Bewertung: 8

Review: #1.10 Mein Spitzname

Nach dem kleinen Aussetzer in der letzten Woche tauchen wir hier wieder tief in die Materie ein und bekommen unter anderem einen herrlichen Schlagabtausch zwischen dem Hausmeister und J.D. geliefert, der ihn kurzerhand Coli nennt. Wer dabei an einen Hund denkt, weit gefehlt… Es liegt doch auf der Hand, dass von Broccoli die Rede ist!

Interessant war vor allem zu erfahren, dass Elliot und Carla doch gar nicht so viel miteinander zu tun haben, obwohl ich in den Episoden davor anderes vermutet hatte - dagegen sind J.D. und Carla viel enger miteinander befreundet. Das brachte einige bewegende und wirklich starke Momente mit hinein. Zum einen natürlich der, in dem J.D. Carla anschreit, zum anderen der im Regen, als Carla ihm klar macht, wie sehr sie sein Ausbruch verletzt hat.

Wie es bisher immer schon war, macht es die Serie einem leicht, sich mit den Figuren zu identifizieren. Zum einen ist da J.D., dem es vor allem unangenehm ist, dass er Bambi genannt wird und dass er scheinbar als Assistenzarzt hingestellt wird, der auch nach Monaten noch keine Ahnung von nichts habe und sich nicht einmal einem einfachen Patienten annehmen könne. Jeder wird schon einmal in die eine oder andere Situation geraten sein, in der es einem nicht passt, wie wenig man einem immer noch zutraut. Carla wiederum zeigt, wenn sie sich um J.D. kümmert und ihm hin und wieder auch hilft, dass er ihr nicht egal ist und dass sie eben versucht, für einen ihrer Freunde da zu sein. Das alles kann man verständlicherweise doch falsch verstehen, aber schön, dass und wie es angesprochen wurde. Mir gefiel ebenso, mehr über Carla zu erfahren, die davon ausgeht, nur in ihrem Beruf als Krankenschwester richtig stark zu sein, da sie selbst kein College besuchen konnte, und nun auch daran zu zweifeln beginnt.

Dem abrupten Ende dieser Plot-Line stehe ich dagegen eher kritisch gegenüber. Es wirkte alles ein wenig gequetscht, was ja bei "Scrubs" momentan mein größtes Problem ist, da die Plots erst gegen Mitte richtig mitreißend werden und der Zuschauer dann schon wieder relativ schnell abgespeist wird. Hoffentlich wird die Freundschaft von J.D. und Carla auch zukünftig noch weiter beleuchtet, da gerade hier riesiges Konfliktpontenzial bestünde!

Vordergründig ging es um Carla und J.D., in den Nebenplots gab es unter anderem auch ein wenig von Turk und Kelso zu sehen, die aneinander geraten und um eine Bank vor dem Krankenhaus streiten. Dr. Kelso hat mich wie immer überzeugt und wie er immer aufs Neue versucht, seine Bank zurückzuerobern, war äußerst komisch und ich habe mich wirklich sehr amüsiert. Was ich nicht ganz verstehe, ist nur, warum sich Turk immer so leicht einschüchtern ließ, obwohl Kelso eigentlich rein gar nichts gegen ihn in der Hand hatte, um ihn zu vertreiben. Gut, er hat zwar damit gedroht, sich bei dem zu beschweren, dem die Bank gehört (ich nehme an der Stadt?), doch ob er damit wirklich durchgekommen wäre, ist zweifelhaft. Gefallen hat mir abschließend bei dieser Geschichte auch sehr, dass Dr. Kelso sehr wohl Turks "Bemühungen" anerkennt und damit wieder einmal bewiesen ist, dass er sehr wohl mehr kann, als andere Menschen fertig zu machen und oberflächlich zu behandeln…

Die Patientengeschichte mit Dr. Cox, Elliot und Jill war nicht grandios, aber die gute Interaktion zwischen Jill und Elliot hat das meiste wieder gut gemacht. Ich weiß nicht, ob ich da zu viel hinein interpretiere, aber ich könnte mir wirklich gut vorstellen, dass Jill und Elliot irgendwann sogar zu richtigen Freunden werden, da sie offensichtlich sehr viel gemeinsam haben und sich deutlich ineinander wieder erkennen und ihre negativen Erfahrungen gemeinsamen teilen könnten, anstatt selbst damit klar kommen zu müssen… Mal schauen, was die Zukunft noch so alles bereithält!

Niko Nikolussi - myFanbase

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