Bewertung: 7
James Foley

Fear: Wenn Liebe Angst macht

Wenn Liebe Angst macht

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Inhalt

Die 17-jährige Nicole wuchs bei ihrer Mutter auf, zog dann aber zu ihrem Vater und dessen neuer Frau, mit der sie nicht besonders gut klar kommt. Der etwas ältere Waise David und Nicole verlieben sich ineinander und sie führen eine glückliche Beziehung, die jedoch zu bröckeln beginnt, als David einen guten Freund von Nicole zusammenschlägt, nachdem der sie lediglich umarmt hat. Bei dieser entstandenen Rangelei stößt David seiner Freundin aus Versehen den Ellenbogen ins Gesicht, weshalb sie tags darauf ein blaues Auge hat. Zuhause erzählt sie, es wäre ein Sportunfall gewesen, doch ihr Vater verdächtigt David sofort, sie geschlagen zu haben, und kann ihn ab diesem Zeitpunkt kein Stück mehr leiden und misstraut ihm. Doch Nicole nimmt Davids Entschuldigen an und die beiden versöhnen sich.

Dass das Misstrauen, dass Steve Walker, Nicoles Vater, David entgegenbringt, begründet war, zeigt sich sehr schnell. Nicole beobachtet David dabei, wie er ihre beste Freundin Margo unter Drogen setzt und sie anschließend verführt. Nicole trennt sich sofort von David, doch dann fängt für sie der Albtraum erst richtig an. David will Nicole zurückgewinnen und zeigt dabei seine wahre, dunkle Seite, als er anfängt, Nicole und ihre Familie zu terrorisieren.

Kritik

Der Beginn des Films erinnert stark an Teeniefilme der 90er. Die Charaktere werden eingeführt, man sieht, wie sich Nicole und David kennen lernen und ineinander verlieben, ebenso wie Margo und ihr Freund Hacker. Neben der Liebe ist das zweite Hauptelement der ersten zwanzig Minuten Streit mit den Eltern, ebenfalls ein Grund, den Beginn des Films mit Teeniefilmen zu assoziieren. Reese Witherspoon spielt sehr gut den Teenager, beziehungsweise die junge Frau, die einerseits sexuell unerfahren ist, andererseits aber auch eine gewisse Reife für ihr Alter hat.

Doch dann wechselt das Genre für den mittleren Teil des Films zum Drama. David und Nicole streiten sich, versöhnen sich aber wieder, um sich erneut zu streiten. Ursache der Streitigkeiten ist David und seine Eifersucht. Erst zu diesem Zeitpunkt merkt man, dass David nicht der ist, der er zu sein scheint. Deutlich wird das besonders, als er Nicole schon zu Beginn sehr herumkommandiert, das aber eigentlich nur tut, um ihrem Vater zu zeigen, dass er jetzt der Mann ist, der auf Nicole aufpasst. Dass David mit Steve, Nicoles Vater, gar nicht klar kommt, merkt man als sich die beiden einmal unterhalten. David bedroht Steve sehr.

Nach diesen beiden Stufen folgt zum Ende des Films der Höhepunkt, das Genre wechselt nämlich nun zum Thriller. Das Ende ist wirklich sehr spannend und in einigen Stellen zittert man schon ziemlich. Allerdings muss ich sagen, dass ich nur die indizierte Fassung, also die ab 16 gesehen habe. Somit kann ich nicht sagen, ob es in der Originalfassung sehr eklig wird. Ich vermute aber eher nicht sehr. Denn die ab 16-Fassung ist an keiner einzigen Stelle wirklich gruselig oder eklig. Und da vor elf Jahren sowieso noch sehr viel härter bewertet wurde, ab wie vielen Jahren ein Film freigegeben wird, gehe ich davon aus, dass in heutiger Zeit die Originalfassung eine FSK 16 erhalten würde.

Fazit

Ein Film, der seine Botschaft sehr gut vermittelt, nämlich die vom gefährlichen und eifersüchtigen Freund. Nach dem Schauen weiß man, wie sich ein Stalker- und Gewaltopfer fühlen muss. Die Schauspielerischen Leistungen sind alle herausragend, vor allem die von Mark Wahlberg, der seine Rolle fantastisch spielt. Toll gefiel mir auch das Klimax das Genre betreffend, weil es gerade das Thema des Films so deutlich macht.

Vivien B. - myFanbase
19.09.2007

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