Love, Victor - Reviews
Staffel 2

Foto:

In unseren Kritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu den Folgen der zweiten Staffel kundzutun und mit uns über die Serie zu diskutieren.

"Love, Victor" ansehen:

#2.01 Die perfekte Sommerseifenblase

Foto: Love, Victor - Copyright: 2020 2Oth Television; Patrick Wymore/Hulu
Love, Victor
© 2020 2Oth Television; Patrick Wymore/Hulu

"Love, Victor" ist zurück und obwohl nur wenige Monate zwischen der ersten und zweiten Staffel liegen, musste ich jetzt feststellen, wie sehr mir diese Feel-Good-Serie gefehlt hat. Was mich auch freut ist, dass beim Cliffhanger der ersten Staffel direkt wieder angesetzt wurde. Pilars (Isabella Ferreira) Reaktion war wohl die schönste und liebevollste auf Victors (Michael Cimino) Coming-out. Isabel (Ana Ortiz) hat mich etwas erschreckt, denn ich habe zwar damit gerechnet, dass sie nicht allzu freudig reagieren würde. Aber: "Lasst uns schlafen gehen und morgen drüber reden", ist wohl kaum die Antwort, die man von seiner Mutter erwartet. Armando (James Martinez) hatte die deutlich bessere Reaktion, was vielleicht auch an seinem Auszug liegt. Ein bisschen schade finde ich es schon, denn man sieht ihm an, dass er leidet. Wobei mir Adrian (Mateo Fernandez) am meisten leid tut und ich hoffe, dass er die ganze Situation gut übersteht. Der Zeitsprung von zehn Wochen fand ich in Ordnung, denn so erleben wir bereits eine gefestigte Beziehung von Victor und Benji (George Sear). Ich fand es toll, was Benji darüber gesagt hat, dass nur er und Victor wichtig seien und alles andere nur Hintergrundgeräusche sind. Daher fand Victor sicher auch den Mut, seiner Mutter zu sagen, dass sie Benji als seinen festen Freund bezeichnen soll. Apropos Freund(e). Ich finde es toll, dass Felix (Anthony Turpel) und Lake (Bebe Wood) mit den beiden abhängen und Lake dennoch Mia (Rachel Hilson) als ihre beste Freundin an erste Stelle stellt. Ich habe ja das Gefühl, dass Mia irgendwann (in dieser Staffel) mit Andrew (Mason Gooding) (wieder) zusammenkommen wird. Auch bin ich gespannt, ob Veronica (Sophia Bush) das Baby tatsächlich bekommen wird und spannend wird es wohl auch bei Felix und seiner Mutter (Betsy Brandt). Ich bin sehr froh, endlich wieder die Geschichten von Victor und den anderen verfolgen zu können und freue mich auf den weiteren Verlauf.

#2.02 Der erste Schultag

Foto: Michael Cimino & George Sear, Love, Victor - Copyright: 2021 20th Television; Mitchell Haaseth/Hulu
Michael Cimino & George Sear, Love, Victor
© 2021 20th Television; Mitchell Haaseth/Hulu

