Marvel's Runaways - Review Staffel 1

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Nachdem ich den Piloten von "Marvel's Runaways" gesehen habe, war ich schon ziemlich angetan, da ich auch das erste Comic dazu gelesen habe und neugierig war, wie die Serienadaption geworden ist. Dennoch hat es dann nochmals eine ganze Weile gedauert, bis ich Staffel 1 fertig geguckt habe. Wie sie mir gefallen hat, erfahrt ihr nun.

Manchmal weiß ich selbst nicht, weshalb ich solange brauche, um eine Staffel zu schauen, wenn mir doch der Pilot gut gefallen hat. Bei "Marvel's Runaways" war es aber definitiv der Fall, dass ich mir dafür wirklich Zeit nehmen wollte, da dieses Format in seiner Erzählung und den Zusammenhängen in meinen Augen dann doch anspruchsvoller war. Gerade nach den ersten zwei Episoden wurde mir klar, dass es die Staffel über nicht immer eitel Sonnenschein sein würde.

Gut gefallen hat mir zumindest, dass durch die Ereignisse Alex (Rhenzy Feliz), Nico (Lyrica Okano), Karolina (Virginia Gardner), Gert (Ariela Barer), Chase (Gregg Sulkin) und Molly (Allegra Acosta) wieder Freunde geworden sind und so auch ihre Probleme und Unstimmigkeiten aus der Vergangenheit aufgearbeitet werden konnten. Besonders tragisch und rührend fand ich Amys (Amanda Suk) Tod, denn an diesem geben und gaben sich sowohl Alex als auch Nico die Schuld und das hat ja bei beiden eine Charakterveränderung bewirkt, die sie zum Teil sehr einsam gemacht haben. Es ist wirklich schlimm, wenn man denkt, man hätte den Tod verhindern können, wenn man auf mögliche Zeichen geachtet hätte und dadurch auch Freundschaften zu Bruch gehen, weil es gegenseitige Schuldzuweisungen gibt. Jedoch tragen am Tod von Amy weder Alex noch Nico Schuld, da die Grausamkeit ganz woanders liegt und hier fand ich interessant, wie alles miteinander verknüpft wurde. Amys Tod hat natürlich auch Tina (Brittany Ishibashi) und Robert (James Yaegashi) verändert. Ich muss leider gestehen, dass ich Tina bis zum Staffelfinale ziemlich unsympathisch fand, weil sie so unnahbar war und dadurch auch arrogant wirkte. Aber Roberts Affäre mit Janet (Ever Carradine) und die Tatsache, dass er sich für diese hätte geopfert, hat bei Tina eine sehr verletzliche Seite zum Vorschein gebracht, da sie Robert trotz allem noch immer liebt. Noch deutlicher wurde die verletzliche Seite, als im Staffelfinale bekannt wurde, wer tatsächlich für Amys Tod verantwortlich gewesen ist und dass es noch mehr Opfer, als die bereits genannten Personen, gibt.

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Denn letztlich ist Jonah (Julian McMahon) der Verantwortliche und auch derjenige, der vor allem auch Leslie (Annie Wersching) ausgenutzt hat. Obwohl Leslie mit Frank (Kip Pardue) wirklich einen guten, ehrlichen und liebevollen Mann an ihrer Seite hat, hat sie eine Affäre mit Jonah gehabt oder hatte sie bis zum Staffelfinale noch, aus der Karolina entstanden ist. Offen gestanden bin ich mir noch immer nicht sicher, bei was es sich um Jonah genau handelt. Fest steht zumindest, dass er übernatürliche Kräfte hat, die aber mindestens einmal jährlich 'aufgefrischt' werden müssen und das am besten mit dem Körper eines Teenagers, weshalb es diese jährlichen PRIDE-Treffen und Opferungen gibt. Ich mag Julian McMahon unglaublich gerne und diese Rolle passt zu ihm, denn Jonah ist in meinen Augen ein charmanter Bösewicht. Aus diesem Grund tut mir auch Leslie so leid, denn erstmal hat sie gedacht, sie genießt Jonahs volles Vertrauen und zweitens hat sie tatsächlich echte Gefühle für ihn, doch stattdessen hat er genau das ausgenutzt. Über den Grund bin ich mir noch immer nicht ganz sicher, aber ich denke, er braucht eigentlich nur Victor (James Marsters), um sein Teufelswerk zu beenden und Leslie hat nur die Drecksarbeit für ihn gemacht.

