Abbott Elementary - Reviews
Staffel 5

In unseren Kritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode der Serie "Abbott Elementary" in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu diesen Folgen kundzutun und mit uns über die Serie zu diskutieren.
#5.01 Team Building

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Gilles Mingasson
Mal wieder startet ein neues Schuljahr und das beginnt in der Regel ohne die Kinder sondern mit Konferenzen, Planungen und einer Fortbildung. Es war schon irgendwie absurd, wirklich mal alle Lehrkräfte der Schule zusammen zu sehen, weil sonst ja immer nur sechs, sieben wirklich eine Rolle spielen und meist auch niemand weiter vorkommt. Organisatorisch ist das total nachvollziehbar, realistisch ist das natürlich nie gewesen. Die Fortbildung hat jedenfalls das Teambuilding im Fokus, wobei es hier vor allem um Vertrauen geht. Ich kann zwar prinzipiell verstehen, dass das Schulamt nach den Vorkommnissen der letzten Staffel hier Bedarf sieht, allerdings ist es schon komisch, dass man den Teamgedanken der Schule in Frage stellt, denn immerhin hatte man ja im Team die Lügen getragen, im Team eine Modernisierung in die Wege geleitet und im Team sogar die Suspendierung der Schulleiterin kompensiert. Wieso jetzt also untereinander Vertrauen aufgebaut werden soll, ist nicht schlüssig. Insofern sind es eher die kleinen Momente in dieser Episode, die Spaß gemacht haben. Janines Suche nach ihrer Rolle, nachdem sie auf Barbara eifersüchtig ist und schließlich feststellt, dass sie selbst so am besten ist, wie sie ist. Melissa wird herrlich damit aufgezogen, dass sie nun die Sechstklässler unterrichten wird, was wirklich etwas ganz anderes ist als Zweitklässler. Hier bin ich gespannt, welche Ideen man für diese Staffel hat. Ava als dieses Mal nicht nur Selbstverliebte sondern auch Verliebte zu inszenieren, hat auch Spaß gemacht. Und das Mängel am Gebäude wohl auch Teil der Staffelhandlung werden könnten, kann ich mir auch lustig vorstellen. So kann man also insgesamt feststellen, dass die Figuren in ihren Aktionen gleich wieder Lust auf die Serie gemacht haben, der Handlungsrahmen allerdings ein paar Defizite mitbringt.
#5.02 Schummelei

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Gilles Mingasson
Die zweite Episode der fünften Staffel von "Abbott Elementary" taucht wieder in den Schulalltag ein und hat da ein paar amüsante Geschichten zu erzählen, die alle leicht überzogen sind, aber irgendwie doch auch alle zu den Charakteren passen und eine kurzweilige Episode erzeugen. Zunächst mal ist hier eine neue Schulpsychologin, die sich eigentlich um die Kinder kümmern soll und selbst dafür viel zu wenig Zeit hat, dann aber lieber von Barbara und Jacob in Beschlag genommen wird, weil diese sich um den sinnvollen Einsatz der Spülmaschine streiten und jeder sich im Recht sieht. Das war zwar ein bisschen albern und Barbaras verschwenderische Einstellung ist definitiv heftig gewesen, aber die Dynamik der Geschichte wusste zu gefallen. Schade, dass man die Probleme der Schulpsychologie nur angerissen hat, aber das wäre auch ein größerer Handlungsbogen mit einer neuen Person. Vielleicht testete man hier erstmal, ob das passen könnte. Melissa versucht derweil in ihrer neuen sechsten Klasse mit den Kids klarzukommen und wundert sich über so gute Testergebnisse. Der Verdacht des Schummeln liegt nahe und Melissa will die Kids austricksen und ihnen falsche Lösungen vorlegen. Diese durchschauen das aber (sind eben nicht mehr ganz klein) und bestehen den Test trotzdem, weil sie gelernt haben, um Melissa zu verwirren. Das hat auf ganzer Linie geklappt. Es war zwar irgendwie vorhersehbar, dass es so kommen könnte, aber ich mag es trotzdem, wenn Lehrkräfte ihre Schüler:innen so animiert bekommen, dass sie tatsächlich lernen. Und Melissa hat nun auch Freude an der Idee gefunden. Ich bin gespannt, was man aus dieser neuen Situation für Melissa noch alles rausholt. Ansonsten bietet die Episode noch ein bisschen Elterndrama. Ava ist glücklich mit O'Shawn und versucht dafür ein bisschen Drama bei Janine und Gregory zu erzeugen, weil Janines Ex Tariq sich als sorgender Vater inszeniert und von Janine Sonderbehandlung einfordert und sich schon enorm krass einmischt. Leider gibt es auch in der Wirklichkeit solche übergriffigen Eltern, die das beste für ihr Kind wollen, aber nicht anerkennen wollen, dass es eben auch noch andere Kinder gibt, auf die man als Lehrkraft Rücksicht nehmen will. Aber Tariq hat da auch wirklich eine lange Leitung. Das war etwas zum Fremdschämen. Stolz hingegen konnte man auf Gregory sein, weil der sich von Ava überhaupt nicht verunsichern ließ. Ich könnte mir vorstellen, dass Ava ihre Beziehung und die von Janine und Gregory immer mal wieder ins Verhältnis setzt und auf ihre Art und Weise nutzt bzw. als Konkurrenz sieht.
