Bewertung: 8

Review: #5.02 Mein Sinn für Humor

Foto: Copyright: NBC Entertainment/Justin Lubin
© NBC Entertainment/Justin Lubin

In der zweiten Folge der fünften Staffel bekommt es Jordan mit einem alten Bekannten zu tun, Elliot muss sich mit der Geschwätzigkeit Carlas herumschlagen und J.D muss um die Akzeptanz seines nicht immer amüsanten Humors kämpfen.

Carlas Hang zur Geschwätzigkeit

Elliot versucht in ihrem neuen Beruf akzeptiert zu werden, wobei ein nerviger Kollege namens Charlie dabei keine große Hilfe ist, denn er spielt ihr ständig Streiche. Dazu kommt noch, dass Carla sie unbedingt an neuer Wirkungsstätte besuchen will, jedoch hat Elliot Angst vor Carlas Redseligkeit. Diese Angst bleibt nicht unbegründet, denn kaum ist Carla bei Elliots Arbeit zu Gast, erzählt sie deren Kolleginnen sofort die peinlichsten Geschichten. Diese Storyline zeigt wieder sehr gut Elliots Unsicherheiten in neuen Umgebungen und den Kampf, um Akzeptanz, den sie auch im Sacret Heart täglich austragen musste. Auch Carla zeigt abermals typische Charakterzüge, wie die Unfähigkeit, Geheimnisse für sich zu behalten.

Positiv zu erwähnen waren die Streiche Charlies, die in gewohnter "Scrubs"- Manier herrlich übertrieben dargestellt wurden, aber gerade deshalb auch so humorvoll waren. Auch die Ironie, dass gerade dieser abgedreht, irre Arzt ein Heilmittel findet und somit Elliots dafür nicht mehr nötig ist, sorgte bei mir für Freude. Da Elliot jetzt ohne Job ist, stehen die Chancen gut, sie bald wieder im Sacret Heart zu sehen, denn dort wird sie bereits nach zwei Folgen schmerzlich vermisst. Dass Carla es am Ende schafft, den Mund zu halten, und niemanden erzählt, dass Elliot gefeuert wurde, zeigt den Grad der Freundschaft, den Elliot und Carla nun erreicht haben.

Zum Schluss noch mein persönliches Highlight dieses Abschnittes: Elliot schimpft auf Deutsch! Wer die DVD hat, sollte sich diese Szene unbedingt im Original anschauen. Absolut herrlich!

J.D und sein eigenwilliger Humor

Dass J.D sich für keinen flachen Witz zu schade ist, wissen wir schon länger und dass der Witzgehalt eher gegen 0 geht, sollte auch bekannt sein. Doch gerade, weil viele Witze so offensichtlich flach sind, muss ich persönlich immer sehr über diese Art der Witze lachen. J.D.s Assistenzärzte finden den Humor J.D.'s aber einfach nur unlustig. Da er jedoch ihr Vorgesetzter ist, lachen sie trotzdem lauthals über seine schlechten Scherze.

Sehr schön brachte dieses kleine Geschichte das bekannte Einschleimmen beim Vorgesetzten auf den Punkt. Die beste Szene dieser Folge betraf dann auch gleich diese Problematik: Zu sehen waren Angestellte des Sacret Heart von verschiedenem Rang, die immer über die Witze ihrers Vorgesetzen lachen. Beginnend bei Kelso und einem seiner Untergebenen und endend bei einer niedrig gestellten Krankenschwester, die in der Hierachie noch über dem bettelden Obdachlosen steht, der wiederum noch über seinem Hund steht und auch dieser "lacht" noch über einen Witz seines Herren.

Desweiteren waren auch die Ego-Probleme J.D.s zu sehen, der sich für den lustigsten Typen aller Zeiten hält, dies aber leider nicht ist. Dass er es nicht ertragen kann, wenn niemand über seine Witze lacht, zeigt eine der letzten Szenen, in der er seine Assistenten wieder zwingt, über seine Scherze zu lachen, und diese das auch prompt tun. Toll war auch der Running Gag mit der etwas älteren Gloria, die immer, wenn J.D. auftaucht, fröhlich winkt. Eine insgesamt sehr spaßige Storyline mit vielen Gags von J.D., die durch ihre Einfacheit zum Lachen anregten, einer tollen Gloria und einem Hausmeister, der J.D. klar macht, dass seine Witze nicht witzig sind.

Cracksüchtiges Theater von Weltrang

Seit Jordan eine neue Stelle im Sacret Heart bekommen hat, geht sie Cox tierisch auf die Nerven, was ihn dazu veranlasst, von Jordan zu fordern, dass sie sich eigene Freunde sucht. Da ihre Art aber nicht immer einfach ist und sie auch so selten liebenswert rüberkommt, tut sie sich mit der Integration doch relativ schwer. Aus diesem Grund kommt ihr ein Patient gerade recht, der ihr Aufmerksamkeit schenkt und sie mit seiner rührenden Geschichte tief im Innersten bewegt. Leider handelt es sich bei diesem Patienten um Sam, den cracksüchtigen Betrüger, der schon oft im Sacret Heart die Ärzte an der Nase herum geführt hat.

Sehr schön fand ich es, dass auf alte Gesichten zurückgegriffen wurde und somit diejenigen belohnt werden, die alle Folgen bestens kennen. Dazu war auch Cox wieder großartig, der seiner Frau auf seine Art ein wenig helfen wollte, Erfahrungen zu sammeln, die sie mit den anderem Mitarbeitern verbindet. Auch der Charakter des Sam wusste wieder zu begeistern, da er es immer wieder schafft, alle hinters Licht zu führen und der Schauspieler dies immer genial darstellt.

Fazit

Drei gute Storylines, die durch den altbekannten "Scrubs"-typischen Humor und einer gewissen Menschlichkeit, im Bezug auf die Cox/Jordan- und Elliot/Carla-Beziehungen, zu begeistern wusste. Insgesamt also eine sehr sehenswerte zweite Folge, die von mit acht Punkte bekommt.

Moritz Stock - myFanbase

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