Bewertung: 6

Review: #5.11 Spontan überlegt

Foto: Modern Family - Copyright: RTL NITRO / 20th Century Fox Television
Modern Family
© RTL NITRO / 20th Century Fox Television

Es war überraschend gut mal wieder eine normale "Modern Family"-Folgen zu sehen. Diese Woche war die Episode weder über- noch unterdurchschnittlich. Wie oft schon erwähnt ist die fünfte Staffel bisher wie eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen. Ich hoffe wirklich, dass sich das einpegelt. Es ist schade, wenn man als Fan nie vor der Folge weiß, ob der normale Standard gehalten wird.

"If she’d be a cartoon she’d left her skin here."

Ich glaube, sowohl für Manny als auch für die Fans wäre es besser, wenn Manny endlich eine Beziehung hätte. Seit der ersten Staffel versucht er immer wieder die Mädchen von sich zu überzeugen. Allerdings immer nur mit mäßigem Erfolg. Und auch wenn Manny nicht gerade zu meinen Lieblingscharakteren gehört, so tut er mir doch mittlerweile leid. Immerhin gibt er sich wirklich große Mühe. Und was er für das Mädchen macht, das ihren Mantel vergessen hat, ist schon süß. Selbst Jay sieht am Ende der Folge ein, dass die Liebe es wert ist, so hart an ihr zu arbeiten. Auch wenn diese Erkenntnis untypisch schnell für Jay kam. Manny in eine Beziehung zu stecken würde neuen Wind in den Charakter bringen und natürlich auch für neue Ideen sorgen. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es diesmal klappt. Schließlich hatte die Episode im Bezug darauf ein offenes Ende. Gloria spielt in dieser Folge eine eher passive Rolle. Sie dient fast ausschließlich allein um Manny zu unterstützen.

Auch wenn Jay cool tut, so hat er doch Angst, dass Joe ihn nicht als Vater sieht. Zu Andy sagt der kleine Dada, zu seinem wirklichen Vater hingen schweigt er. Der Teil der Geschichte kam mir leider zu kurz. Hier hätte man meiner Meinung nach Jay in einer verzweifelten aber witzigen Rolle zeigen können, wie er versucht seinen Sohn zum Sprechen zu animieren. Trotzdem war das Ende, als Joe Jay sagt, schön.

"You’re capping your fingers. You really do have a plan."

Mitchell und Cam kamen für mich ziemlich kurz in dieser Folge. Klar, beide haben ihre Storyline, in der sie versuchen ihre Hochzeitslocation für sich zurückzugewinnen. Ich fand es sehr schön, wie sich das Pärchen in der Mall gestritten hat wegen der zwei Mädchen, aber man hätte die eigentliche Lösung des Problem zeigen können. Ich finde es schade, dass der eigentliche Konflikt nur angeschnitten wurde. Zumal ich denke, dass es einige lustige Szenen gegeben hätte, wie die beiden versuchen die Mädels in die Richtung zu navigieren.

Auch die Auflösung am Ende der Folge fand ich etwas zu kurz. Immerhin ist es wichtig zu erfahren, dass ein Teil des Pärchens länger gebraucht hat sich zu verlieben. Ich finde besonders in Bezug auf die Cam-und-Mitchell-Geschichte hätte man sich entweder auf das Problem mit den Mädchen beziehen müssen, oder auf Cams Geständnis am Ende.

Im Großen und Ganzen war die Story um die beiden aber gut. Es gab Lacher und auch, dass Lily auf Manny steht, hat gut gepasst. Besonders schön war hier Jay, der versucht Manny dazu zu drängen (ohne natürlich zu wissen, dass es sich um Lily handelt) sich auf das Mädchen zu versteifen, das auf ihn steht. "She’s six and related to me." von Manny kam sehr cool und ließ Jay ohne Worte da stehen.

"It’s a gift it can’t be taught."

Auch die Story von Phil hätte man erweitern können. Ich hätte sehr gern Phil im Gefängnis gesehen. Auch wenn sein jammern mit: "I don’t want to go in there." sehr lustig war. Trotzdem hätte man hieraus mehr machen können. Ich erinnere mich gern an die Szene, in der er unter einem Motorrad eingeklemmt war und schon nach wenigen Minuten dachte, er müsste sterben. Im Gefängnis hätte man so etwas Ähnliches machen können. Aber dafür war anscheinend zu wenig Zeit. Auch wenn ich die Vater/Sohn-Combo von Phil und Luke mochte, finde ich es gut, dass Luke ab und an gegen seinen Vater rebelliert. Ich meine, solange sich beide am Ende wieder vertragen, ist auch bei mir als Fan alles im Lot.

Dass Claire Alex nicht das Fahren beibringen möchte, fand ich anfangs etwas fies von ihr als Mutter. Am Ende allerdings konnte ich es sogar verstehen, als wir gehört und gesehen haben wie übervorsichtig sie fährt.

Ich war sehr überrascht, dass Haley in der Dunphy-Familie den Tag gerettet hat. Alex war sauer auf ihre Mutter, Luke auf seinen Vater und Haley hat beide dazu gebracht sich in die Arme der Eltern zu werfen. Ihre Gabe der Manipulation und des Lügens sind schon fast unheimlich aber auch unglaublich lustig.

Fazit

Alles in Allem zählt diese Folge zum Durchschnitt der Serie. Die Ideen waren zum Teil sehr gut, aber für nicht mal 30 Minuten waren es einfach zu viele. Die Diskussion am Ende, wann sich wer in den anderen verliebt hat, fand ich gut und witzig, aber sie war für mich wie eine Art Bruch. Hier hätte man sich vielleicht lieber auf die einzelnen Probleme der Episode beschränken und in einer anderen das Liebesthema aufgreifen sollen. Insgesamt gebe ich sechs Punkte für 5x11. Man hätte wirklich mehr aus den ganzen Ideen machen können. Schade, dass sie alle zu kurz kamen.

Martin Thormann - myFanbase

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