#5.03 Baseball Fieber

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Ava lädt die zentralen Charaktere des Lehrerzimmers zum Baseball ein, was selbstironisch immerhin auch in der Serie zur Sprache kommt. Was prinzipiell eine heitere Abwechslung war, hat mich nicht so sehr überzeugt, weil ich zum Baseball so gar keinen Bezug habe. Für mich ist das eine der langweiligsten Sportarten, aber in den USA ist das natürlich auch eine Art "Get Together"-Veranstaltung. Und unsere Lieblinge haben alle ihre kleinen Storylines. Janine ist ahnungslos, findet aber nach und nach Gefallen und die Dance Cam, bekommt einen Ball ab und bringt dadurch die ganze Truppe Backstage. Gregory macht Notizen über Notizen und genießt aus meiner Sicht dadurch das Event gar nicht. Barbara will ihr verehrtes Idol auf sich aufmerksam machen und ist völlig gegensätzlich zu ihrer sonstigen Art wie ein kleines Kind aufgeregt. Ava versucht wie immer etwas übertrieben eigentlich nur mit O'Shon auf die Kiss Cam zu kommen und auch wenn ihre Begründung am Ende Sinn ergibt, so bleibt es doch sehr selbstsüchtig und unsensibel. Mr. Johnson trifft einen Freund und wird deswegen als Maskottchen vermutet. Dabei wird nicht thematisiert, ob das Hausmeistergehalt so gering ist, dass man sich was dazu verdienen müsste. Lustig fand ich den Teil eher nicht. Ganz anders dafür erging es mit bei Melissa und Jacob, die die 9er - Challange mit einem Hotdog und einem Bier pro Inning ausprobierten, wobei Melissa Jacob dazu überredete und selbst dafür schummelte. Insofern waren es alles charaktergetreue, insgesamt ganz witzige Storys, die allerdings gar keine Relevanz für die Serie an sich hatten, nichts weiter entwickelt haben und für mich uninteressant waren, weil es auch keinen Schulbezug gab.
#5.04 Spieleabend

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Wieder sind wir vor allem außerhalb der Schule, denn es gibt zwei Themen, die diese Episode dominieren. Erstens ist Spieleabend und dieses Mal ist Gregory als Gastgeber eingesprungen. Das ist insofern kompliziert, weil Gregory gar keine Antennen dafür hat, um ein guter Gastgeber zu sein. Seine Wohnung ist steril, ausladend und er selbst ist total angespannt und eigentlich komplett unfähig, solch eine Veranstaltung zu leiten, weil er ein ganz anderes Verständnis von Spaß hat. Janine versucht die ganze Zeit, es gut aussehen zu lassen, ohne sich zu sehr einzumischen, obwohl genau das die Lösung des Problems gewesen wäre. Am Ende kommen sie aber noch auf diese Idee. Letztlich haben es alle irgendwie gut gemeint, aber niemand hat sich so richtig, die Wahrheit zu sagen, weil das ja auch enorm undankbar wäre. Insgesamt war es ganz amüsant, aber auch nicht wirklich einprägsam und sicherlich auch nicht weiter bedeutend. Ähnlich war es wohl auch mit der zweiten Storyline. Mr. Johnson braucht einen Pass, um in den Urlaub fliegen zu können und Barbara nutzt die Gelegenheit, um ihren Führerschein zu erneuern. Das war ein nettes Setting, vor allem weil man hier mal wieder die amerikanischen Verhältnisse gesehen hat. Allein schon, dass Barbara dort vor Ort am Computer mal eben die Theorie-Prüfung machen kann, notfalls auch mehrmals, ist schon bemerkenswert. Jedenfalls sind alle Charaktere in ihrem Element, die Beamtin allerdings noch viel mehr, denn ihr bleibt nichts anderes übrig, als stur die Regeln zu beachten. Am Ende ist es dann Vitamin B, das die Lösung bringt. Alles nett anzusehen, aber mir fehlte hier doch der Schulkontext. Die Episode hätte man quasi mit jeder Gruppe zeigen können.
