Bewertung: 8

Review: #5.15 Nichts für ungut

Foto: Copyright: 2006 ABC, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Scott Garfield
© 2006 ABC, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Scott Garfield

Also, fassen wir zusammen: Sydney gibt sich jetzt als die tote Anna aus, die wiederum ein Klon von Sydney war und dazu noch mit Sark zusammen arbeiten sollte. Dieser hat Anna ja bei ihrem letzten Treffen einfach Sydney und Vaughn ausgeliefert, was aber eigentlich kein Problem ist, da diese ja sowieso schon tot ist. Alle mitgekommen? Ist ja schon etwas verwirrend, aber gut, "Alias" ist eben eine Serie zum Mitdenken und hier wäre es auch sicher ein Fehler, einfach mal reinzuschauen, denn die ganze Folge baut auf den ganzen Staffeln zuvor auf.

"The circle will be complete when the Chosen One finds the Rose."

Der Hauptstrang richtet sich jetzt vor allem nach Rambaldi und seiner Prophezeiung. Es wäre ja nach fast fünf Jahren "Alias" voll mit Geheimnissen, Erfindungen und Vorhersehungen dieses Mannes auch irgendwie enttäuschend gewesen, wenn er jetzt zum Schluss nicht noch einmal eine wirklich große Rolle spielen würde. Was mich allerdings ein wenig verwirrt hat, war der alte Mann und auch nach öfterem Schauen der Folge werde ich aus diesem Mann nicht schlau. Wenn ich mich recht entsinne, hat dieser ja gesagt, dass "er" (ich gehe jetzt einmal davon aus, dass es dabei um Rambaldi ging) ihm gesagt hatte, dass "die Auserwählte" zu ihm kommen würde. Aber müsste das nicht heißen, dass der Mann mehrere Jahrhunderte alt war? Na gut, wer die Serie nun schon länger verfolgt, wird natürlich wissen, dass bei Rambaldi nichts unmöglich ist. Trotzdem fand ich das Ganze ein wenig verwirrend, wiederum zeigt es aber auch, wie weit doch dieser Rambaldi-Wahn überhaupt geht.

Letztendlich ist aber das, nachdem alle die ganzen Jahre lang gesucht haben, ein kleines Schmuckstück in Form eines Anhängers, welcher alles ins Chaos stürzen soll. Ich bin ja schon jetzt gespannt, was es damit auf sich hat, denn momentan kann ich es mir kaum vorstellen. Dass dadurch aber die ganze Natur zerstört werden soll und die Sterne von Himmel fallen sollen, beunruhigt einen ja dann doch schon ein wenig.

Noch zu erwähnen wäre sicher Sark, der wie immer einen einzigartigen Auftritt hingelegt hat, der an Humor und Originalität kaum zu übertreffen ist. Außerdem fand ich es auch interessant, noch einmal eher unbewusst mitzuerleben, wie Sydney und Sark in einem Team spielen, zwar spielen beide ein falsches Spiel dabei, aber wahrscheinlich lag genau darin der Reiz. Irgendwie werden mir solche Szenen ja schon fehlen, wenn das Ende dann gekommen ist.

I'm gonna give you to 'three' to start talking."

Es beruhigt mich jetzt doch ein wenig, dass wenigstens ein paar Ansätze von einer Storyline bei Rachel und Tom zu erkennen waren. Zwar waren es wirklich nur Ansätze, aber von der einen zur anderen Folge kann man einfach keine Tiefe in einen Charakter bringen. Zwar finde ich es ja ganz nett, dass die beiden nun so zusammen arbeiten, aber für ihren weiteren Verlauf in den letzten Folgen bringt das sicher nicht allzu viel. In meinen Augen wäre die Staffel auch locker ohne die beiden im Hauptcast ausgekommen.

"Oh, my God. All right, the snoring... it kills me."

Für viele Sydney/Vaughn-Shipper war diese letzte Szene wohl eine Erfüllung jahrelanger Träume. Auch wenn man von ihnen in dieser Konstellation noch nicht allzu viel gesehen hat, mag ich schon jetzt behaupten, dass die Familie Vaughn/Bristow eine der liebenswertesten Serienfamilien ist. Und alles, was man sich dabei nur noch wünscht, ist, dass auch Sydney und Vaughn irgendwann einmal ein ruhigeres Leben mit ihrer Tochter leben können.

Im Moment steht dies allerdings in den Sternen und nach Rambaldis Worten zu urteilen, werden diese ja bald vom Himmel fallen. Im Grunde haben die Autoren nun jede Storyline offen gelassen, man weiß also auch hier nicht, wo diese kleine Familie enden wird.

"You're a survivor... just like me. And now thanks to you, I have everything I need..."

#5.15 Nichts für ungut ist eine Folge, die wirklich wichtig für die Serie ist. Sie leitet sozusagen den letzten Kampf ein und auf diesen kann man jetzt schon gespannt sein. Es gab ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten, Spannung, Humor und letztendlich auch etwas fürs Herz.

Aber was mir an der Folge besonders gefallen hat, war der Schluss. Mit diesem kleinen Cliffhanger kann man wirklich sehr gut in die finalen Folgen starten. Sowohl Spannung, als auch eine gewisse Neugierde sind aufgebaut und Sloanes Worte versprechen so einiges. Denn wer wäre Sydney denn, wenn sie ihn damit davon kommen ließe? Wie schon gesagt, hat mir die Folge wirklich gut gefallen, perfekt war sie aber noch nicht, deshalb acht Punkte für diesen symbolischen Startschuss in das Serienfinale.

Ronny Lange - myFanbase

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