Bewertung: 6

Review: #5.13 30 Sekunden

Foto: Copyright: 2006 ABC, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Scott Garfield
© 2006 ABC, Inc. All rights reserved. No Archive. No Resale./Scott Garfield

30 Sekunden - Fragt mich bitte nicht, warum diese Episode diesen Titel bekommen hat, ich hab nämlich keine Ahnung. Auch, wenn ich die Folge sehr aufmerksam verfolgt habe, so muss ich bei der entscheidenden Stelle für die Bedeutung des Episodentitels gezwinkert, geniest oder sonst irgendwie abgelenkt gewesen sein. Aber im Grunde ist das ja auch eher Nebensache, nur ist es mir diesmal besonders aufgefallen.

L'Eau De Passion

Meines Erachtens begann die ganze Folge schon etwas schleppend. Sydney schlüpft in die Rolle einer Highsociety-Lady, soll mit der Hilfe einer neuen Erfindung von Marshall sich in irgendein Telefonnetz hacken. Im Grunde zwar eine gute Idee, was bis jetzt auch immer gelungen ist, aber auf der anderen Seite auch nichts Neues. So etwas gab es nun einmal schon oft bei "Alias", allein das Auftreten von Renée brachte ein wenig Abwechslung, konnte die Spannung allerdings nicht anheben. Ich persönlich hätte es ja interessant gefunden, wenn sie schon hier Anna, die ja seit dem letzten Folgenende ein Sydney-Klon ist, mit ins Spiel gebracht hätten. Schon damit hätte die Folge einen viel packenderen Anfang bekommen.

DOA - dead or alive?

Nadia lebt wieder oder sollte ich sagen, Nadia lebte wieder? So schnell sie wieder aktiv im Geschehen mitgespielt hatte, genau so schnell segnete sie nun das Geistliche. Sicherlich wird sie auch noch über ihren Tod hinaus ein Thema für die Serie sein, da sie ja sowohl für Sydney, als auch für Sloane eine große Rolle spielte. Selbst wenn ich nie der größte Nadia-Fan war, so find ich, dass sie mit diesem womöglich letzten richtigen Auftritt noch mal einen netten Abschluss bekommen hat. Nebenbei gefiel mir auch die Szene mit Jack und ihr besonders, weil so eine Verbundenheit zwischen den Beiden doch nicht so oft an der Tagesordnung war.

Der zweite mehr oder weniger bedeutende Todesfall diesmal betraf Renée, war aber nicht wirklich spektakulär. Natürlich war es in der Hinsicht besonders, dass der Sydney-Klon oder besser gesagt Anna die Mörderin war, aber da ihr Charakter durch die Staffel nicht unbedingt die Tiefe bekommen hat, die einem Hauptcharakter zustände, kam mir ihr Tod eher wie eine Nebensache vor und wurde durch die ganze Geschichte um Sloane und Nadia in den Hintergrund gestellt.

Rambaldi or the rest of the world?

Ich muss hingegen sagen, dass mich Sloane hier irgendwie fasziniert hat. Wenn man mal ehrlich ist, hat man solch eine Wendung von ihm schon lange erwartet. Es war doch klar, dass er irgendwann wieder zu Rambaldi findet, doch dass das so geschieht, hat mich dann doch etwas erstaunt. Über so viele Folgen gibt er vor, dass seine Tochter ihm das Wichtigste auf der Welt ist und nun stellt er sich sogar gegen sie und bringt sie, wenn auch eher unabsichtlich, sogar um, nur um dem Rambaldi-Wahn weiterhin Treue zu schenken. Wie erschreckend das auch für den ersten Moment gewesen sein muss, so genial fand ich das dennoch. Ich finde es gut, dass sich nun langsam auch wirklich der Standpunkt aller Charaktere festigt, denn vor allem bei Sloane gab es da ja immer so ein Hin und Her, aber mittlerweile bin ich mir sicher, dass es für ihn nur noch Rambaldi gibt. Da er nun seine Tochter endgültig verloren hat, wüsste ich auch nicht, was ihn davon abhalten sollte. Man kann auf jeden Fall gespannt sein, was sich dort noch abspielt. Die Storyline hat für mich eines der größten Potentiale, die aus dieser Folge hervorkamen.

Im Großen und Ganzen war die Folge okay, aber eben "nur" okay. Oftmals wurden die Spannungsansätze, die sogar recht häufig da waren, einfach nicht ausgenutzt oder ausgebaut, was die ganze Folge ein wenig an Spannung verlieren ließ. Trotzdem war aber nicht alles schlecht an dieser Episode. So finde ich es gut, dass die Autoren der Serie schon hier eine leichte Richtung für das Finale vorweisen, denn wenn ihr mich fragt, wird Rambaldi dort auch noch mal seine Rolle spielen.

Aus meiner Sicht rückt #5.13 30 Sekunden zudem die Gefühlswelt der Charaktere, dabei vor allem von Sloane und noch einmal Nadia, in den Mittelpunkt. Die eigentliche Mission und vor allem Anna treten dabei stark in den Hintergrund. Auch die neuen Hauptcharaktere - und das möchte ich als großes Problem dieser Staffel schon hier aufstellen - bekommen einfach nicht genug Zuwendung und das Resultat ist, dass ein Ableben dieser Charakter einfach unspektakulär wirkt. Insgesamt schwanke ich bei meiner Bewertung im Mittelfeld des Möglichen, entscheide mich dann trotzdem noch für die 6 Punkte, weil es eine nette Folge für Zwischendurch ist, wenn man mal nicht unbedingt von der Spannung gefesselt sein will.

Ronny Lange - myFanbase

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