Victor gehört auch nicht unbedingt zu meinen Sympathieträgern, was an seiner ganzen Art liegt, wie man ihn schon eingeführt hat. Dennoch fand ich sehr interessant, wie seine Wesensveränderungen eingebunden und erklärt wurde. Zugegeben hat mir der nette Victor tatsächlich mehr Angst gemacht, weil man ihn so eben nicht kannte und ich mir immer gedacht habe, wann es denn umschlagen würde. Dass Janet ihn aber erschießt bzw. anschießt, war dann doch überraschend für mich. Ohnehin ist auch Janet eine eher tragische Person bzw. Figur. Sie ist eine herzensgute Frau und fürsorgliche Mutter in meinen Augen, jedoch auch ziemlich schüchtern, was schade ist. Denn wie Janet selbst sagt, hätte sie beruflich mehr erreichen können und ich hoffe, dass man das in der zweiten Staffel vorantreiben wird, da Potenzial definitiv vorhanden ist und ausgeschöpft werden muss.

Kommen wir mal zu Dale (Kevin Weisman) und Stacey Yorkes (Brigid Brannagh), die ich durchaus gewöhnungsbedürftig finde, allerdings sind sie mir auch die sympathischsten. Auf mich wirken sie nicht so besessen, wenn es um PRIDE geht wie beispielsweise Tina. Die beiden sind irgendwie eine moderne Form von zerstreuten Professoren, die vielleicht auch nur noch bei PRIDE sind, weil sie die Gefahren nicht kannten oder eben auch (noch) nicht abschätzen konnten. Man konnte aber besonders in den Finalfolgen erkennen, dass sie wirklich gute Freunde von Gene (Vladimir Caamano) und Alice (Carmen Serano) gewesen sind und das Beste für Molly und letztlich auch Gert woll(t)en.

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Abgesehen von den Specialeffekts, die ich besonders bei Karolinas Leuchten toll finde, mag ich bei dieser Staffel besonders, dass man die Freunde nach und nach wieder zusammengeführt hat, was mir auch besonders gut in Sachen Liebesbeziehungen gefallen hat, denn da war es wie ein Viereck, damit sowohl Chase und Gert erkennen, dass sie doch irgendwie zusammengehören, aber auch Nico und Karolina. Besonders bei Nico fand ich es toll, dass man ihr so die Möglichkeit gegeben hat, sich wieder wem öffnen und vertrauen zu können. Gut gefallen hat mir auch, dass man den Teenagern allen besondere Fähigkeiten gegeben haben, die in diesem Sinne keine übernatürlichen Kräfte sind, sondern einfach Fähigkeiten ihres Könnens, welche verfestigt worden sind. Somit gehe ich auch davon aus, dass Staffel 2 toll wird und auch Alex' Eltern Catherine (Angel Parker) und Geoffrey (Ryan Sands) nochmals anders dargestellt werden. Ähnlich wie Frank, der sicherlich noch mehr in sich trägt, als man bisher erkennen konnte.

Fazit

"Marvel's Runaways" legt in seiner ersten Staffel einen guten Grundstein und zeichnet tolle Charaktere und die jeweiligen Konstellationen sind auch großartig, weil sie genauso viel Potenzial versprechen, wie die eigentliche Geschichte auch. Gepaart mit diesem guten Cast freue ich mich wirklich sehr auf die zweite Staffel.

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Daniela S. - myFanbase

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