Es gibt Serien, bei denen freut man sich schon im Vorfeld auf die neueste Episode, denn man weiß, dass sie einfach nur genial sein kann und am Ende alles gut wird. "Love, Victor" ist eine davon. Denn obwohl es in der vergangenen Episode besonders für Mia nicht allzu positiv ausging und sie mir leid tat, hat man zwar zu Beginn eine Fortsetzung geboten bekommen, denn durch Victor, der dann doch Angst vorm Outing in der Schule hatte, wurde das Gerücht in die Welt gesetzt, dass Mia ihn betrogen hat. Hier muss ich mal wieder Lake loben. Sie ist einfach eine beste Freundin, wie sie im Buche steht und ganz ehrlich: Ich würde mich nicht mit ihr anlegen wollen und schon gar nicht, wenn ich an ihren Fahrstil denke. Sie nietet einen vielleicht noch um. Und Mia? Ich wünsche ihr so sehr, dass sie mit Tyler (Daniel Croix) ihr Glück findet, denn sie harmonieren perfekt zusammen. Fragt sich nur, ob er ihr auch die kleine Notlüge verzeiht. Irgendwie kann ich sie verstehen, dass sie zum einen nicht mit der High School in Verbindung gebracht werden wollte und dass sie das Ganze jemandem erzählen musste, der sie nicht gut kennt. Und wie toll ist bitte Pilar? Ich habe ja schon in der ersten Staffel den Wunsch geäußert, man möge sie und Felix zu (besten) Freunden machen. Ihre Aktion war einfach toll und dass sie dafür auf das Konzert verzichtet hat, macht sie echt zu einer tollen Persönlichkeit. Wenig begeistert bin ich von Isabel. Erst einmal dass sie ihren Sohn so verunsichert und dann, dass sie ihre 'schmutzige Wäsche' nicht vor anderen ausbreiten möchte. Wie dämlich ist das denn bitte? Ich hoffe, sie fängt sich wieder oder zumindest, dass sie mit der neuen Situation etwas besser umgehen kann. Victors Coming-out und sein Voice Over waren ein toller Abschluss für diese Episode.

#2.03 Probleme in der Umkleide

Foto: Michael Cimino & Bebe Wood, Love, Victor - Copyright: Richard Cartwright/Hulu
Michael Cimino & Bebe Wood, Love, Victor
© Richard Cartwright/Hulu

Eigentlich ist "Love, Victor" ja eine Serie, die problemlos ohne Klischees auskommt, doch in dieser Episode griff man dann doch arg in diese Kiste. Sehr schade, denn meiner Meinung nach wäre es auch ohne gegangen. Dass Victors Coming-out Folgen haben wird, war mir zwar klar... aber solche? Er tat mir durchaus leid und irgendwie habe ich mir gewünscht, Lake hätte den Holzköpfen eine Ansage gemacht! Die hätte gesessen und ich hätte sie abgöttisch gefeiert. Aber auch Andrew hat mir gefallen. Wenn man bedenkt, wie doof er zu Beginn der Serie war. Dass Victor letztlich diesen Sport aufgibt, finde ich schade und überraschend, es zeigt aber auch, dass er sich letztlich für sich und seinen Seelenfrieden entschieden hat und er und Mia sind wieder als Freunde vereint. Das Gespräch war großartig, denn es zeigt, dass sie sich als Freunde viel wichtiger sind als alles andere. Ein neues Freundschafts-Duo könnte sich auch zwischen Armando und Simons (Nick Robinson) Vater Jack (Josh Duhamel) bilden, denn Letzterer hat ihm genau den richtigen Tipp gegeben, auch wenn es jetzt natürlich blöd ist, da Victor diese Entscheidung mit dem Sport getroffen hat. Lake kann man nicht nur als beste Freundin wie sie im Buche steht beschreiben, sondern auch feste Freundin wie sie im Buche steht. Man muss sie und Felix einfach lieben! Dass er anfangs gelogen oder vielmehr ein bisschen die Wahrheit verschleiert hat, kann ich durchaus verstehen, denn es ist nicht leicht, zuzugeben, dass er aufgrund der Erkrankung seiner Mutter ziemlich in der Scheiße ist. Umso toller fand ich dann eben, wie großartig Lake reagiert hat! Pilar tut mir ein bisschen leid, denn ich glaube, sie hat sich in Felix verguckt. Sehr freue ich mich auch, dass Mia Tyler die Wahrheit gestanden hat und er ziemlich cool damit ist. Mal sehen, was so zwischen den beiden noch passieren wird. Dass Isabel in dieser Episode nicht dabei war, fand ich auch ganz in Ordnung.