#5.05 Halloween Camping

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Wenn Amerikaner etwas können, dann Feiertage, und ganz besonders natürlich Halloween. In dieser Staffel gibt sich auch "Abbott Elementary" gar keine Blöße und zaubert eine wunderbare Halloween-Episode hervor. Da einige ältere Kinder nicht mehr richtig Lust auf das klassische Halloween haben, organisiert Barbara einen Camping-Ausflug mit Kostümen für AG-Teilnehmende und Melissa sagt eher mitleidig für alle zu, obwohl niemand wirklich Lust hat. Zunächst versuchen sie den Ausflug also madig zu machen, damit Barbara schnell abbricht, aber alle Ideen misslingen, bis sie sich damit abfinden. Mit ein paar Geschichten und kurzer Panik sind dann ein paar gruseligere Momente im Wald dabei, was der Episode Abwechslung verleiht. Ansonsten konnte ich die gesamte Zeit eigentlich nur die Kostüme feiern. Jacob als Greta Thunberg war großartig, Ava als Star-Wars-Bösewicht auch irgendwie passend und auch die anderen Verkleidungen waren kreativ und passend (April Rhodes von den Turtles war auch cool und so schon 90er Jahre nerdig). Dass der Ranger zudem alle Kostüme problemlos erkennt, ist ebenso witzig gewesen. Man hat also eine Episode geschaffen, die man immer wieder gerne anschauen kann, weil die Eigenheiten der Charaktere mit der Kostümen gut getroffen wurden und das Setting auch passt, ohne die aktuellen Handlungen parat zu haben. Nach drei 'Spezialfolgen' außerhalb der Schule hintereinander, darf jetzt aber auch mal wieder Alltag zu sehen sein, mit ganz normalen Problemen mit Kindern.
#5.06 Keine Handys

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Endlich sind wir wieder richtig in der Schule und man nimmt sich ein sehr aktuelles Thema vor, was seit einigen Monaten in der Welt und in Deutschland immer intensiver diskutiert wird. Die Nutzung des Handys. Vom Schulamt wird ein Wettbewerb initiiert, bei dem die gesamte Schule einen Tag auf das Handy verzichten soll. Die Idee ist eigentlich gut und man hat ja mit Bezahlmethoden, Spiele-Apps, Erreichbarkeit, Navigation und Social Media auch so ziemlich jede wichtige bzw. gängige Nutzung thematisiert/erwähnt. Leider ist es nur aus Sicht der Erwachsenen aufgezeigt worden, wobei es auch witzig ist, dass die Kinder alle gar kein Problem mit dem Handyverbot zu haben scheinen. Allerdings muss man hier auch berücksichtigen, dass die Kinder erstens in der Schule sowieso nicht so viel an den Handys sein sollten, und zweitens ein größerer Teil der Interaktion eh untereinander wäre. Die wichtigsten Funktionen liegen nun mal bei den Erwachsenen. Und dann wäre da noch der Knackpunkt, dass eine so spontane Abgabe des Handys auch eher unrealistisch ist. Ansonsten wäre ein geplanter Tag sicherlich das Problem, vor allem, weil man mit den Rechnern ja immer noch Kontakt zur Außenwelt hätte. Insofern fühlt es sich ein wenig überzogen und plump an und nicht wirklich kritisch. Einzige Aussage ist letztlich, dass Erwachsene ebenso abhängig von diesen Geräten geworden sind wie Kinder und für sie noch mehr dran hängt. Solche Sachen wie Sucht, Mobbing oder Ähnliches greift man nicht wirklich auf. Bleibt als Highlight eigentlich nur das Verhandlungsgeschick der Schülerin, die durchaus beeindrucken kann.
