Bewertung: 5
John Ottman

Düstere Legenden 2 - Final Cut

Legenden sterben nie...

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Inhalt

... dafür aber eine Menge Leute, wie es auf dem Campus von Amy Mayfield (Jennifer Morrison) geschieht. Rund um Amy fallen viele Freunde einem Massenmörder zum Opfer, bis sie heraus findet, dass die bestialischen Morde, einer davon sogar auf Video aufgenommen, etwas mit der Filmbranche und ihr selbst zu tun haben.

Amy ist Filmstudentin und beschäftigt sich mit ihrer Abschlussarbeit, bei der sie die Chance auf einen Preis und die große Karriere in Hollywood hat. Sie hat vor, einen Film über einen Serienmörder zu drehen, der angeblich auf dem Campus existiert hat. Dann jedoch scheint er wieder zuzuschlagen und niemand glaubt der verängstigten Amy.

Kritik

Herauszufinden, dass dieser Film in der Branche "Horror" angesiedelt sein soll, lässt einen zunächst einmal selbst erschrecken. Denn das ist er nicht. Die Macher scheinen sich selbst nicht einig gewesen zu sein, ob er eher in die Richtung Psychothriller oder Actionstreifen gehen sollte.

Die Story selbst ist ein Wechselbad der Gefühle, am Anfang totlangweilig, bis der erste Mord geschieht, danach wird es immer spannender. Dem Regisseur ist es wohl zu verdanken, dass man diesem Film nicht glatte 0 Punkte vergeben muss; zumindest werden das die Leute (wie ich) denken, die Psychologie in Horror-/Actionfilmen lieben. Wer hier aber nur Gemetzel sehen will, ist definitiv an der falschen Stelle, denn es wird stark auf die Seele der einzelnen Charaktere eingegangen. Die gesamte Story in der Filmbranche anzusiedeln ist eine gute Idee und man bekommt wenigstens einen kleinen Einblick, wie ein Cutter arbeitet und man lernt, dass selbst Mörder, während sie ihr Opfer suchen, noch in die Klaviertasten hauen können (was im Übrigen eine gute Szene des Films ist).

Es gibt aber noch einige andere, sehr gut gelungene Szenen, so der schon erwähnte erste Mord, der heimlich mit einem Band vertauscht wird, auf dem Amys Vorfilm zu sehen ist und auch die Vermischung von Traum und Wirklichkeit ist gelungen. In einer Szene stellt sich Amy vor, wer alles unter der Maske des Mörders, dem sie entkommen konnte, stecken könnte. Mit vielen Überblendungen mit ihrem realen Leben sind es diese kleinen Dinge, die den Film besser aussehen lassen.

Natürlich wird hier der Ausgang der Story nicht verraten, aber was man sicher schon erwartet, sind viele Leichen und einen kranken Mörder. Beides trifft zu, denn es stellt sich schnell die Frage: "Wie weit würde man für einen Film gehen?" Apropos Film, dieser Film ist das Regiedebüt von John Ottman (Bryan Singer wählt ihn (fast) immer als Cutter und Komponist, unter anderem bei "Die üblichen Verdächtigen", "X-Men 2" und "Superman Returns"). Leider war Johns Debüt nicht so gut, wie ich es gehofft hatte, denn die Story gibt nicht viel her und er hat selbst gesagt, dass das Script mehrere Male umgeändert wurde, was einfach nicht gut gehen konnte.

Sehr fraglich ist vor allem das Ende des Films (um genau zu sein, die letzten Sekunden), denn wer, wie ich, den ersten Teil "Düstere Legenden" (mit Michael Rosenbaum und Jared Leto) noch nie gesehen hat, der wird auch nicht darauf kommen, was genau dieses Finale bedeuten soll. Wenn man es dann herausgefunden hat, merkt man, dass dieses im Prinzip sehr gut gelungen ist.

Fazit

Ein durchschnittlicher Film für Fans von Streifen dieser Art, von Jennifer Morrison oder von einem anderen Cast- oder Crewmitglied. Zuschauer, die viele Ekelszenen sehen wollen, sind hier wohl falsch beraten, denn die "Schockmomente" überwiegen.

Elsa Claus - myFanbase
18.07.2007

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