Dollface - Review des Piloten

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Bei "Dollface" handelt es sich um eine Serie, die für den Streamingdienst Hulu bereits im November 2019 an den Start gegangen ist. Nachdem sie bereits bei Joyn+ PLUS zu sehen war, ist sie nun auch bei Disney+ Star im Angebot. Ich habe die Chance genutzt und mal einen Blick in den Pilot geworfen. Wie er mir gefallen hat und ob ich weitergucken werde, erfahrt ihr jetzt.

Vom Freund verlassen und zurück zu den Freundinnen wollen

Auf "Dollface" bin ich eigentlich nur durch das Casting von Kat Dennings aufmerksam geworden, die ich bereits durch "Emergency Room - Die Notaufnahme" und "2 Broke Girls" kenne. So sonderlich viel gab der Inhalt zur Serie gar nicht preis. Ihre Figur Jules wurde von ihrem Freund verlassen und sie muss zusehen, wie sie von nun an klar kommt. Zugegeben, das Rad wurde somit alles andere als neu erfunden, denn gerade, dass eine Frau von ihrem Freund oder Mann verlassen wurde, ist eigentlich eine ziemlich ausgelutschte Sache. Ebenso, dass man sich dann an seine besten Freund*innen wendet und genau hier setzt die Serie an.

Bei Freund*innen gibt es ja eine gewisse Art Kodex, dass man sie wegen eines Mannes nie vernachlässigen sollte, weil eben Freund*innen immer beständig sind oder sein sollten. Genau das ist das Problem bei Jules: Sie hat sie ganze fünf Jahre vernachlässigt. In der Serie hat man es so gestaltet, dass Jules mit einigen anderen eine Art kurze Busreise macht, um dann an einem Sammelort von ihren Freund*innen abgeholt zu werden. Während der Fahrt können sich die Frauen noch entscheiden, ob sie die Beziehung zu ihrem Freund tatsächlich aufgeben wollen. Wenn nicht, steigen sie einfach wieder aus und fallen demjenigen in die Arme. Naja, okay.

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Wie gesagt hat Jules all ihre Kontakte vernachlässigt und damit auch keinen Kontakt mehr zu Madison (Brenda Song) und Stella (Shay Mitchell). Dennoch gibt sie nicht auf und sucht Erstere auf. Dass diese im ersten Moment nicht erfreut ist, kann man durchaus verstehen, denn fünf Jahre kein Kontakt haben und dann einfach da weitermachen wollen, wo man einst aufgehört? Das funktioniert selten und wenn, muss man davor schon ein inniges Verhältnis gehabt haben und besonders in der heutigen Zeit ist das ja sowieso schwierig. Genau das merkt man auch bei Madison, die ziemlich verhalten gegenüber Jules ist und sie eher auf Abstand hält. Jules wiederum sucht daraufhin ihre andere Freundin Stella auf.

Stella ist ein vollkommen anderer Schlag als Madison. Sie ist zwar kein oberflächliches Modepüppchen, aber sie sieht die Dinge lockerer als Madison es tut, weshalb sie Jules auch den Tipp geben kann, mal etwas zu tun, was untypisch für Jules aber typisch für Madison ist. Eine Party eignet sich dafür wirklich optimal. Jules wirkt da zwar eher wie ein Fremdkörper, die noch nicht ganz durchsteigt, worauf es ankommt und zudem hat man auch gleich noch ihre Arbeitskolleg*innen eingebaut, wobei Alison B. (Brianne Howey) und Alison S. (Vella Lovell) tatsächlich wie arrogante Modepüppchen wirken und Izzy (Esther Povitsky), die sich durch Jules traut, zuzugeben, dass sie eben nicht auch Alison heißt, aber so getan hat, als sei es so, um dazu zugehören.

Angesichts der Party merkt man auch, dass sich vom Spaßfaktor und der Tatsache, dass sie, wenn es hart auf hart kommt, immer füreinander einstehen, nichts zwischen Jules, Madison und Stella geändert hat, sie sich aber alle noch etwas unsicher sind, was "Dollface" wirklich großartig machen könnte, weil das Thema Frauenfreundschaften wirklich im Fokus steht.

Fazit

Wie gesagt hat "Dollface" das Rad nicht neu erfunden, aber aufgrund dessen, dass man die Freundschaft zwischen Jules, Madison und Stella in den Fokus stellt, hat es eine andere Grundthematik, auf die sich die Autor*innen konzentrieren und vom Cast gut umgesetzt wird.

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Daniela S. - myFanbase

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