#5.07 Willkommen im Club

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Diese Episode widmet sich dem Schwerpunkt Arbeitsgemeinschaften. Gregory hat ja bereits die Garten-AG und bekommt weiblichen Zuwachs, was zu Missstimmung führt. Die Jungs waren offenbar sehr gerne unter sich. Für eine Garten-AG ist das allerdings schon wieder eher ungewöhnlich. Am Ende finden sie über Blumen dann doch gemeinsame Themen. Das war irgendwie vorhersehbar und dadurch nicht mitreißend. Nur Jacobs Sprüche hatten mitunter etwas Tragisches an sich, weil das Mobbing gegen ihn, was er früher erlebt hat, immer wieder durchdringt. Etwas mehr Pepp hatte dagegen Janines Versuch, eine Mode - AG zu eröffnen. Hier war Ava wieder in ihrem (beleidigenden) Element und hat es erst verboten, weil Janine ungeeignet sei, dann aber einen Vorteil gesehen und es doch zugelassen. Ihren Fehler sieht sie dann aber nur bedingt ein. Spaß hat in diesem Zusammenhang auch der Hausmeister Mr. Johnson gemacht. Schade finde ich eigentlich nur, dass die AG-Angebote so wenig genutzt werden. Drei bis vier Kinder sind schon sehr wenig. Die dritte Storyline beschäftigt sich mit Melissa und Barbara und ihrer Art in einer Beziehung zu kommunizieren. Nämlich gar nicht. Schweigen ist das Gebot der Stunde, was die Schulpsychologin Ms. Alomar auf den Plan ruft. Sie gibt sich als Tratschfreundin aus um beide davon zu überzeugen, dass es viel besser ist, dem Partner zu sagen, was einen stört. Das war ein bisschen niedlich, vor allem wie Barbara sich gefreut hat, weil ihr Ehemann nun endlich Dinge abstellt, die sie immer gestört haben. Als beiden aber auffällt, dass Ms. Alomar nicht Freundin sondern Psychologin gespielt hat, sind sie trotz Erfolgen durchaus erbost. Man hat also offenbar kein Interesse, andere Personen intensiver in die Serie einzubeziehen. Das ist prinzipiell ok und typisch für solche Comedyserien, Potenzial hätte man mit ein paar weiteren Schulpersonen aber schon.
#5.08 Geburtstag

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Die Weihnachtsferien stehen bevor und damit auch ein weihnachtlicher letzter Schultag, für den sich Jacob und Gregory verantwortlich zeigen, wobei letzterer sich gar nicht beteiligte und daher Jacob seine Ideen etwas provokativ einfach durchgezogen hat. Mir fehlte in der Storyline ein bisschen die Perspektive der Kinder, die sich mal kurz wunderten, sonst aber eher gar nicht involviert waren und Jacob das offenbar auch nicht so wichtig war. Das passt aber eigentlich nicht zu ihm. Ansonsten war auch noch Janines 30. Geburtstag, weswegen ihre Mutter vorbeigeschaut hat, aber eigentlich nur, um wieder mal zu bestätigen, wie schlecht sie als Mutter ist. Wie kann man nur so viel gleichzeitig falsch machen. Neid, Missgunst, Habgier und was da alles eine Rolle spielen könnte, nichts davon gehört zum Repertoire einer Mutter ihrer Tochter gegenüber. Barbara versucht noch zu helfen, aber das verpufft schnell wieder. Am Ende darf sie dann die Ersatzmutter sein. Ich fand es stark, dass Janine ihrer Mutter weggeschickt hat. Apropos weggeschickt. Ava hatte den Klempner weggeschickt, als dieser das Heizungssystem der Schule quasi beerdigt hat. Man hat versucht den Schultag noch zu schaffen, die Heizung nicht so stark zu belasten und das Dröhnen und Knarren einfach zu ignorieren. Das hat nicht geklappt und nun heftige Folgen, denn das Schulgebäude muss nun schließen und die Abbott in ein altes Hotel umziehen. Das eröffnet mit einem Schlag natürlich wahnsinnig viele Optionen für die kommenden Episoden der Staffel und vielleicht ist es auch ein nötiger Tapetenwechsel.
