Bewertung: 5
Dennis Dugan

Kindsköpfe 2

"Hollywood" und seine Chaoten sind wieder da und gehören noch lange nicht zum alten Eisen.

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Inhalt

Um seine Kinder besser aufwachsen zu lassen und näher bei seinen Freunden zu sein, ist Lenny (Adam Sandler) wieder zurück in seine Heimatstadt gezogen. Dort muss er sich mit Eric (Kevin James), Kurt (Chris Rock) und Marcus (David Spade) gegen aufmüpfige Collegestudenten behaupten, die sie zum alten Eisen degradieren. Doch auch der Nachwuchs macht Probleme. Und so muss das Vierergespann nicht nur ihren Ruf verteidigen, sondern auch unzufriedene Ehefrauen besänftigen, pubertierende Kids in den Griff bekommen und es mit alten Schulfeinden aufnehmen.

Kritik

Bei Fortsetzungen sind die Menschen meist sehr kritisch und vergleichen diese natürlich mit dem Vorgänger. Oft werden Fortsetzungen gedreht - wenn es nicht gerade eine vorgegebene Trilogie ist -, weil der erste Film so erfolgreich war. Es wird erhofft, dass der Nachfolger an den Erfolg anknüpfen kann und ebenso viel Geld einspielt, wie es bereits Teil 1 getan hat. Im Fall von "Kindsköpfe 2" ist dies allerdings gar nicht so einfach, denn der erste Film überraschte mit tollen situativen Witzen und einer Storyline, die zwar recht simpel war, dafür aber aufging.

Bei seinem Nachfolger hingegen sucht man vergebens nach einer durchgehenden Story. Der blassrosa Faden ist kaum zu erkennen, deshalb ist es auch schwer, die Geschichte um die vier alternden Witzbolde zu beschreiben. Neben den ständig auf das Alter anspielenden Dialogen heben die klischeebehafteten Auseinandersetzungen zwischen Mann und Frau sowie den vielen kleinen, aber viel zu flachen Gags das Niveau der Komödie nicht wirklich.

Lediglich die Starbesetzung beflügelt Dennis Dugans Prequel und verleiht ihm etwas mehr Qualität. Kevin James und Adam Sandler sind stets ein Garant für spritzig-witzige Komödien, die einen heiteren Kinoabend versprechen. Auch in "Kindsköpfe 2" sorgen Sandler mit seinem trockenen Humor und James mit seiner Körperkomik für viele Lacher, auf die man sich freuen kann - der "Rülps-Nies-Furz" ist nur einer davon. Beide überzeugen in ihren Rollen. Salma Hayek hingegen präsentiert sich weniger gut. Ihre übertriebene Art, ihre Rolle zu gestalten, war bereits im ersten Teil zu bemängeln. Diese hat sich auch in der Fortsetzung nicht verändert, sodass wir oftmals als Zuschauer die Augenbraue heben oder den Kopf schütteln, wenn Hayek wieder einmal Overacting betreibt.

Doch nicht nur bekannte Gesichter aus "Kindsköpfe" sind in Teil 2 zu finden. Neben der Stammbesetzung kommen noch weitere Schauspieler wie "Twilight"-Star Taylor Lautner und "Heroes"- und "Gilmore Girls"-Liebling Milo Ventimiglia hinzu. Diese haben in ihren vorherigen Rollen allerdings mit mehr schauspielerischer Qualität glänzen können, was allerdings an ihren übertriebenen Rollen in "Kindsköpfe 2" liegt.

Fazit

Auch wenn sich diese Kritik in einigen Zügen wie ein Verriss anhört, so ist die Fortsetzung des "Kindsköpfe"-Kassenschlagers dennoch sehenswert, denn er sorgt trotz seiner flachen Witze und einiger Übertreibungen dank der Komikgrößen Adam Sandler und Kevin James für einen heiteren DVD-Abend.

Manuela Fertich - myFanbase
30.08.2015

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