Bewertung: 5

Review: #5.06 We Can Find Him

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Puh, in dieser Woche bekamen wir bei "How to Get Away with Murder" eine sehr emotionale Folge zu sehen, deren düstere Stimmung sich beinahe durch die gesamten 40 Minuten zog. Abgesehen von der düsteren Stimmung ging es leider mit den Handlungssträngen nicht so richtig voran, was ein wenig enttäuschend war.

"Bonnie isn't Bonnie when she's around her sister. She turns back into that abused little girl desperate to save everyone but herself."

Im Fokus stand diesmal Bonnie, die rund um die Geschichte ihres verlorenen Sohnes und ihrer Schwester ein Wechselbad der Gefühle durchmachen musste. So interessiert ich in der letzten Folge noch daran war, die Schwester kennenzulernen, so wenig überzeugt war ich in dieser Woche von diesem Handlungsstrang. Während Bonnie mit all ihren Emotionen großes Mitgefühl auslöst und Liza Weil| großes Schauspiel bietet, so handelt es sich bei ihrer Schwester um einen durch und durch undurchsichtigen Charakter. Dass das auch beabsichtigt ist, ist klar, doch trotzdem ist bei hier der Funke auch in Bezug auf Spannung oder Interesse nicht so richtig übergesprungen. In dem Moment, in dem man sich auf so wenige der Informationen verlassen kann, verliert man doch ein bisschen das Interesse. Ich für meinen Teil glaube nicht, dass Bonnies Schwester ihren Sohn tatsächlich vergraben und umgebracht hat und warte mittlerweile einfach nur noch auf die Auflösung dieses Rätsels, deren man sich in dieser Folge nicht wirklich viel näher gebracht fühlt. Dafür gefiel es mir umso besser, dass Frank weiterhin an Bonnies Seite ist und ihr hilft, diese dunklen Zeiten durchzustehen. Auch Miller bleibt bisher der Rolle des unterstützenden Freundes treu, auch wenn er in den Flash Forwards trotz Verlobungsringes nicht allzu glücklich aussah.

"I had the intention of turning her down. But then I couldn't. Not when I could free the man whose case gave me back my carreer. This job has the power to help me do something right and good that's bigger than you, me, this firm."

Neben Bonnies dramatischer Geschichte spielte sich noch eine andere, mindestens genauso dramatische, Geschichte ab, denn Annalises Vereinbarung mit Governor Birkhead versprach von Anfang an nichts Gutes. Leider schien es so, als ob mit diesem Deal nun auch Emmetts Geschichte mal eben abgehandelt wurde, denn nun, da man erfahren hat, dass sein "Fehlverhalten" lediglich die Liebe zu einer Klientin war, scheint es, als verabschiede man ihn mit diesen Informationen. Das finde ich wirklich sehr schade, da er mir in dieser Folge besonders in seinen Interaktionen mit Tegan wieder sehr gut gefallen hat und ich das Gefühl hatte, dass er wirklich hinter Annalise stand und als Charakter Potential birgt. Doch wer weiß, vielleicht täusche ich mich ja und man wird noch mehr von ihm sehen.

Natürlich konnte man auf der anderen Seite auch verstehen, dass Annalise das Angebot, Nates Vater zu retten nicht ablehnen konnte, doch letztendlich ist dieser Schuss... komplett nach hinten losgegangen. Das Ende dieser Folge war unfassbar traurig und man kann tatsächlich nur "hoffen", dass Nates Vater sich selbst von seinem psychischen Leid erlösen wollte und nicht noch eine Intrige hinter seinem Tod steckt. Alles in allem blicke ich der bevorstehenden Zusammenarbeit zwischen Annalise und Governor Birkhead mit einem sehr flauen Gefühl im Magen entgegen, da Governor Birkhead mehr als unsympathisch ist und gleichzeitig in ihren Manipulationskünsten viel zu fähig wirkt und somit eine echte Bedrohung darstellt.

"Why can't you just talk to Oliver? He might get through to her." - "I can't, he's afraid of her."