#5.09 Die Mall (1)
Das Schuljahr soll weiter gehen, nur ist das Gebäude der Abbott noch gesperrt nach dem Wasserschaden, also muss eine Ausweichmöglichkeit her. Praktischerweise gibt es ein stillgelegtes Einkaufszentrum (doch kein Hotel), das man dafür nutzen kann. Eigentlich finde ich den Standort ja richtig cool, wäre da nicht die Notwendigkeit, das komplett alleine einzurichten. Man hätte von Amtswegen her schon erwarten können, dass wenigstens Gefahrenquellen wie kaputte Fensterscheiben beseitigt werden. Ich bin jedenfalls gespannt, was da in den nächsten Episoden noch so passiert mit der Einrichtung, denn das neue Setting bringt schon eine gewisse Frische in die Serie und neue Möglichkeiten sowie Probleme. In dieser Episode nutzt man auch erst mal die Eigenheiten der Charaktere, um mit den neuen Räumen umzugehen. Janine hat natürlich direkt eine Vision und will die Schule quasi nachbauen, was natürlich wie so oft idealistisch und übertrieben ist. Barbara ist etwas pragmatischer, richtet ihren Raum klassisch und minimalistisch ein und macht einfach das beste aus der Situation. Ava sieht natürlich wieder in erster Linie nur sich selbst und ihr Büro, während Gregory ein Auge auf die neue Lehrkraft Dominic (Luke Tennie, den ich aus "Shrinking" kenne) hat, die nicht so gut klar kommt, aber mit Strenge und einem Hang zur Erpressung ihren Weg findet. Das hat in der Episode so viel Raum eingenommen, dass dies wohl noch häufiger thematisiert werden wird. Bis auf das Setting und die gut aufgelegte Barbara passiert außer ein paar Standardgags mit Jacob und Melissa oder Mr. Johnson nicht viel Besonderes. Insofern ist es ein guter Einstieg nach der Winterpause und die Einführung der Mall, die Potenzial eröffnet für die nächsten Episoden.
#5.10 Die Mall (2): Fragen und Bedenken
Im zweiten Teil geht es vor allem darum, dass die Eltern alles andere als zufrieden damit sind, dass ihre Kinder im ehemaligen Einkaufszentrum unterrichtet werden und die Bedingungen auch alles andere als einfach sind, sowohl bei der Anreise als auch beim Unterricht vor Ort. Das kann man natürlich voll verstehen, aber eigentlich finde ich sehr unfair, dass man deswegen den Lehrkräften bzw. Ava als Schulleiterin die Hölle heiß macht. Es liegt ja auf der Hand, dass alle Beteiligten ihr Bestes geben und für die Umstände nichts können. Ein bisschen mehr Dankbarkeit und ein Perspektivwechsel hätte da auch gutgetan. Wenn, dann müsste man sich natürlich auch an die Ebene darüber, den Schulrat, wenden, und zwar Eltern und Lehrkräfte gemeinsam. Außerdem fand ich Ava auch etwas zu passiv und sehr rückschrittlich, was ihren Charakter angeht. Sie hat sich viel zu lange gedrückt und andere vorgeschoben, statt die Lage zu beruhigen. Das war irgendwie alles mehr die alte Ava aus den ersten Staffeln. Dominic hatte auch wieder einen großen Part, weil er versuchte, Melissa aus ihrer Gruppe zu entfernen und Jacob und Barbara das zu verhindern versuchten. Es war teilweise etwas albern, aber irgendwie insgesamt nett aufgebaut. Neue Personen bringen eben manchen Dynamiken etwas durcheinander und so eine Storyline war auch mal erfrischend.
#5.11 Die Mall (3): Helden
Auch diese Episode spielt weiterhin in der Mall, aber nachdem in der letzten Episode die Beschwerden der Eltern im Mittelpunkt standen, ist es dieses Mal großes Lob, was den Lehrkräften gegeben wird. Denn dass sie in dieser Situation Unterricht ermöglichen, ist ihnen hoch anzurechnen. Das würde ich sofort unterschreiben und eigentlich kann man das auch nicht oft genug sagen, aber der wechselnde Ton zur letzten Episode ist mir eigentlich zu extrem. Erst meckern die Eltern nur und sehen eigentlich kaum die Anstrengungen, nun sind alle voll des Lobes, wobei auch das eher eine Schikane zu sein scheint. Denn da klar ist, dass das eigentliche Schulgebäude nicht so schnell wie gewünscht wieder bezugsfertig ist, hat man durch viel Lob das Kollegium so gebauchpinselt, dass es schon noch länger in der Mall durchhalten wird. Immerhin hat der Hausmeister auch noch Unterstützung bekommen und in der Episode eine ganz niedliche Storyline bekommen, insgesamt bleibt mir der ganze Wechsel des Gebäudes aber zu dick aufgetragen. Es fehlt doch irgendwie das Flair und eine zündende Idee, was man nun alles damit anfängt. Zu Beginn war ich da ganz hoffnungsvoll, aber jetzt hoffe ich doch, dass man schnell wieder „nach Hause“ kommt und sich wieder mehr den Charakteren und ihren Konstellationen widmen kann, statt Eltern und Schulrat eher wenig differenziert so in den Mittelpunkt zu stellen. Der Titel der nächsten Episode, der nicht mehr "Die Mall" heißt, lässt vermuten, dass auch die Autoren wieder zurück gehen werden.
