Bewertung: 2

Review: #8.10 Schlaues Metall

Foto: Robert Patrick, Akte X - Copyright: 2000 Fox Broadcasting; FOX
Robert Patrick, Akte X
© 2000 Fox Broadcasting; FOX

Mit der "Akte X"-Episode #8.10 Schlaues Metall flimmert eine weitere Monster-der-Woche-ohne-Mulder-Folge über die Mattscheibe. Wie immer steht seit dem Verschwinden Mulders neben dem Faktor X die Dynamik zwischen Dana Scully und John Doggett im Fokus.

Faktor X: Schlaues Metall

Der Faktor X dieser Episode stellt also "schlaues Metall" dar. Menschen, die sich mit Ingenieur- bzw. Naturwissenschaften beschäftigen, ziehen vermutlich Parallelen zu dem aus der realen Wissenschaft bekannten Memory-Effekt. Darauf und auf dem ganz normalen Wahnsinn in "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" aufbauend entwickelt sich der weitere Verlauf um Metallmann Raymond Pearce. Die Aufklärung des Falls der Woche wird an sich spannend inszeniert, da der Ausgang bis zur letzten Szene nicht zu einhundert Prozent geklärt wird. Die einzelnen Charaktere werden allerdings sehr oberflächlich behandelt, so dass man den Schicksalen rund um die Zerstörungsschneise von Raymond Pearce nur wenig nachtrauert. Meiner Meinung nach wirken die Nebendarsteller eher uninspiriert und das Hauptmotiv des Metallmanns, nämlich alles und jeden zu töten, der nur annähernd etwas mit seinem übernatürlichen Tod zu tun hatte, haut einen ebenso wenig aus den Socken. Was den Faktor X betrifft, erhalten wir demnach eher laue bis mäßige Unterhaltung.

Scully und Doggett

Zu Scully und Doggett gibt es eigentlich nur eines zu sagen: Es wird Zeit, dass Doggett endlich etwas aufgeschlossener wird, nachdem, was er alles schon selbst erlebt hat. Alternativ muss zeitnah die Rückkehr Mulders erfolgen, da es die Serienmacher sonst langsam, aber sicher schaffen die klassischen "Akte X"-Fans zu vergraulen. In der Vergangenheit trugen wenigstens die Dynamiken zwischen Mulder und Scully zu guter Unterhaltung bei, wenn schon der Fall der Woche eher mittelmäßig zumutete. Mittlerweile verliert die Serie allerdings auch diesen letzten Charme, sodass sich nicht wenige fragen werden, warum man überhaupt noch weiter einschalten sollte. Kurzum: Bitte um Rückkehr zum roten Faden bzw. um Rückkehr von Mulder, sonst muss auch ich die Serie als Zuschauer leider verlassen.

Insider & Hintergründe

  • Robert Patrick spielte in "Terminator 2" selbst "schlaues Metall" und verfolgte Arnold Schwarzenegger als T-1000 Terminator. Dass Robert Patrick in "Akte X" als John Doggett hier ausgerechnet einen Metallmann versucht dingfest zu machen, darf man als interessantes Gimmick verbuchen.
  • Vorbild des Inhalts dieser Folge war wohl der japanische Horrorfilm "Tetsuo: The Iron Man" (1989).



Fazit

Es wird Zeit, zu den Wurzeln der Serie zurückzukehren. Damit die Serie nicht ihren Charme verliert, muss ein neuer spannender roter Faden in Verbindung mit Mulders Rückkehr her. Die Dynamik zwischen Scully und Doggett war für ein paar Episoden unterhaltsam, hat sich aber mittlerweile abgenutzt.

Alexander L. - myFanbase

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