Bewertung: 8

Review: #1.05 Katze krallt sich Killer?

Der eigentliche Hauptcharakter und Held dieser Episode ist eine Katze. Das ist nicht wirklich ungewöhnlich, denn Katzen gelten gemeinhin als intelligente und erhabene Tiere. Immerhin ist eines der berühmtesten Musicals der Welt den "Cats" gewidmet und im alten Ägypten galten die Mietzies gar als heilig. Gut, ähnlich wie Hunde lecken sie sich ihre eigenen Geschlechtsteile, aber was wir Menschen so alles mit unseren Körpern anstellen... lassen wir das. Auf jeden Fall sind die Szenen, in denen Shawn die Katze gegenüber Gus bevorzugt und dieser leicht eifersüchtig wird, einfach bester "Psych"-Humor. Das zeichnet die Serie aus und das ist es, was wir sehen wollen.

Der Fall der Woche ist diesmal auch spannender geraten als in den ersten vier Episoden. Damit, dass der sympathisch-naive Officer Buz McNab fast das nächste Opfer des Killers wird, hätte ich ehrlich nicht gerechnet und letztlich ist ein Serienkiller schon per se ein spannenderes Motiv, als es beispielsweise die verschwundene Überfallbeute aus der vorherigen Episode war.

In dieser Folge wird natürlich auch wieder einmal deutlich, wie unsagbar unfähig die Polizei ist. Ich werde mich wohl immer fragen, wie Lassiter eine so hohe Position erreichen konnte, obwohl sein Spürsinn, seine Menschenkenntnis und auch sein Feingefühl gegen Null gehen. Juliet dagegen scheint zwar Talent zu haben, kann dies aber unter Lassiters Führung bislang überhaupt nicht beweisen, und Officer Buz McNab ist einfach nur treudoof, wie man zu sagen pflegt. Man könnte der Serie daraus jetzt natürlich einen Strick drehen und sich immer wieder darüber aufregen, doch es ist nun einmal ein Stilmittel der Serie und letztlich darf man nicht den ironischen Fakt vergessen, dass Shawn von einem Polizisten, seinem Vater, ausgebildet wurde. Auch in dieser Episode sind es die Lehren seines Vaters, die Shawn helfen, den Fall zu lösen.

Zu den Highlights dieser Episode gehört sicherlich Shawns Tanzeinlage im Büro des Chiefs, als er vorgibt, vom Geist der verstorbenen Schauspielerin besessen zu sein. Eine herrlich überdrehte Szene, die man so definitiv in keiner anderen Crime-Serie der Welt sehen würde. Auch der Seitenhieb auf die Serie "Numb3rs" hat mir gefallen. Nichts gegen "Numb3rs", doch in der Serie werden mit einer großen Ernsthaftigkeit ziemlich verworrene, für den Laien unverständliche Theorien präsentiert, die das genaue Gegenteil zu Shawns schrägen und komischen Methoden darstellen.

Summa Summarum ist diese Episode wieder pure Unterhaltung, die man von der ersten bis zur letzten Minute genießen kann.

Maret Hosemann - myFanbase

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