Und dann war da auch noch der Handlungsstrang rund um Connor, Oliver und die Hochzeit. Die Szenen mit den Müttern von Connor und Oliver sollten wohl eher die heiteren dieser Folge sein, doch für mich schwebte auch über den fröhlichen Momenten die ganze Zeit die Wolke der düsteren Grundstimmung. Trotzdem war es sehr schön, die beiden Mütter kennenzulernen und besonders, noch intime und tolle Momente zwischen Connor und Oliver mitzuerleben. Angesichts der Tatsache, dass man in den Flash Forwards nun mittlerweile schon wirklich viele Charaktere außer Oliver gesehen hat und dieser in dieser Folge nun auch so einen innigen und emotionalen Moment mit seiner Mutter bekam, macht es mir nun wirklich Sorgen, ob er diese Staffel überleben wird. Allerdings nicht Sorgen im Sinne von einer Spannung, die mich die nächste Folge kaum erwarten lässt, sondern eher im Sinne von einer Wut, die mir sehr viel Lust auf diese Serie nehmen würde, sollte sie es tatsächlich wagen, Oliver an seinem Hochzeitstag sterben zu lassen.

Laurel: "How have you kept this a secret for so long?"
Frank: "I do what I gotta do to keep her save. Now it's your job since you had to get all nosy."
Laurel: "I would do anything to not know this."


Das Geheimnis rund um Gabriel ist immer noch eines der größten dieser Staffel und nun, da die Wahrscheinlichkeit immer kleiner wird, dass es sich bei ihm um Bonnies Sohn handelt, entwickelt es sich auch zum interessantesten. Leider mussten wir aber auch diesbezüglich zusehen, wie Laurel nun um das Geheimnis weiß, den Zuschauer allerdings nicht einweiht. Das fand ich wirklich frustrierend, allerdings wurde ich dadurch ein wenig darüber hinweg getröstet, dass Laurel wieder der schlagfertige und taffe Charakter von früher geworden zu sein scheint und ihre Interaktionen sowohl mit Frank als auch Gabriel einfach Spaß machen. Ich denke trotz Gabriels Beteuerungen, er würde sie niemals anmachen, dass eine mögliche Liebschaft zwischen den beiden nicht ausgeschlossen ist und bin gespannt, wie Laurel nun damit umgehen wird, dass Gabriel offenbar jede Menge Informationen über sie und die anderen sammelt. Während es hier also auch nicht wirklich voranging, bin ich zumindest sehr gespannt, wie es weitergeht. Ist es doch möglich, dass auch Annalise noch einen verloren geglaubten Sohn hat? Ist Gabriel möglicherweise mit Wes verwandt? Es gibt sehr viele Theorien diesbezüglich und die Enthüllung könnte eine große Überraschung werden.

"[Missy and I are better off as friends." - "And Michaela is actually reassessing her interest in men these days."

Ganz am Rande bekamen wir außerdem noch zu sehen, wie Laurel aussprach, was schon eine Weile irgendwie in der Luft lag und gleichzeitig ein wenig aus selbiger gegriffen wirkt – nämlich dass Michaela in Tegan verliebt zu sein scheint. Ich hätte nichts gegen diese Entwicklung, wenn sie nicht so vorhersehbar wirken würde. Man hat das Gefühl, es müsste darauf hinauslaufen, dass Michaela das Ganze noch eine Weile leugnet, weil es ihr unangenehm ist, bis sie es irgendwann zugibt und dann einen Schritt auf Tegan zumacht, die nach einem längeren Hin – und Her dann schließlich einwilligt. Aber wer weiß, vielleicht kommt es auch ganz anders oder die Vermutung von Laurel ist nicht einmal wahr. Wir werden sehen, allzu scharf bin ich allerdings nicht darauf.

Fazit

Auch wenn düstere Folgen zu der Serie gehören, so wurde ich in dieser Woche nicht so richtig gefesselt und warte weniger gespannt als sonst auf die nächsten Folgen. Allerdings hoffe ich stark, dass wir bald endlich mehr über Gabriel herausfinden und auch die Flash Forwards an Fahrt aufnehmen.

Klara G. - myFanbase


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