Neustarts 2018/2019 - Fazit, Teil 1

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Die TV-Season 2018/2019 hatte wieder viele neue Serien im Angebot, seien es Comedy- oder Dramaserien. Neben Mystery und Science-Fiction fanden auch einige Adaptionen und Reboots Anklang bei den Zuschauern und so war in jedem Genre etwas vertreten. Wir ziehen ein Fazit nach der Season und schauen teilweise, was aus unseren vielversprechendsten Neustarts geworden ist. Konnten die Erwartungen erfüllt werden? Welche Serien haben enttäuscht und welche stattdessen überzeugt?


Fazit von Catherine


Im vergangenen Sommer habe ich mit meinen Kolleginnen auf die vielversprechendsten Neustarts der Season 2018/2019 geblickt. Für mich stachen "A Million Little Things", "The Fix" und "God Friended Me" anhand der Trailer aus der Masse heraus. Da es bisher allerdings noch keine der drei Serien nach Deutschland geschafft hat, konnte ich mir leider kein Bild davon machen. Immerhin zwei der Serien haben es geschafft, um eine zweite Staffel verlängert zu werden - "A Million Little Things" und "God Friended Me" - was die Chancen erhöht, es auch ins deutsche Fernsehen zu schaffen. "The Fix" endet derweil nach Staffel 1, was - ohne eine Folge gesehen zu haben - schon nach dem Trailer wahrscheinlich schien. Immerhin hatte ich damals schon angenommen, dass man der Hauptfigur Maya Travis (Robin Tunney) nicht in jeder Staffel einen neuen riesigen Fall geben kann. Also hat man es jetzt bei einer Staffel belassen und die Zuschauer immerhin so zufrieden gestellt, dass man den Fall abgeschlossen hat und "The Fix" damit zu einer Art Miniserie hat werden lassen. Apropos Zuschauer: Viele hatte die Serie nicht, was wohl auch zu der Absetzung geführt hat. Insofern waren es bei den Verantwortlichen im Gegensatz zu mir wohl weniger inhaltliche als finanzielle Bedenken. Nichtsdestotrotz würde ich diese eine Staffel gerne selbst noch sehen, um mir ein Bild davon zu machen, ob die spannende Grundvoraussetzung und Marcia Clarks Hintergrund, der in das Konzept der Serie eingewoben wurde, glaubwürdig umgesetzt wurden.


Fazit von Lena Donth


Vor bald einem Jahr habe ich "All American", "Single Parents" und "A Million Little Things" als meine vielversprechendsten Neustarts der Season 2018/19 benannt und nun muss ich beim Formulieren des Fazits doch schmunzeln, denn ich habe nur "Single Parents" mit seiner ersten Staffel beendet, während ich bei den beiden Dramaserien nicht über den Piloten hinausgekommen bin. Das ist mir bisher eigentlich noch nie passiert, da ich ansonsten ein recht gutes Gefühl habe, welche neuen Serien mich wohl überzeugen werden. Jetzt könnte ich natürlich argumentieren, dass vielleicht einfach nur die Zeit gefehlt hat, aber ich habe dafür ja andere Neustarts auch konsequent durchsehen können. Daher muss ich wohl resultieren, dass mich "All American" und "A Million Little Things" doch nicht so überzeugt haben, wie ich gedacht habe. Dennoch werde ich beide Serien in der Sendepause nun aufholen, da schließlich jeweils eine zweite Staffel genehmigt wurde. Vielleicht packen sie mich doch noch…

Single Parents

Bei "Single Parents" muss ich sagen, dass mich die erste Staffel der Comedyserie gut unterhalten konnte. Der Cast ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen und sie haben ihren unterschiedlichsten Charakteren so viel mitgeben können, dass es sich schnell wie eine kleine Familie anfühlte, die durch dick und dünn geht. Dennoch würde ich die Serie nicht unbedingt als innovativ bezeichnen, da auch schon in anderen Comedyserien alleinerziehende Elternteile im Mittelpunkt standen. Die restliche Komik sticht dann ebenfalls nicht als einzigartig heraus, so dass sich "Single Parents" nahtlos bei den restlichen Comedyserien von ABC einreiht. Es ist einfach eine nette Unterhaltung, die man auch nebenbei gut genießen kann.

Manifest

Sehr skeptisch war ich gegenüber dem NBC-Neustart "Manifest". Es war schnell klar, dass es im Prinzip die Dramaserie der Season werden würde, die am meisten erwartet wird. Mir haben aber weder Trailer noch die Pilotfolge ein aussagekräftiges Bild der Serie gegeben. Ich habe aber dennoch weitergesehen, da auch bei uns Autoren die Meinungen auseinandergingen und ich wissen wollte, was die anderen in dem Gezeigten sehen, was ich eben noch nicht sehen konnte. Irgendwann hat mich dann tatsächlich ein gewisses Fieber gepackt, da mich das Mysterium der Serie doch sehr interessiert hat. Nebenbei wird auch vom Drama her viel geboten, aber vor allem eben die Frage, was das Flugzeug für fünf Jahre hat verschwinden lassen, wollte ich beantwortet wissen. Zum Herbstfinale wurde groß aufgefahren und ich wähnte die Serie damit locker als meinen persönlichen Gewinner der TV-Season. Aber leider hat im neuen Jahr dann doch eine Flaute eingesetzt, da die Drehbuchautoren die zusätzlich bestellten Episoden offenbar nicht sinnvoll zu nutzen wussten. Das ist wirklich schade, aber ich werde dennoch bei der zweiten Staffel am Ball bleiben.

God Friended Me

"God Friended Me" stand bei gleich zwei meiner Kolleginnen auf der Liste, bei mir überraschenderweise nicht, obwohl ich von uns dreien als Einzige sagen kann, dass ich gläubig bin. Ich war aber ehrlich gesagt skeptisch, was so eine Serie auf einem Sender wie CBS macht und wie sich daraus eine gesamte erste Staffel bestreiten lässt. Ich habe schnell in die Serien hineingefunden, weil sie vor allem etwas fürs Herz ist. Unabhängig vom Glauben werden hier Geschichten mitten aus dem Leben erzählt und dabei wird nicht übertrieben auf dramatische Effekte gesetzt, sondern man hat wirklich authentische anrührende Momente des Lebens. Dennoch spielt natürlich auch der Glaube eine Rolle und ich fand es gut, dass beide Seiten ohne Wertung dargestellt wurden. Zwar geraten Atheisten und Gläubige schon einmal aneinander, aber im Großen und Ganzen steht dann die Toleranz dem anderen gegenüber im Mittelpunkt. Etwas schade finde ich nur, dass die Gottesfrage in eine sehr wissenschaftliche Richtung gedrängt wurde. Ich hätte mir die Frage, ob es wirklich Gott ist, der die Freundschaftsanfragen verschickt, lieber länger offengelassen.

Catherine Bühnsack & Lena Donth

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