#2.04 Die Sex-Hütte

Foto: Anthony Turpel & Michael Cimino, Love, Victor - Copyright: Mitchell Haaseth/Hulu
Anthony Turpel & Michael Cimino, Love, Victor
© Mitchell Haaseth/Hulu

Die Zweisamkeit ist so eine Sache für sich, denn oftmals hat man sie nicht. Das müssen nicht nur Benji und Victor erkennen, sondern auch Lake und Felix. Ich finde es toll, dass die vier so toll miteinander harmonieren, weshalb ich das mit der Hütte einen prima Vorschlag fand. Anfangs fand ich es ein bisschen komisch, dass sie dann auch noch Mia und Andrew mit Anhang einladen, aber die Größe der Hütte ist ja der Knaller! Auch konnte ich Victor verstehen, der Panik hat, sein erstes Mal zu erleben, denn es ist eben doch schon etwas ganz Besonderes und dann ist da kein Empfang. Ja, durchaus eine Katastrophe. Simons Nachricht fand ich aber echt toll, denn sie hat gezeigt, dass Victor nur auf sich selbst hören muss. Lake tat mir ziemlich leid. Da wir ihre Mutter ja erlebt haben, konnte ich ihr dahingehend noch mehr nachempfinden. Mit Felix hat sie da aber wirklich den perfekten Freund. Ich habe die beiden wieder einmal gefeiert, weil sie einfach ein Traumpaar sind und trotz Schwierigkeiten und Verletzungen (armer Felix) ihre Zweisamkeit bekommen und genießen konnten. Von Tyler bin ich echt enttäuscht! Ich dachte, er sei kein arroganter Schnösel... aber genau das ist er. Nur mit seinem Kram beschäftigt. Kein Wunder, dass Mia ihn hat stehen lassen und vollkommen zurecht. Somit dürfte die Bahn ja eigentlich für Andrew frei sein, denn mit Lucy (Ava Capri) ist es garantiert auch vorbei. Aber vorbei scheint es noch nicht mit Armando und Isabel zu sein. Verstehe ich sogar, toll finde ich es jedoch nicht, da ich Isabel als Störfaktor mit ihrer Haltung gegenüber Victor empfinde.

#2.05 So schwul

Foto: Rachel Naomi Hilson, Love, Victor - Copyright: 2021 20th Television; Dylan Coulter
Rachel Naomi Hilson, Love, Victor
© 2021 20th Television; Dylan Coulter

"Love, Victor" ist einfach eine Serie, die einen immer wieder überrascht und das in vielerlei Hinsicht. Auch wenn es Victor vielleicht nie so wirklich zugeben würde, so hat er doch Leidenschaft für den Basketball und ich freue mich unglaublich, dass Andrew ihm so gut zugesprochen hat, damit er zurück ins Team kommt. Wenn einer der Charaktere der ersten Stunde eine absolute Wendung gemacht hat, dann auf jeden Fall Andrew. Man konnte ihn in dieser Episode nur feiern, denn er war es auch, der mit dem Team gesprochen hat und sich alle einschließlich der Coach die Haare pink gefärbt haben, um zu signalisieren, dass sie alle geschlossen hinter Victor stehen. Was für eine tolle Geste! Und wer nicht mitzieht, der passt eben nicht mehr ins Team... ganz einfach. Dass Benji am Ende beim Spiel war, zeigt einfach auch nochmal dessen Loyalität. Ich hatte bzgl. Andrew angenommen, dass er sich von Lucy trennt. Dass es aber sie ist, hat mich überrascht. Noch mehr hat mich aber überrascht, dass Andrew nicht nur erleichtert war, sondern es sofort zum Kuss zwischen ihm und Mia kam. Ich drücke den beiden ganz fest die Daumen, dass es zwischen ihnen klappt. Irgendwie habe ich diesen Wunsch auch bei Armando und Shelby (Julie Benz), die beiden harmonieren in meinen Augen wirklich toll zusammen. Denn wenn ich an Isabel denke, wird mir ehrlich gesagt ziemlich komisch in der Magengegend. Ich kann ja noch nachvollziehen, dass für sie die Situation noch (immer) neu ist, aber beim Essen klang es so, als wolle sie Victor seine Homosexualität austreiben, da sie nicht in ihr Weltbild passt und dabei hatte ich nie den Eindruck, dass sie überhaupt gläubig ist. Wie ich schon neulich schrieb, ist sie ein Störfaktor in meinen Augen. Herr Gott nochmal, er ist dein Sohn! Liebe und akzeptiere ihn wie er ist. Punkt. Aus. Ende. Überrascht war ich hingegen von Georgina (Leslie Grossman), wie einfühlsam sie gegenüber Lake war, allerdings könnte das auch gewaltig nach hinten losgehen. Denn ich habe das Gefühl, Lake hat ihrer Mutter das Geheimnis von Felix und seiner Mutter gestanden und ich bin mir nicht sicher, ob das so gut war. Ich hoffe, dass wir Betsy Brandt noch ein bisschen behalten können, da sie die Rolle perfekt spielt!

