Bewertung: 7
Byron Howard, Chris Williams

Bolt - Ein Hund für alle Fälle

"Look, I'm gonna let you in on a little secret, okay? A little-known cat secret. You know why we hate dogs? 'Cause we wanna be dogs! We have dog complexes."

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Superheld sein, davon träumt jeder. Für den Hund Bolt ging dieser Traum in Erfüllung. Mit Laserblick, Superbellen und Superspeed rettet er Woche für Woche sein Frauchen Penny vor dem bösen Dr. Calico. Doch während alle am Set natürlich wissen, dass Bolt in echt keine Superkräfte hat, weiß dies Bolt selber nicht. Der Regisseur möchte den Blick des süßen Hundes nicht gespielt wirken lassen und so wird viel Aufwand darauf verwendet, dem Hund glauben zu machen, dass er tatsächlich Superkräfte hat. Doch so toll es Bolt alltäglich auch findet, die Serie läuft längst nicht so erfolgreich wie gewünscht. Um die Quoten wieder anzukurbeln wird vor Bolts Augen die junge Penny entführt. Der Hund, der sein Frauchen über alles liebt, flieht aus seinem Zuhause und macht sich auf in die Welt, um sie vor dem vermeintlich bösen Dr. Calico zu retten. Doch in der wahren Welt angekommen warten die richtigen Abenteuer auf den Hund...

Kritik

Nachdem schon ein Fisch ("Findet Nemo"), eine Ratte ("Ratatouille") und diverse andere Tiere Hauptcharakter eines Disney-Animations-Films waren, war es nun Zeit für einen Hund. Aber wer will schon den Alltag eines gewöhnlichen Haushundes sehen, wohl kaum einer. Also verknüpfte man den Hundefilm mit dem derzeitigen Superheldentrend und erschuf Bolt – den Superhund. Naja, ganz so ist es dann auch nicht. Denn wir Zuschauer wissen ja, dass Bolt in Wirklichkeit ein normaler Hund ist. Die Tatsache, dass Bolt dies nicht weiß, sorgt später noch für richtig tolle Momente im Film, wenn er von einer Katze beigebracht bekommt, wie sich ein gewöhnlicher Hund benimmt.

Nicht nur einmal fühlt man sich während des Films an Jim Carrey in "Die Truman Show" erinnert, in der Carrey eingeschlossen in einem künstlichen Studio ein scheinbar normales Leben führt. Während "Die Truman Show" jedoch damit endet, dass Carrey seinem Gefängnis entkommt, beginnt zu dem Zeitpunkt "Bolt" erst richtig.

Beginnend in New York unternimmt er eine lange Reise quer durch die USA bei der er Freunde und Feinde trifft und viel erlebt. Dabei ist die Story des Films mit einigen kleinen Ausnahmen den ganzen Film hindurch witzig und auch die nötige Spannung wird nicht dadurch getrübt, dass der Zuschauer eigentlich von Anfang an schon weiß, wie der Film enden wird.

Die Animationen des Films sind durchweg gelungen. Es ist schon unglaublich, wie viel heute anhand von Computeranimationen möglich ist, die Gräser wehen, jedes Härrchen an Bolts Körper bewegt sich im Wind, die Mimik ist klar und zum ersten Mal sind auch die Menschen einigermaßen gut getroffen. Ein großer Vorteil des Films ist auch die Gestik und Mimik von Bolt. Jeder Hundebesitzer wird in dem süßen Vierbeiner etwas von seinem eigenen wiederfinden und obwohl man weiß, dass er nicht echt ist, ist er doch einfach nur zuckersüß.

Die Synchronisation von Christian Tramitz (im Original von John Travolta) tut ihr übriges dazu und so kann man den süßen Vierbeiner eigentlich nur lieben. Penny ist ein normales junges Mädchen, dass trotz des Erfolgs ihrer Fernsehserie nicht abgehoben ist und eigentlich nur mit ihrem geliebten Hund ein normales Leben leben will. Etwas eindimensional ist dabei die Katze Mittens, die zwar für einige Lacher sorgt, aber leider den ganzen Film hindurch sehr eintönig wirkt. Anders als der kleine Hamster Dino, der witzig in seiner durchsichtigen Kugel durch den Film führt. Gut, gerade er nervt ab und an mal, sorgt aber immer wieder für den nötigen Humor.

Fazit

"Bolt – Ein Hund für alle Fälle" ist sicherlich kein Film, der das Animationsgenre neu erfindet, dennoch ist es ein liebevoll gemachter Film von einem süßen Hund, der sein Frauchen sucht.

Eva Klose - myFanbase
22.07.2009

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