Bewertung: 7

Review: #2.05 Machtspiele

Die letzte Episode legte die Messlatte schon ziemlich hoch und mit einem kleinen zugekniffenen Auge betrachtet, konnte auch die fünfte Folge der zweiten Staffel meine Erwartungen erfüllen.

Es sei mal dahingestellt, dass die Charaktere in der neuen Episode mehr oder weniger nur halbnackt zu sehen sind, aber immerhin gab es da viele schöne Szenen mit Charlotte und Cooper und wieder einmal ein paar witzige Situationen um Addison und David Sutcliffe. Da es nach meiner vorherigen Review zu einigen Missverständnissen kam, da nicht ganz klar war, ob ich nur zu faul bzw. zu vergesslich bin, mir den Namen von Addisons Freund zu merken, so sei gesagt, dass ich natürlich weiß, dass ihr Freund Officer Kevin "Mr. SWAT" Nelson heißt, ich ihn aber als Addisons "David Sutcliffe" oder "Mr. SWAT" bezeichne.

Jedenfalls gefiel es mir, dass bei Addison und Kevin nicht so schnell Beziehungsprobleme aufgekommen sind, was ja leider in vielen Serien oft der Fall ist. (Kleine) Annäherungen gibt es wie immer bei Charlotte und Cooper und wenn es so weiter geht, dann werden die beiden ebenfalls ein sehr, sehr süßes Paar. Besonders gut gefällt mir, wie Cooper es Folge für Folge schon schafft, Charlotte weich zu kochen. Es ist definitiv wert, dran zu bleiben und ein Grund mehr, um sich auf eine neue Episode von "Private Practice" zu freuen. Ich hätte es am Ende der ersten Staffel nicht für möglich gehalten, dass aus den beiden ein ernsthaftes Paar werden könnte. Bei diesen Menschen, die für gewöhnlich keine Beziehungen eingehen, lag eine "Trennung" damals noch so gut wie auf der Hand. Ich bin jedenfalls sehr aufgeregt und freue mich auf eine Fortsetzung des viel versprechenden Pairings.

Eine Fortsetzung der Beziehung von Sam und Naomi werden wir in diesem Jahrhundert nicht mehr erleben. Es ist wirklich aus und auch wenn mich das ein wenig kalt lässt, da ich nie ein großer Fan von Sam und Naomi als Paar war. Für Maya ist das sicherlich besonders schwer, da sie sich Hoffnungen gemacht hat, andererseits kann ich auch verstehen, dass Naomi und Sam eben ihren Neustart nicht sofort "öffentlich" machen wollten, um niemanden zu verletzen. Es bleibt nun die Frage, ob Naomi nun demnächst mit Dell anbandelt oder gar er sein Glück bei ihr versucht. Oder ob Naomi in Kürze vielleicht einen Mann kennen lernt, mit dem sie auf längere Dauer eine Beziehung führt?! Und wie sieht es mit Sam aus? Wie wird der Umgang der beiden miteinander in der Praxis sein? Immerhin sollten sie laut Addisons Plan nun am Samstag immer zwei Stunden länger in der Oceanside Wellness Group bleiben und da kann es sicherlich hier und da zu Streitigkeiten kommen. Das hat die Vergangenheit bereits bestens gezeigt.

Fragen über Fragen, die die nächste Folge hoffentlich zu beantworten weiß. Nun bin ich wirklich gespannt, ob die Drehbuchautoren die Trennung ernst meinen oder ob die zwei Ärzte nach zwei Folgen wieder übereinander herfallen.

Violet ist weiterhin das fünfte Rad am Wagen, etwas wirklich Aufregendes hat sie nicht zu tun und nun auch noch zu behaupten, dass mir ihre Storyline dieses Mal gut gefallen hat, wäre eine glatte Lüge. Wieder einmal wird sie von einem der Menschen, der ihr etwas bedeutet, enttäuscht. Und das so gut wie in jeder Episode (gut, ich neige dazu, etwas zu überreagieren, aber na ja…). Zumindest gab es da am Ende eine kurze, aber unglaublich süße Szene zwischen Cooper und Violet. Nichts gegen Charlotte und Cooper, aber auch Cooper und Violet würden, was bereits in Staffel eins sofort klar war, ein niedliches Paar abgeben. Man wird sehen, in welche Richtung sich Violets Charakter entwickelt. Auf die vagen Aussagen ihrerseits in der letzten Folge wurde ein wenig eingegangen, was meine Vermutung bestätigt. Ich hoffe, dass in der kommenden Woche darauf noch näher eingegangen wird.

Der Fall um die krebskranke Patientin ging mir aber besonders ans Herz. Der gesamte Weg, bis auch Naomi es einsah und ihrer Patientin sagen musste, dass sie kein Kind bekommen sollte, war unglaublich lange, berührend und... naja, wie immer sehr bitter. Schön, dass die Serie insofern keine Grenzen kennt, dass sie nicht alles schön redet, sondern auch oft Situationen zeigt, in denen die Wünsche der Patienten einfach nicht erfüllt werden können. Zwar macht das das Urgestein "Emergency Room" oder die "Private Practice"-Mutterserie "Grey's Anatomy" auch, hier wird es aber bei weitem am besten inszeniert. Darüber lässt sich streiten, jedoch in meinen Augen ist "Private Practice" anderen Arzt-Shows schon um einiges voraus. Immerhin werden immer nur die aktuellsten Themen behandelt, da ist sicherlich etwas für den Otto-Normal-Amerikaner dabei...

Wieder eine schöne Episode mit vielen zwischenmenschlichen Dialogen und gut umgesetzten Beziehungsplots. PERFEKT war das aber noch nicht.

Niko Nikolussi - myfanbase

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