Bewertung: 6
Mark Lawrence

Haben Sie das von den Morgans gehört?

"Ich kann mich nicht verpflichten, den Rest meines Lebens mit meinem Mann zu verbringen."

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Paul Morgan (Hugh Grant) hat seine Frau Meryl (Sarah Jessica Parker) betrogen und versucht jetzt seine Ehe zu retten. Nach einem gemeinsamen Restaurantbesuch werden die beiden plötzlich Zeugen eines Mordes an Meryls Klienten. Um ihre Sicherheit zu gewährleisten, werden die zerstrittenen Eheleute gemeinsam ins Zeugenschutzprogramm geschickt und landen in einem verschlafenen Provinznest in Wyoming. Die Stille der Einöde zwingt die Morgans dazu, sich ihren Problemen zu stellen…

Kritik

Romantische Komödien sind an sich nichts Schlechtes, im Gegenteil. Leider sind viele gegenwärtige Produktionen aber nicht besonders einfallsreich, so dass die vertrauten Szenen aus dem Trailer meistens die einzigen unterhaltsamen Bilder bleiben. So verhält es sich auch bei "Haben Sie das von den Morgans gehört?".

Die Storyline ist einfach gestrickt: Das entfremdete Ehepaar ist durch eine scheinbar ausweglose Situation dazu gezwungen, über ihre Probleme zu reden. Sarah Jessica Parker scheint für solche Rollen prädestiniert zu sein – zumindest wenn es nach den Produzenten geht. Ehe sie 2008 wieder als Carrie Bradshaw die Straßen New Yorks unsicher machte, sah man sie größtenteils in ähnlichen Komödien, wie in "Zum Ausziehen verführt". Nun trifft sie in der Rolle von Meryl Morgan, einer erfolgreichen Immobilienmaklerin, auf Hugh Grant, der mit Paul Morgan ausnahmsweise mal keinen selbstverliebten Macho, sondern einen fast sanftmütigen Ehemann spielt. Vielleicht ist genau das das entscheidende Problem: Dem Film fehlt das Feuer.

Schon nach den ersten zehn Minuten hat man das Gefühl, den weiteren Fortgang des Films genauestes zu kennen, was bei dem Genre Romantikkomödie zwar keine Seltenheit ist, aber des Öfteren wird man doch noch eines Besseren belehrt. Bei den Morgans ist das nicht der Fall. Darüber könnte man noch hinwegsehen, wenn wenigstens die Charaktere ansprechend wären. Nimmt man Parker ihre grundgute Rolle noch halbwegs ab, kommt das Spiel von Grant einfach nicht richtig in Schwung, was zur Folge hat, dass der Charakter des Paul einfach nur langweilig wirkt. Und weil interessante Charaktere in einem guten Film eine wichtige Rolle spielen, wirken die Dialoge auf die Dauer recht monoton und geben dem ganzen Film eine triste Note. So bleibt die Handlung recht oberflächlich und ohne weitere Überraschungen.

Fazit

Der Film bietet einstweilig zwar nette Unterhaltung, doch die sollte man sich besser auf dem Sofa zu Gemüte führen, als extra ins Kino zu gehen. Es sei denn, man will nebenbei kuscheln... oder schlafen.

Dominic Rose - myFanbase
27.01.2010

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