#2.06 Hochachtungsvoll, Rahim

Foto: Michael Cimino, Love, Victor - Copyright: 2021 20th Television; Dylan Coulter
Michael Cimino, Love, Victor
© 2021 20th Television; Dylan Coulter

In dieser Episode von "Love, Victor" standen diesmal die Eltern der Kinder hauptsächlich im Zentrum und hier und da war es manchmal nicht so einfach, dem Ganzen Aufmerksamkeit zu schenken. Nachdem ich bereits die Vermutung geäußert hatte, dass Lake ihre Mutter über Felix und Dawn informieren würde, taucht Georgina prompt bei den beiden auf und auch ich hatte die Vermutung, dass sie kurz danach die Polizei und das Jugendamt informieren würde. Jedoch scheint sie tatsächlich auch eine ziemlich einfühlsame Seite zu haben und das gefällt mir gut. Schade, dass es letztlich doch so geendet hat, wie ich es vermutet habe und dass auch die Beziehung von Felix und Lake belastet ist. Dabei sah es so aus, als würden sie die Sache gemeinsam durchstehen. Ich kann Felix gut verstehen, dass er es nicht gewohnt ist, Hilfe zu bekommen. Ebenso gut kann ich es auch verstehen, dass er momentan nicht so gut auf Lake zu sprechen ist. Ich bin mir aber sicher, dass sie dennoch für ihn da ist, wenn er wieder auf sie zukommt. Mia konnte ich genauso gut verstehen, die Angst hat, Andrew zu verlieren, wenn ihre Beziehung enger und damit auch wichtiger und vertrauter wird. Aber Andrew hat vollkommen recht, dass er schon ihr ganzes Leben an ihrer Seite ist und nie gegangen ist. Warum sollte er denn jetzt gehen, wenn er doch genau dort angekommen ist, wo er immer sein wollte? Er entwickelt sich immer mehr zu meinem Favoriten. Veronica tat mir auch unglaublich leid und ich kann gut nachvollziehen, warum sie bei ihrer Vorgeschichte noch keine Verbindung zum Baby aufbauen möchte, jedoch entscheidet man das ja nicht alleine, sondern das Herz. Von Isabel bin ich durchaus positiv überrascht. Zunächst war ich ein bisschen verwundert, wie locker sie letztlich auf Rahim (Anthony Keyvan) reagiert hat, aber beim Essen hat man deutlich gemerkt, dass ihre Ratschläge eigentlich sie selbst beschrieben haben und ich fand es toll, dass auch Victor das erkannt hat, somit fand ich Benjis Reaktion nicht so pralle. Auch konnte ich Isabel nach der Kirche gut verstehen, dass ihr von ihren Eltern diese Denkweise so eingetrichtert worden ist, dass es ihr nicht leicht fällt, das abzulegen, weil es eben so tief verwurzelt ist. Ihre Reaktion auf Felix' Bitte hat aber wieder gezeigt, dass sie eben doch ein gutes Herz hat und einfühlsam ist.

"Love, Victor" ansehen:

Eure Meinung ist gefragt!

Diskutiert mit uns in den Kommentaren über die "Love, Victor"-Episoden der zweiten Staffel.

Welche Staffel-2-Episode von "Love, Victor" hat euch am besten gefallen?

#2.01 Die perfekte Sommerseifenblase
#2.02 Der erste Schultag
#2.03 Probleme in der Umkleide
#2.04 Die Sex-Hütte
#2.05 So schwul
#2.06 Hochachtungsvoll, Rahim

Daniela S. - myFanbase

Zur "Love, Victor"-Reviewübersicht

Kommentare