Blu-ray-Rezension: Designated Survivor, Staffel 1

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Jack Bauer is back,... äh nein, Moment, Tom Kirkman ist da. Mit "Designated Survivor" hat Kiefer Sutherland wieder eine neue heroische Rolle eingenommen, dieses Mal aber auf die politische Seite gewechselt. Trotzdem sind Verwechslungen mit "24 - Twenty Four" durchaus möglich. Wer das selbst kontrollieren will, der kann das auf Netflix tun, oder aber seit dem 15. Februar 2018 die Box der ersten Staffel auf DVD oder Blu-ray erwerben.

Inhalt

Foto: Kiefer Sutherland, Designated Survivor - Copyright: 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Kiefer Sutherland, Designated Survivor
© 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Nach einem Anschlag auf das Capitol kommt so ziemlich das gesamte Kabinett sowie Präsident Richmond, der seine Rede zur Lage der Nation halten wollte, ums Leben. Übrig bleibt nur Tom Kirkman (Kiefer Sutherland), der eigentlich gerade dabei war, seinen Ministerposten zu verlieren, nun aber das ranghöchste noch lebende Regierungsmitglied ist und deshalb die Aufgaben des Präsidenten übernehmen muss. Doch niemand traut ihm zu, in einer solchen Situation für diese Position geeignet zu sein. Selbst Kirkman überlegt, ob er diese Herausforderung annehmen sollte. Doch mit dem Rückhalt seiner Frau Alex (Natascha McElhone) und einer patriotischen Grundeinstellung nimmt er den Kampf an und versucht sich gegen alle Widerstände und Vorbehalte durchzusetzen. Dabei muss es ihm nicht nur gelingen, regierungsfähig zu sein und alle Zweifel zu beseitigen, sondern sich auch gegen die vielen Interessen und angeblich guten Ratschläge erwehren, die Tom mit einer unbedarften, menschlichen Perspektive angeht. Es dauert etwas, bis er in dem Politzirkus aus Kompromissen, Verrat und Hinterhalt angekommen ist. Oberstes Ziel bleibt für ihn aber immer, das Vertrauen der Bevölkerung in die Demokratie und das Land zu wahren und nebenbei herauszufinden, welche Hintergründe der verheerende Anschlag hat. Eine wichtige Verbündete findet er dabei schließlich in der Agentin Hannah Wells (Maggie Q), die den einfachen Erklärungen keinen Glauben schenken will und mit ihren eifrigen Ermittlungen einer Verschwörung auf der Spur ist, die über den Anschlag hinaus geht.

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Rezension

Foto: Italia Ricci & Natascha McElhone, Designated Survivor - Copyright: 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Italia Ricci & Natascha McElhone, Designated Survivor
© 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Es ist schon beeindruckend, wie es den Amerikanern immer wieder gelingt, äußerst spannende Geschichten rund um die eigene Regierung und schier unglaubliche Verschwörungen zu schreiben, die vor Patriotismus teilweise nur so triefen, bestimmte Systeme aber auch in Frage stellen und viel Spannung mit einigen Twists präsentieren. "Designated Survivor" gelingt es jedenfalls und muss sich zumindest mit dieser ersten Staffel gar nicht hinter "24 - Twenty Four" oder "Homeland" verstecken, was die Spannung angeht. Sicherlich kann man bei den Charakteren noch etwas mehr Grautöne einbauen, aber da die Situation an sich schon sehr komplex ist, schadet es auch erst mal nicht, bei den Charakteren erst mal nicht zu viel Verwirrung hinein zu bringen. Die Geschichte an sich bringt da schon genug mit sich. Es macht wirklich Spaß, die einzelnen Etappen in der Verarbeitung des Anschlags mitzuerleben, sei es der Wunsch nach Rache, nach einfachen Lösungen oder eben doch nach der Wahrheit. Jeder will seinen Einfluss geltend machen und seine Ideale durchsetzen. Mitten drin steht der eigentlich überforderte Kirkman, der mit seiner menschlichen Grundeinstellung versucht, durch die Krise zu manövrieren. Ihm zur Seite steht ein tolles Team mit dem Redenschreiber Seth Wright (Kal Penn), einer engen Vertrauten Emily Rhodes (Italia Ricci) und einem zielstrebigen aber auch nicht ganz durchschaubaren Stabschef Aaron Shore (Adan Canto). Die Charaktere sind nicht zu komplex, agieren nachvollziehbar und bleiben trotzdem reizvoll. Die einzelnen Episoden machen Freude, sind trotz ähnlicher Serien auch überraschend und der Schwerpunkt auf die politische Dimension ist irgendwie auch erfrischend. Dass Kiefer Sutherland dabei irgendwie ein Heimspiel hat, weil er wie ein Jack Bauer ohne Waffe ist, schadet gar nicht. Fast im Gegenteil. Es ist spannend, eine Geschichte so aufgebaut zu sehen.

Foto: Maggie Q, Designated Survivor - Copyright: 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment
Maggie Q, Designated Survivor
© 2017 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Dass man auch die Ermittlerperspektive durch die von mir sehr gemochte Maggie Q (tolle Rolle in "Stalker") sieht, macht die Serie für mich noch interessanter und auch flexibler, zumal die Schnittstellen zwischen Politik und FBI auch regelmäßig eine Rolle spielen. Außerdem gefällt es mir natürlich, dass man auch ein paar Goodies für "24"-Fans eingebaut hat. So hört man in der zweiten Episode den berühmten Klingelton und der ein oder anderen bedeutende bzw. prägnante Satz in der Serie war genau so auch schon bei "24" zu hören (Zum Beispiel der präsidiale Kommentar "What a monster").

Specials

Foto: Copyright: 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment
© 2018 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Die Box an sich ist jetzt nicht unbedingt ein Kaufargument. Das klassische Titelbild findet sich auf der Box ebenso wie auf den Discs und auch im Menü. Dieses ist übersichtlich aber auch auf das Minimum reduziert. Die pathetische Hintergrundmusik in der Menüführung gehört natürlich zur Serie, ist aber auch so kurz, dass es schnell nervt, falls man nach einer Episode erst mal wieder im Menü ist und kurz Luft holt, bevor es weiter geht. Man sollte also wirklich gleich auf alle Episoden schauen gehen und dann ganz klassisch auf Pause drücken. Ansonsten findet man neben den Episoden noch ein paar Specials (Präsident Kirkmans erste Rede; Designated Survivor Nachbesprechung; Secret Service Set Tour), die wie immer für den Fan ganz interessant sind, aber auch nicht so besonders, dass man sie nun groß hervorheben müsste. Meine Devise ist hier trotzdem immer: Besser als nichts! Es muss ja noch ein paar Unterschiede geben zum Online-Staffelpass

Technische Details

Erscheinungstermin: 15. Februar 2018
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 887 Spielminuten (21 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch

Fazit

Die erste Staffel von "Designated Survivor" ist absolut empfehlenswert, wenn man auch Serien wie "Homeland" oder "24 - Twenty Four" mag. Der Cast ist überzeugend, die Geschichte bleibt spannend und auch wenn die Vorbilder entweder mehr Charaktertiefe oder mehr Action haben, kann man sich an der Mischung genauso erfreuen.

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Emil Groth - myFanbase

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