#5.12 Fototag

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Gilles Mingasson
Harter Cut, wir sind wieder in der Schule und die Mall wird auch gar nicht mehr erwähnt. Das ist irgendwie schade, denn der Aufwand für die drei Episoden bzw. der schulalltägliche Einschnitt war schon enorm. Da hätte es ein paar Kommentare zwischendrin schon geben können. Stattdessen nimmt man sich einem beliebten Schulthema an - die Fotos. In der Regel ist das ein großer schulorganisatorischer Aufwand, aber wenn man es wie Ava einfach vergisst, dann geht das eben auch spontan. Im Prinzip war das Thema schön leicht, sodass man viele kleine Geschichten erzählen konnte. Dass die Kinder aus Jacobs Klasse nicht lächeln wollten, fand ich am gelungensten, weil die Kids durchaus einen Punkt hatten, der Jacobs emotionalem Appell so schön widersprach. Ansonsten war ich überrascht, wie fies die Kids die Lehrerfotos kommentierten. Dass diese dann alle ihre Fotos verbessert haben, war dann irgendwie alles etwas überzogen. Erstens müsste ein Fotograf da etwas besser drauf achten, zweitens dürfen auch nicht einfach so Bilder ins Schulhaus gehangen werden und drittens war bei den meisten Fotos auch nicht wirklich etwas auszusetzen. Dass man sich dann kurz überlegt hat, was die Lehrkräfte mit ihrem Verhalten eigentlich pädagogisch vermitteln, fand ich gelungen, aber das hätte man noch ausbauen sollen und an irgendeiner Stelle auch mit den Kindern direkt besprechen sollen. So verpuffte der Impuls leider. Avas Konflikt mit der Essenausgabe/Küche war eigentlich auch nett, kam aber sehr spontan und war nicht sofort nachvollziehbar. Dass sie einfach nur den Wunsch hatten, auch fotografiert werden wollen, hätte man auch formulieren können. Zudem ist am Ende auch keine Einsicht der Lehrkräfte entstanden sondern sogar eher Neid wegen der besseren Fotos. Das hat der Schulgemeinschaft an sich also nicht so viel geholfen. Insgesamt war die Episode in Ordnung, hatte gute und weniger gute Momente, lebte aber auch von gewohnten Setting der Schule, auch wenn der Übergang sehr hart umgesetzt wurde und der Eindruck bleibt, wenn man die letzten drei Episoden nicht gesehen, wäre das auch nicht weiter aufgefallen.
