Spiegel und sagt den Namen des Piggy Man. Plötzlich scheint etwas in der Dusche zu sein. Als er den Duschvorhang wegzieht, steht vor ihm der Geist der ermordeten Gladys (aus #1.02). Er schreit, woraufhin Ben ins Bad kommt. Der Geist ist verschwunden und Ben versucht, Derek zu beruhigen. Später taucht Ben bei einem Arzttermin von Vivien auf, bei dem ihr Fruchtwasser entnommen werden soll. Sie ist nicht wirklich glücklich darüber, dass Ben gekommen ist, aber Ben beharrt darauf, schließlich sei er der Vater.

Violet trifft sich mit der immer noch verstört wirkenden Leah und entschuldigt sich bei ihr dafür, dass sie sie damals in den Keller gelockt hat (#1.01 Neuanfang). Leah macht Violet klar, dass sie seit dem an den Teufel glaube und erzählt ihr anschließend eine Geschichte aus der Offenbarung des Johannes, in der es um einen roten Drachen geht, der Babys frisst. Am Ende überreicht Leah Violet ein paar Tabletten, die ihr seit dem Geschehenen helfen, zu schlafen.

Einige Zeit später besucht Violet die Bibliothek der Westfield High und trifft dabei auf den Bibliothekar, der seit Tates Amoklauf in einem Rollstuhl sitzt. Sie möchte von ihm mehr über den Amoklauf und mehr über Tate wissen, doch der Bibliothekar zeigt sich nicht sonderlich redselig. Violet ist wütend, dass ihr niemand erklären kann, weshalb Tate den Amoklauf begangen hat. Schließlich haben gute Menschen nicht mal eben einen so schlechten Tag und erschießen Menschen. Der Bibliothekar stellt die Frage in den Raum, ob Tate überhaupt ein guter Mensch gewesen sei.

Vivien konfrontiert Moira in ihrer Küche damit, dass sie sie feuern muss. Es habe nichts mit ihr zu tun, nur leider könne sie sich eine Haushälterin nicht mehr leisten. Moira macht Vivien klar, dass sie umsonst weiter arbeiten werde, da die Arbeit in diesem Haus etwas ganz Besonderes für sie sei. Zudem könne sie eine schwangere Frau nicht einfach alleine lassen. Sie serviert Vivien daraufhin rohes Gehirn, da dies ebenfalls gut für schwangere Frauen sein soll. Vivien isst das Gehirn zunächst skeptisch, jedoch später mit mehr und mehr Begeisterung und isst es völlig auf. Sie selbst ist danach darüber sehr überrascht.

Violet kommt nach Hause. Sie glaubt, Tate in ihrem Haus gesehen zu haben und möchte mit ihm sprechen. Violet geht letztendlich in den Keller, wo sie auf Chad, Charles und zahlreiche weitere Geister des Hauses trifft. Sie rennt panisch in ihr Zimmer und als sie dort an die Wand die Worte "Ich liebe dich" liest, bricht sie in Tränen aus und nimmt zahlreiche Schlaftabletten, die sie zuvor von Leah erhalten hat. Ihr bewusstloser Körper wird wenig später von Tate gefunden, der nicht möchte, dass Violet stirbt. Er zerrt ihren Körper ins Bad, duscht sie mit kaltem Wasser ab und bringt sie dazu, sich zu übergeben. Violet erlangt ihr Bewusstsein zurück, doch als sie realisiert, dass sie nicht gestorben ist, bricht sie in Tates Armen in Tränen aus.

Ben hat erneut eine Sitzung mit Derek, der sagt, dass seine Angstzustände nicht besser geworden seien. Ben macht ihm klar, dass es endlich an der Zeit ist, seinen Ängsten ins Gesicht zu schauen, da er sonst niemals ein richtiges Leben führen könne. Derek scheint dies endlich einzusehen und beschließt, später nach dem Piggy Man in seinem Haus zu rufen.

Vivien hat herausgefunden, wo sich die Krankenschwester befindet, die während des Ultraschalls ohnmächtig wurde und trifft sie in einer Kirche. Diese ist nicht gerade glücklich über den Besuch und Vivien möchte wissen, ob ihre Kündigung irgendetwas mit dem zu tun habe, was sie während des Ultraschalls gesehen hat. Die Krankenschwester sagt ihr daraufhin, dass sie ein unreines Wesen gesehen hätte und tituliert es gar als Plage der ganze Nation. Vivien nimmt ihre Worte nicht ernst und macht ihr klar, dass das Ultraschallgerät lediglich eine Fehlfunktion hatte. Die Krankenschwester erwidert, dass sie sich Hilfe suchen soll.

Derek ist bei sich zu Hause im Badezimmer und hat beschlossen, sich endlich seiner Angst zu stellen. Er steht vor dem Spiegel und sagt "Komm raus Schweinchen". Daraufhin zieht ein Mann den Duschvorhang zurück und schießt Derek in den Kopf. Ein anderer Mann kommt hinzu und regt sich über die Tat des anderen auf, denn eigentlich war nur ein Einbruch geplant, nun ist es ein Mord. Der Mörder rechtfertigt sich und sagt, Derek habe ihn fettes Schwein genannt. Die beiden machen sich daraufhin aus dem Staub.

Constance hat immer noch Besuch von Billie, die ihr sagt, dass Adelaide wütend auf sie sei. Constance bittet Billie, mit Adelaide sprechen zu können. Durch Billie teilt sie ihrer toten Tochter daraufhin mit, wie Leid es ihr tue, dass sie nicht immer eine gute Mutter gewesen sei, sie aber auch verstehen müsse, wie schwer es manchmal für sie war. Sie sagt weiter, dass sie ihre Tochter immer bewundert habe und sie das wundervollste Mädchen war, das sie jemals kennen lernen durfte. Billie teilt Constance mit, dass Adelaide ihr dankt und sie dort, wo sie nun sei, ein hübsches Mädchen ist. Außerdem sei sie froh, dass Constance ihre Leiche nicht mehr auf das Grundstück des Hauses ziehen und sie somit ins Jenseits übertreten konnte. Denn sie wollte nicht mit Tate zusammen weiter existieren, da sie Angst vor ihm habe, jetzt wo sie wisse, was er getan hat.

1994: Constance fleht die Männer der SWAT-Einheit an, mit Tate reden zu dürfen, doch sie lassen sie nicht durch. Tate wird von zahlreichen SWAT-Beamten mit der Waffe bedroht. Als Tate nach einer Pistole schnappen will, feuern die Beamten los und Tate fällt von Kugeln durchsiebt zu Boden. Einer der Beamten fragt Tate, der noch am Leben ist, weshalb er den Amoklauf begangen hätte. Bevor Tate antworten kann, stirbt er aber. Constance bricht derweil weinend zusammen.

Violet liegt in ihrem Bett und liest ein Buch. Tate steht plötzlich in ihrem Zimmer. Er habe gemerkt, dass sie sich verändert habe, seit sie wissen, was Tate getan hat. Tate verspricht ihr, sie von nun an alleine zu lassen, wenn es das ist, was sie wolle. Denn er liebe sie und ihre Gefühle seien ihm wichtiger als seine eigenen. Violet sagt daraufhin, dass er in ihr Bett kommen solle, woraufhin die beiden nebeneinander im Bett liegen und einander anschmiegend einschlafen.

Manuel H. - myFanbase


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