Bewertung: 7

Review: #4.04 Die Fünf

Foto: Nina Dobrev, Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Nina Dobrev, Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Das Mysterium um Connor wird endgültig gelüftet und eröffnet eine Storyline, die sich noch über mehrere Staffeln hinziehen könnte.

"Oh, Stefan. Trust me when I say this: That hunter in there holds the answer to all your prayers."

Here we go again. Nachdem in der ersten Folge dieser Staffel bereits ein Ausweg für Elenas Vampirdasein gesucht wurde, soll es nun tatsächlich ein Heilmittel geben. Meine Begeisterung hält sich, milde ausgedrückt, in Grenzen. Elena ist doch gerade erst verwandelt worden, warum muss man denn dann sofort eine Heilung in die Geschichte mit einbringen? Ich warte immer noch darauf, dass sie sich überhaupt erst mal wie ein Vampir verhält! Selbst wenn es jetzt noch Ewigkeiten dauert, bis dieses Wundermittelchen gefunden wird, so verläuft diese Staffel auch schon wieder nach dem Schema X. In der ersten Staffel war es die Suche nach Katherine, in der zweiten die Suche nach dem Mondstein bzw. einem Weg Elena vor Klaus zu retten, in der dritten Staffel schließlich nach einer Möglichkeit, die Ursprünglichen zu töten. Immer wird irgendetwas gesucht und immer wird die Suche durch die verschiedensten Wendungen erschwert und am Ende stellt sich alles bloß als heiße Luft heraus. Katherine war gar nicht in der Gruft, der Sonne-und-Mond-Fluch existierte nie und die Ursprünglichen kann man nicht töten, ohne alle Vampire auszurotten. Täglich grüßt das Murmeltier.

Etwas Gutes hat diese Entwicklung jedoch: Klaus und Stefan arbeiten wieder zusammen! Obwohl es nur ein Zweckbündnis ist, macht es doch unheimlich Spaß, die beiden wieder interagieren zu sehen. Generell ist es sehr erfrischend, dass man Klaus einfach nicht umbringen kann, ohne Mystic Falls zu entvölkern, und sich mit ihm arrangieren muss. Dieses beidseitige Tauziehen ist sehr unterhaltend und macht Lust auf mehr. Klaus' Kommentare sind einfach zum Schießen und mit ihm zusammen ist Stefan auch zur Abwechslung mal keine Schlaftablette. Es wird nun spannend sein, zu sehen, inwieweit Stefan das Geheimnis wirklich für sich behält und welche Auswirkungen das auf die Interaktion mit den anderen haben wird.

"What is this guy? Witchipedia?"

So einen Professor hätte ich auch gerne, selbst wenn ich mich dann nicht mehr auf die Vorlesung konzentrieren könnte. Bonnie scheint ähnlich angetan von ihm zu sein und Professor Shane hat wiederum großes Interesse an unserer kleinen Hexe für alles. Dabei hat er allerdings eine ganz eigene Agenda, was ihn nur noch interessanter macht. Er ist der Grund dafür, dass sich die Vampire von Mystic Falls mit Connor herumschlagen müssen und weiß höchstwahrscheinlich viel mehr über die ominösen Fünf als unseren Vampiren lieb sein kann. Ich habe keine Ahnung, was er genau vor hat und diese geheimnisvolle und damit leicht bedrohliche Ausstrahlung gefällt mir sehr. Ich hoffe, dass er das Mysterium um die Vampire, Hexen, Doppelgänger, Ursprünglichen und Jäger erweitert, ohne dabei irgendwelche plumpen Erklärungen zu liefern. Wissen ist Macht und das merkt man bei ihm ganz deutlich.

"Everyone is someone's uncle or father or camp counselor or Bible studyteacher, Elena. You don’t know these people. Why do you care?" – "I care because I’m still me. I still have the same feelings. I’m sorry if that spoils your master plan to turn me into a super vampire."

Und schon wieder ist Damon der Buhmann, obwohl er schlicht und ergreifend Recht hat und es außerdem das Ziel dieses Ausflugs war, Elena den Umgang mit Blut beizubringen, ohne dass sie dabei jemanden tötet. Das hat er geschafft und Elena hatte auch noch Spaß dabei. Es ist also eine win-win Situation … nur sehen das Elena und Bonnie irgendwie anders. Ich verstehe überhaupt nicht, wo da jetzt schon wieder das Problem liegt und ich will es auch nicht verstehen. Das ist immerhin eine Serie über Vampire und nicht über Heilige. Es ist so deprimierend! Als Zuschauer hat man endlich einen kurzen Blick auf eine lockere, fröhliche und ausgelassene Elena erhaschen können, nur um fünf Minuten später wieder die selbst hassende und jammernde Version von ihr vor die Nase gesetzt zu bekommen.

"You can’t be trusted, little sister. You’ll be blabbing to the first boy that calls you pretty. I mean, it’s pathetic!"

Rebekah kann einem in dieser Folge nur leid tun - und zwar noch mehr als sonst. Sie verliebt sich in einen geborenen Vampirjäger und vertraut ihm so sehr, dass sie jede Vorsicht vergisst... mit fatalen Folgen. Klaus bringt ihn schließlich um und Rebekah hält trotz dieser herben Enttäuschung zu ihrem Bruder, der sie immer wieder erdolcht und mies behandelt. Als sie sich in Stefan verliebt und Klaus deswegen verlassen möchte, stellt er sie kurzerhand mal wieder kalt. In der Gegenwart wird sie schließlich damit konfrontiert, dass Stefan Elena nun abgöttisch liebt. Daraufhin erobert Matt ihr Herz, doch sie verscherzt es sich mit ihm, als sie ihn fast getötet hätte und ihre Bemühungen, sich zu entschuldigen, sind bislang (verständlicherweise) ohne Erfolg. Und zu guter Letzt nutzt Stefan ihr Begehren nach Zuneigung – egal welcher Art – aus, um das Geheimnis der Fünf zu erfahren und Klaus stellt sie durch einen Dolch erneut ruhig. Ich hoffe, dass es bald wieder für sie bergauf geht.

Fazit

Diese Folge weiß zu unterhalten und bringt eine interessante Wendung mit sich. Obwohl ich dieser Vampirheilung sehr skeptisch gegenüber stehe, will ich erst einmal abwarten, wie sich die Geschichte entwickelt. Regelrecht auf den Keks ging mir jedoch Elenas unverständliches Gejammer über ihre Situation, die wahrscheinlich nur die Notwendigkeit der Heilung unterstreichen sollte.

Meike S. - myFanbase

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