#5.13 Candygrams
Es ist Valentinstag und da geht es natürlich um alle Beziehungen, die gerade irgendwie aktuell sind, allen voran natürlich um Janine und Gregory, die in der Staffel irgendwie gar nicht wirklich weiterentwickelt worden sind. Nun wird aber die Miete bei Gregory erhöht und dadurch kommt das eigentlich längst überfällige Thema des Zusammenziehens auf. Gregory soll bei Janine einziehen, doch hier wird ihm bald klar, dass das nicht geht, weil Janine natürlich durchorganisiert ist und die Wohnung auch noch viel zu viele Reste von Ex-Freund Tariq enthält. Leider kann Gregory das nicht sagen und formuliert den romantischen Wunsch, trotzdem aus Spaß andere Wohnungen anzugucken. Da man eigentlich schon lange auf diese Entwicklung wartet, war ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es war insgesamt niedlich, unaufgeregt, man hat auch keine künstlichen Probleme geschaffen sondern einfach vorsichtig agiert. Und Janine hat es dann auch ohne großes Drama verstanden. Am niedlichsten war dann eigentlich die Tatsache, dass Janine aus ihrer Erfahrung mit Tariq alles nur über ihr Budget berechnet hat und vollkommen perplex war, als Gregory meinte, dass seine Gehalt ja auch verplant werden könne. Das hat in wenigen Sätzen die gesamte Beziehung super zusammen gefasst. Und solche kleinen Momente wie mit der "Katze" rundeten die Geschichte super ab. Etwas übertrieben hingegen war der Teil von Ava, die von all ihren reichen Exfreunden massig beschenkt wurde und ihr Büro wie ein Einzelhandelsgeschäft kurz vor dem Valentinstag aussieht. Das ist in der Masse komplett unrealistisch und auch nicht wirklich witzig. Ebenso ging es dann auch O'Shon, was Ava aber erst verstanden hat, nachdem der Hausmeister ihr eine Perspektivwechsel vorgeschlagen hat. Naja, typisch Ava eben. Eigentlich hat sie die Kurve fast zu schnell gekriegt, aber da mich ihre Beziehung eher nicht interessiert, ist das dann auch nicht so wichtig für mich gewesen. Der amüsantere Teil war dann eh noch Jacob, Melissa und Barbara vorbehalten. Die beiden Frauen wollten sicher gehen, dass alle Kinder einer Klasse ein Geschenk zum Valentinstag bekommen und haben deshalb gegen Jacobs Rat ein Geschenk für einen Schüler vorbereitet, damit dieser nicht traurig ist. Da dies schon zur Mitte der Episode als Erfolg präsentiert wurde, war eigentlich klar, dass da noch eine Wendung kommt. Der Schüler hat nämlich eine Freundin und die war gar nicht amüsiert, dass ihrem Freund anonym eine Liebesbotschaft überreicht wurde. Jacob genießt den Erfolg, für Barbara und Melissa ist es trotz des guten Willens mega peinlich und ich frage mich, wieso bei weit über 20 Kindern tatsächlich alle ein Geschenk zum Valentinstag kriegen sollten, das ist fast so übertrieben wie die ganzen Geschenke für Ava. Naja, Story schlägt Realismus. Insgesamt ist mir zwar nicht das Herz aufgegangen, aber das war vor allem durch Janine und Gregory eine schöne Episode.
#5.14 Assistenz

© 2025 Disney. All rights reserved.; Disney/Gilles Mingasson
Janine bekommt mal eben eine halbe Klasse einer anderen Schule übergeholfen und ist damit natürlich überfordert. Ava organisiert eine Vertretung, was aber auch zu pädagogischen Konflikten führt. Man kann sich da an ein paar Standardthemen abarbeiten (unterschiedliche Arbeitsweisen) und ist auch durchaus ganz witzig dabei, aber die Situation an sich ist schon sehr skurril. Wieso ist die eigentliche Lehrerin der anderen Klasse nicht dabei? Wieso trennt man mit der zweiten Lehrkraft die Klassen nicht auch wieder räumlich? Hier sind doch ein paar Fragezeichen zu viel. Ava ist mir auch zu bossy und hat mal wieder wenig Empathie übrig. Derweil hat Jacob ein offensichtliches Missverständnis mit Dominic, den er erst für homosexuell hält, es dann aber eigentlich um ADHS geht. Das war mir vom Dialog her zu plump aufgebaut, man hätte da gleich merken können, dass man aneinander vorbei redet, und so richtig nachvollziehbar ist Dominics Verhalten auch nicht. Klar, ist Barbara eine starke Persönlichkeit, aber irgendwie hätte man das alles anders lösen können. Da haben mich die Sportlehrerversuche von Melissa und Gregory noch am meisten abgeholt und für die beste Unterhaltung gesorgt. Insgesamt bleibt aber nur hängen, dass man diese Episode auch gut und gerne ohne große Konsequenzen wieder vergessen kann.
#5.15 Sicherheits-Tag
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.16 Die Schmutzkampagne
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.17 Keine Hausaufgaben
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.18 Der ernste April
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.19 Urlaub
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.20 Liebeskummer
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.21 Das AVA-Fest
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
#5.22 Miami
Die Review folgt nach der Veröffentlichung auf Disney+.
Die Serie "Abbott Elementary" ansehen:
Diskutiert mit uns in den Kommentaren über die "Abbott Elementary"-Episoden der fünften Staffel.
Emil Groth - myFanbase
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