Bewertung: 7

Review: #5.12 Bombe im Kopf

Foto: Copyright: 2006 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved. No Archiving. No Resale./Scott Garfield
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Sydney ist nun also schon seit vier Wochen Mutter. Und sie ist eine gute Mutter, schließlich ist sie Sydney. Nur, dass sie gleich wieder arbeiten geht, finde ich nicht wirklich nachvollziehbar. Sie entschuldigt sich zwar bei ihrer Tochter dafür, und es geht ja schließlich auch um Will, doch ihre Tochter sollte für sie Vorrang haben, finde ich. Aber irgendwie ist ja genau das typisch Syd: einerseits wollte sie schon immer ein ganz normales Leben führen und ein Kind haben, andererseits will, beziehungsweise muss sie ständig die Welt retten.

Grandpa Jack

Jack ist ein toller Opa. Er ist total besorgt um seine Enkelin, was ganz deutlich wird, als er die Messer in der Küche wegräumt, obwohl sich ein vier Wochen altes Baby kaum an Messern verletzen kann, die sich auf einem Tisch befinden. Jack erscheint mit ein wenig so, wie man sich im Allgemeinen eine Großmutter vorstellt: Immer um das Enkelkind besorgt und dazu bereit, wirklich alles für das Kind zu tun. Ein Großvater ist dem Klischee zufolge eher der, der das Kind vor zu viel Liebe schützt und einfach will, dass es gesund ist. Diese Rolle entspricht eher Irina, finde ich. Sie ist nicht viel für das Kind da, aber will schon, dass es ihm gut geht, was man ja in der letzten Folge gesehen hat.

Die Babysitter

Die beiden Agents, die auf Sydneys Baby aufpassen, finde ich einfach nur genial. Ich könnte diese Szenen tausendmal sehen. Als die beiden Agenten klingeln und reingehen, erinnern sie sehr an Will Smith in "Men in Black". Dann fangen sie an zu reden und öffnen ihre Koffer und man sieht etwas, das man niemals erwartet hätte. Ich habe sofort Vin Diesel als "Babynator" mit den beiden Agenten assoziiert. Sie sehen zwar aus, wie zwei fantastische Agenten, doch können sie auch super mit Babys umgehen. So nimmt der eine Agent Isabel nur auf den Arm, und sie hört sofort auf zu weinen. Ich frage mich, wie man gleichzeitig Special Agent und 1a-Babysitter wird...

Will Tippin

Endlich einmal sahen wir ihn wieder - kaum zu glauben, dass er früher noch zum Hauptcast gehörte, und nun nur noch so selten mal wieder einen Gastauftritt hat. Aber wenigstens war es insgesamt gesehen ein schönes Wiedersehen. Er und Sydney leben noch, Will ist so gut wie verlobt und glücklich. Schade, dass er vermutlich nur eine Folge bleiben wird, denn zum Ende der Folge sah es schon sehr nach einem Abschied aus. Wenn es so ist, ist es echt schade. Syd und Will haben sich gut verstanden und ich hätte gerne noch mehr Geschichten von beiden gehört, etwa im Stil von der, wie sie sich kennen gelernt haben.

Anna Espinosa oder "Es gibt nur eine Sydney Bristow"

Es war wohl ein großer Schock für alle, dass Anna nun zu einem Klon von Sydney gemacht wurde. Für mich ebenso. Ich dachte echt, so langsam gab es genug Klone, wie zum Beispiel der eine CIA-Agent oder Irina. Was ich aber ein wenig unbegreiflich finde, ist, dass nur Sydney geklont wurde. Wenn man die Möglichkeit hat, sich das Äußere jedes Menschen zu verschaffen, hätte man doch unvorstellbare Macht. Man könnte mehrere Länder und Staaten regieren, indem man sich einfach als Staatschef ausgibt. Aber natürlich verfolgt Prophet Five nur ein Ziel: Rambaldi. Ich denke, so langsam kommen sie ihrem Ziel näher. Sie haben es sogar gewagt, Sloane ihre Gesichter zu zeigen. Doch Sloane hat ja auch etwas von ihnen erhalten: Nadias Heilmittel.

Prophet Five

Prophet Five finde ich sehr faszinierend. Sie existieren vermutlich schon seit mehreren Jahrzehnten, niemand konnte bisher mehr über sie erfahren und sie sind äußerst einflussreich. Zusammen haben sie eine unvorstellbare Macht. Was ich aber viel erstaunlicher finde, ist, dass sie alle an Rambaldi glauben und ihr Leben ihm gewidmet haben - einem Mann, der vor Jahrhunderten gelebt hat.

Einen der besten Sätze dieser Folge muss ich an dieser Stelle einfach zitieren. Dieser Satz stammt von Rachel und sie sagt ihn während der Einsatzbesprechung: "Wer ist Rambaldi?"

In "Alias" geht es ja sehr viel um Rambaldi, somit wissen alle Charaktere der Serie genauestens über ihn Bescheid. Außer den Neuen halt. Für mich steckt hinter dieser Frage aber noch mehr. Zum einen natürlich, dass Rachel bisher nicht von ihm gehört hat. Zum anderen aber auch, dass man eigentlich gar nicht so viel ihm weiß, da er einfach nur irgendeiner war, der vor Jahrhunderten gelebt hat und der wahrscheinlich etwas verrückt war. Umso unbegreiflicher also, dass so viele Menschen ihm ihr Leben gewidmet haben.

Fazit

Spannend, interessant, nett anzusehen. Aber nicht so, dass ich denken könnte, die Folge war besonders oder herausragend. Typisch "Alias" ist diese Folge einfach und wir werden leider nicht besonders überrascht oder vom Hocker gerissen.

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